{"id":1830,"date":"2014-10-30T07:30:05","date_gmt":"2014-10-30T06:30:05","guid":{"rendered":"http:\/\/handball.tsv-reh.de\/?p=1830"},"modified":"2014-10-30T07:30:05","modified_gmt":"2014-10-30T06:30:05","slug":"sportstaettennutzungsgebuehr-ein-dicker-batzen-fuer-einen-verein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/handball.tsv-reh.de\/?p=1830","title":{"rendered":"Sportst\u00e4ttennutzungsgeb\u00fchr: \u201eEin dicker Batzen f\u00fcr einen Verein\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Politik will die Sportst\u00e4ttennutzungsgeb\u00fchr f\u00fcr 2015. 180\u2009000 Euro Einnahmen<br \/>\nVon Lutz Risse<br \/>\nHohenlimburg. Die Stadt Hagen nennt es Energie- und Bewirtschaftungsumlage, frei \u00fcbersetzt und f\u00fcr jeden verst\u00e4ndlich: Sportst\u00e4ttennutzungsgeb\u00fchren. Wenn es nach der Politik geht sollen sie 2015 kommen \u2013 180\u2009000 Euro j\u00e4hrlich sollen in das Stadts\u00e4ckel flie\u00dfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Hohenlimburger Sportvereine ein Schlag ins Gesicht \u2013 2,16 Euro pro Zeitstunde f\u00fcr eine Einfachturnhalle, 4,32 Euro f\u00fcr eine Zweifachhalle oder einen Sportplatz sowie 6,48 Euro f\u00fcr eine Dreifachturnhalle sollen die Clubs blechen. Die Geb\u00fchren gelten allerdings nur f\u00fcr Seniorensport, nicht f\u00fcr die Jugend. Unsere Zeitung hakte bei den vier Vereinen nach, welche zurzeit die meisten Platz- und Hallenkapazit\u00e4ten in Hohenlimburg einnehmen.<\/p>\n<p>Ehrenamtliche Stunden<br \/>\n\u201eKonkrete Zahlen wei\u00df ich noch nicht, aber es werden etwa 4000 Euro pro Jahr sein, die wir zus\u00e4tzlich berappen m\u00fcssen\u201c, sagt Stephan Willner, Vorsitzender der Handballer der HSG Hohenlimburg. Wie die HSG die aufbringen will, wissen die Verantwortlichen noch nicht. Zumal bei der Spielgemeinschaft das Problem besteht, dass sie mit TSV Germania Reh und TuS Oege zwei Tr\u00e4gervereine hat. \u201eDie kann ich nicht um noch mehr Geld bitten. Da kann man nur hoffen, dass man Sponsoren findet\u201c, so Willner. Bei der HSG spielen vier Herren- und zwei Damen-Mannschaften.<\/p>\n<p>\u201eMeine pers\u00f6nliche Meinung dazu? Das ist einfach eine Unversch\u00e4mtheit\u201c, so Willner weiter. Die HSG muss beim Trainings- und Spielbetrieb die Halle selbst aufschlie\u00dfen, saubermachen und f\u00fcr Ordnung sorgen. \u201eSo viele Leute bei uns leisten ehrenamtliche Stunden. Das ist ein Schlag ins Gesicht.\u201c Gerade jetzt l\u00e4uft es bei den Handballern hervorragend, verzeichnen sie doch im Jugendbereich einen enormen Zulauf. \u201eVielleicht sollten wir unsere Kinder mal einen Tag im Rathaus abgeben. Sollen sich die Politiker doch mal um sie k\u00fcmmern. Dann wissen die, was wir leisten\u201c, so Willner.<\/p>\n<p>Haushaltskonsolidierung<br \/>\n\u201eDie Nutzungsgeb\u00fchr ist schon l\u00e4nger ein Thema im Vorstand\u201c, so Uwe Wolff, Vorsitzender des Badminton-Clubs Hohenlimburg. F\u00fcnf Senioren-Teams des BCH trainieren in der Wiesenstra\u00dfe. Bei den etwa 50 erwachsenen Vollzahlern \u2013 und nur die wird es betreffen \u2013 wird der Mitgliedsbeitrag um drei Euro pro Monat erh\u00f6ht. \u201eAnders k\u00f6nnen wir die Kosten nicht stemmen\u201c, sagt Uwe Wolff. Laut Kassierer Martin Buchelt wird der Etat der Badminton-Cracks dann mit 1750 Euro j\u00e4hrlich mehr belastet.<\/p>\n<p>\u201eWir im Vorstand sehen angesichts der maroden und desolaten Haushaltslage der Stadt die Notwendigkeit, im Sinne der Solidarit\u00e4t hier Finanzmittel bei den erwachsenen Sportlern zu akquirieren\u201c, sagt Uwe Wolff in seiner Stellungnahme. \u201eDie drei Euro mehr im Monat vertrinkt ein Sportler meist schon nach dem Training.\u201c Das w\u00fcrde man laut Wolff verkraften k\u00f6nnen. \u201eBleibt nur zu hoffen, dass auch Politiker, die f\u00fcr den Sport t\u00e4tig sind, einen Beitrag zur Haushaltskonsilidierung leisten, indem sie auf Sitzungsgelder, Fahrtkosten oder sonstige Erstattungen verzichten. Das ist bei uns Ehrenamtlichen schon seit Jahren das Prinzip.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUns fehlt die Berechnungsgrundlage. Woher stammt die Zahl der 1324 erwachsenen Schwimmsportler in Hagen?\u201c, fragt sich Karsten Menzel, 2. Vorsitzender des Hohenlimburger Schwimmvereins. Daher kann der Verein die zus\u00e4tzlichen Kosten ab 2015 nur grob sch\u00e4tzen. F\u00fcr die beiden Damen- und die Herren-Wasserballmannschaften w\u00e4ren es 2738 Euro pro Jahr. \u201eDie Tendenz geht dahin, dass wir Beitr\u00e4ge und Eintrittspreise moderat erh\u00f6hen m\u00fcssen\u201c, sagt Menzel.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich m\u00fcssen, so der zweite Vorsitzende des HSV, in Zeiten knapper Kassen alle mithelfen, Geld einzusparen, auch der Sport. \u201eAllerdings h\u00e4tten wir uns als HSV gew\u00fcnscht, bessere und schnellere Infos zu bekommen und mehr eingebunden gewesen zu sein. Das Problem ist nur, dass das eine grunds\u00e4tzliche Entscheidung ist und wir zuk\u00fcnftig damit rechnen m\u00fcssen, dass die Geb\u00fchren immer weiter erh\u00f6ht werden.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Norbert Ullrich, zweiter Vorsitzender der Fu\u00dfballer vom SV Hohenlimburg 1910, ist vieles noch unklar. Zum Beispiel, ob f\u00fcr Freundschaftsspiele und Turniere ebenfalls die Geb\u00fchren anfallen. Au\u00dferdem sprach man bei der Stadt zun\u00e4chst von 2,50 Euro Geb\u00fchren f\u00fcr einen Sportplatz pro Stunde, wie der CDU-Bezirksvertreter best\u00e4tigte.<\/p>\n<p>Jetzt soll die Geb\u00fchr jedoch, wie eingangs erw\u00e4hnt, bei 4,32 Euro liegen. Die Zehner nutzen den Natur- und den Kunstrasen im Kirchenbergstadion f\u00fcr den Seniorenbereich 20 Stunden im Monat. Das w\u00fcrde grob gerechnet etwa 3000 Euro Mehrkosten pro Jahr f\u00fcr den SV 1910 ergeben. \u201eEin dicker Batzen f\u00fcr einen Verein, der Sozialarbeit betreibt\u201c, so Ullrich. Bei der Jahreshauptversammlung hat der Vorstand schon eine Beitragserh\u00f6hung angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Hagener Fu\u00dfballvereine<br \/>\n\u201eKein Mensch ist \u00fcber die finanzielle Zusatzbelastung des Ehrenamtes gl\u00fccklich. Man nimmt uns die Luft zum Atmen\u201c, sagt Norbert Ullrich, der darauf hinweist, dass der SV Hohenlimburg 1910 j\u00e4hrlich schon eine f\u00fcnfstellige Summe an Verbandsabgaben (Kreis, FLVW, westdeutscher Fu\u00dfballverband, SSB, LSB) leisten muss.<\/p>\n<p>\u201eEtwas Positives sehen wir aber. Wir finden es gut, dass die Vereine, die keine Jugendarbeit Leisten, zur Kasse gebeten werden\u201c, so Ullrich weiter. Mittlerweile betreibt ein Drittel der Hagener Fu\u00dfballvereine keine Jugendarbeit. Es g\u00e4be, so Ullrich, auch Vereine, die Sportst\u00e4tten blockieren, ohne sie ausreichend zu nutzen. \u201eEine Blockade f\u00fcr Vereine, die dringend eine Sportst\u00e4tte brauchen\u201c, sagt Ullrich. \u201eHier wird sich auch die Spreu vom Weizen trennen.\u201c \u00dcbrigens \u2013 k\u00fcnftig darf auch kein Licht f\u00fcr eine Gruppe, die keine Mindestzahl von 20 Sportlern vorweisen kann, eingeschaltet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik will die Sportst\u00e4ttennutzungsgeb\u00fchr f\u00fcr 2015. 180\u2009000 Euro Einnahmen Von Lutz Risse Hohenlimburg. Die Stadt Hagen nennt es Energie- und Bewirtschaftungsumlage, frei \u00fcbersetzt und f\u00fcr jeden verst\u00e4ndlich: Sportst\u00e4ttennutzungsgeb\u00fchren. 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