Damen spielen nur unentschieden 

Hohenlimburg. Zweites Unentschieden in Folge gegen ein bis dato punktloses Kellerkind: Bei den ersatzgeschwächten Handball-Frauen der HSG Hohenlimburg kam über das 25:25 (15:11) gegen den TuS Drolshagen keine Freude auf, hatten sie doch den Sieg durch eine Vielzahl eklatanter Fehlpässe und unglücklicher Abschlüsse selbst aus der Hand gegeben.

Der Start verlief vielversprechend, denn nach fünf Minuten führte die HSG mit 4:1 – und das, obwohl die doch aus Leipzig angereiste Ann-Cathrin Kamann zunächst ebenso auf der Bank saß wie Kreisläuferin Lena Becker. Mit druckvollen Aktionen aus dem Rückraum gelang es den Hohenlimburgerinnen, Drolshagens Abwehr auszuhebeln. Vor allem Carina Voß war mit ihren Schlagwürfen in schöner Regelmäßigkeit erfolgreich. Weil aber die Versuche, die Kreisläuferin einzusetzen, allzu oft mit Ballverlusten endete, zudem das Rückzugverhalten gegen die kleine Linksaußen Heidbüchel (9) ungenügend war, stand es nach 20 Minuten 9:9.In der Schlussphase der ersten Hälfte aber setzte sich die HSG ab. Annika Witte (zwei Siebenmeter), Becker und Kamann sorgten für das 15:11 (28.).

Zerreißprobe

Doch wie gewonnen, so zerronnen. Der Einstieg in Halbzeit zwei wurde zur Zerreißprobe auch für die Nerven der Zuschauer, denn gegen die jetzt früh die HSG-Rückraumachse attackierenden Drolshagenerinnen reihte sich ein missglückter Pass Richtung Kreis an den anderen. Der bereits dritte vergebene Siebenmeter, dazu Pfostenknaller von der in Sonderbewachung genommenen Kamann – es schien sich alles gegen die Gastgeberinnen verschworen zu haben. Voss beendete den „Spuk“ zum 16:17, die Struktur im Kombinationsspiel nahm wieder zu. Und weil Lisa Witte einige sehenswerte Paraden bot, schien die HSG, obwohl sie bei doppelter Unterzahl einen Gegentreffer kassierte, doch noch auf die Siegerstraße abzubiegen. Kamanns 24:21 (51.) führte allerdings dazu, dass Drolshagen noch früher attackierte. Plötzlich war Nadine Kling in der Position, kluge Entscheidungen treffen zu müssen, was ihr an diesem Abend einfach nicht gelang. Nach Heidbüchels Dreierpack war der Vorsprung dahin. In der 58. Minute fiel sogar das 24:25. Hohenlimburg atmete auf, als Annika Witte in Überzahl wenigstens noch der Ausgleich gelang.

HSG: L. Witte (J. Schneider); Voß (9), Witte (6/4), Becker (4), Kamann (3/1), Raabe (2), Geitebrügge (1), Kling, A. Funke, Scheibe-Jochheim.

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