{"id":3517,"date":"2017-05-08T06:46:21","date_gmt":"2017-05-08T04:46:21","guid":{"rendered":"http:\/\/handball.tsv-reh.de\/?p=3517"},"modified":"2017-05-08T06:46:21","modified_gmt":"2017-05-08T04:46:21","slug":"heimliches-abschiedsspiel-fuer-handball-ikone","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/handball.tsv-reh.de\/?p=3517","title":{"rendered":"Heimliches Abschiedsspiel f\u00fcr Handball-Ikone"},"content":{"rendered":"<p>Hohenlimburg. Sondertraining vor dem bedeutungslosen Punktspiel? Und dann auch noch das hartn\u00e4ckige Bestehen des Physios Alex Holstein darauf, in der Kabine getaped zu werden? Das alles kam Natalie Funke-Kamann schon ein wenig komisch vor. Aber was dann folgte, war trotzdem eine Riesen\u00fcberraschung f\u00fcr die 42-j\u00e4hrige Handball-Ikone der HSG Hohenlimburg. Als sie aufs Parkett ging, ert\u00f6nte laute Einmarschmusik, str\u00f6mten aus der G\u00e4stekabine \u00fcber ein Dutzend ehemaliger Weggef\u00e4hrtinnen ihre langen Handballerinnen-Laufbahn, die allesamt mit dem T-Shirt Natalie &amp; Friends und der Nummer 99 aufliefen. Darunter befand sich auch ihre Tochter Ann-Cathrin, die in Leipzig lebt, dort nat\u00fcrlich auch Handball spielt. Und es gab sogar etliche eingeweihte Zuschauer, die trotz verschlossenem Haupteingang der Rundturnhalle die Trib\u00fcne bev\u00f6lkerten.<\/p>\n<p><i>Lohn f\u00fcr Organisatoren<\/i><\/p>\n<p>Das breite Grinsen, mit dem Funke-Kamann jede einzelne Spielerin umarmte, verbunden mit ein paar Freudentr\u00e4nen, war f\u00fcr die Organisatoren dieses ungew\u00f6hnlichen Abschiedsspiel der sch\u00f6nste Lohn. \u201eIch bin sehr froh, dass es geklappt hat. So was in aller Heimlichkeit zu organisieren, ist nicht einfach\u201c, strahlte der als sportlicher Leiter der Damen ausscheidende Stephan von den Bergen. Den h\u00e4rtesten Job hatte dabei der Chefcoach. Rolf Funke musste schlie\u00dflich alles tun, damit seine Frau ahnungslos blieb, konnte nur in ihrer Abwesenheit Telefonate f\u00fchren.<\/p>\n<p>Nach einer l\u00e4ngeren Laudatio und Warmmachphase wurde dann tats\u00e4chlich Handball gespielt, wobei der Spa\u00df absolut im Vordergrund stand und Schiedsrichter Otto Bless einen ganz entspannten Abend hatte, auch wenn er sich \u2013 wie alle Spielerinnen und Betreuer \u2013 bei den Ruf \u201eGranate\u201c langgestreckt auf den Boden werfen musste. Wie es sich geh\u00f6rt, erzielte Natalie das erste Tor f\u00fcr die HSG, entwickelte im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit aber viel Wurfpech (dreimal Holz).<\/p>\n<p>Die bis auf die erkrankte Norma Bauer kompletten Hohenlimburgerinnen mussten rasch erkennen, dass die \u201eNatalie-Auswahl\u201c aus Beyer\u00f6hde und Gr\u00e4frath \u00fcber hohes spielerisches Niveau verf\u00fcgte und auch den schnellen Gegensto\u00df beherrschten. So hie\u00df es beim Seitenwechsel nach 25 Minuten 11:18. \u201eDas Spiel muss unentschieden enden\u201c, forderte Rolf Funke in Richtung Zeitnehmertisch, die HSG-Tore in Durchgang zwei doppelt zu z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Immerhin sprangen insgesamt 28 regul\u00e4re Tore heraus, die sich auf Hillebrecht (6), Raabe (4), L. Witte (4), Geitebr\u00fcgge (3), A. Schneider (2), Funke-Kamann (2), L. Funke (2), A. Funke (2), Scheibe-Jochheim (1), A. Witte (1) und Bornemann (1) verteilten. Der R\u00fcckstand reduzierte sich auch deshalb, weil phasenweise der gesamte Kader verteidigte und man zeitgleich zwei Torh\u00fcter einsetzte. Natalie spielte im zweiten Abschnitt f\u00fcr das \u201eFriends-Team\u201c, erzielte, obwohl zwischenzeitlich der eine oder andere \u201eKurze\u201c getrunken wurde, zwei weitere Feldtore und durfte zur Kr\u00f6nung dieser einmaligen Trainingsstunde den letzten Siebenmeter zum 99:99-Endstand verwandeln. \u201eIch bin \u00fcberw\u00e4ltigt. Das ist ein wunderbarer Abschluss meiner Karriere, die mir so viel gegeben hat. Dass ich am Ende noch mithelfen konnte, dass die HSG in die Verbandsliga aufsteigt, hat mir viel bedeutet\u201c, sagte Funke-Kamann und versprach, k\u00fcnftig oft auf der Trib\u00fcne die Daumen zu dr\u00fccken.<\/p>\n<p><i>Highlights der Laufbahn<\/i><\/p>\n<p>Hier die Highlights ihre Karriere: Mit elf Jahren Handball-Einstieg beim Hasper SV.<\/p>\n<p>Mit 17 Jahren erfolgte der Wechsel zu Borussia Dortmund unter Trainer Gustl Wilke mit Aufstieg zur 1. Liga und Europacup-Eins\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Nach der Geburt von Tochter Ann-Kathrin Neueinstieg beim Hasper SV (2. Liga), \u00fcber TuS 03 Hagen ging sie dann zum Wuppertaler Verein TV Beyer\u00f6hde, wo sie ma\u00dfgeblich am m\u00e4rchenhaften Aufstieg von der Oberliga bis in die Erstliga-Aufstiegsrunde beteiligt war. Unvergessen sind dort ihre zehn Tore, die sie trotz doppeltem B\u00e4nderriss in einem entscheidenden Match um den Zweitliga-Verbleib erzielte. Ab 2006 spielte sie f\u00fcr den HSV Solingen-Gr\u00e4frath, wurde dort 2009 Westdeutscher Meister. Im Herbst 2012, als sie eigentlich ihre Laufbahn beendet hatte, stieg sie bei der um den Landesliga-Verbleib k\u00e4mpfenden HSG Hohenlimburg ein und kam nach langer Verletzungspause in der Meistersaison noch zu etlichen Eins\u00e4tzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hohenlimburg. Sondertraining vor dem bedeutungslosen Punktspiel? Und dann auch noch das hartn\u00e4ckige Bestehen des Physios Alex Holstein darauf, in der Kabine getaped zu werden? Das alles kam Natalie Funke-Kamann schon ein wenig komisch vor. 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