Vorjahressieg nicht wiederholt

Hohenlimburg. Die Handball-Herren der HSG Hohenlimburg konnten ihren Vorjahrescoup bei der TG RE Schwelm nicht wiederholen und kassierten gestern Abend eine 26:29 (8:15)-Niederlage, die in erster Linie auf eine extrem schwache erste Hälfte zurückzuführen war.

„Wir haben keine Einstellung zum nur leicht eingesprühten Ball und den Gegner gefunden“, haderte Trainer Sascha Maystrenko. Bis zum 3:3 (8.) lief es noch halbwegs, aber dann häuften sich die Ungenauigkeiten im Abspiel und Abschluss, was wiederum die Schwelmer zu einigen einfachen Gegenstoßtoren nutzen konnten. Über 6:3 (10.) konnte die TG auf 11:4 (22.) davonziehen, weil Hohenlimburg auch defensiv zu viele Lücken offenbarte. Auch Keeper Marco Fritzsche konnte gegen seine alten Teamgefährten wenig ausrichten, machte nach 20 Minuten für René Kind Platz. Hinzu kam die schwache Tagesform von Felix Bauer, der ja in den ersten vier Spielen jeweils der deutlich beste HSG-Akteur gewesen war, sich aber diesmal mit zwei Treffern begnügen musste. Beim 5:14 (25.) drohte den Gästen eine herbe Klatsche. Doch dann fingen sie sich und deuteten ihre wahren Fähigkeiten an. Angeführt von Nico Tsolakis und Jonas Bovensmann, kämpfte sich Hohenlimburg Tor um Tor heran. Jannik Hollatz und Timo Waschk trafen sogar in Unterzahl, so dass beim 13:17 wieder Hoffnung auf eine enge Endphase bestand. Schwelm antwortete zum 24:17, aber Bauer, Waschk und Cedrik Truss hielten die Hoffnungen mit ihrem Dreierpack aufrecht.

Aufholjagd kostet Kraft

„Die Aufholjagd hat zu viel Kraft gekostet“, resümierte Maystrenko, der spätestens mit dem 27:21 (57.) wusste, dass er bei Spielende seinem Kollegen Jörg Rode zu gratulieren hatte.

HSG: Fritzsche (20. Kind); Toslakis (10/4), Bovensmann (5), Waschk (4), Bauer (2), Hollatz (2), Döscher (1), Maschin (1), Truss (1), Fritzenwanker, Hell. 

RE-Tore: Köhrer (7/2), Mperzigiannis (6), Möller (4), Fähmel (3), Kleinschmidt (3/3), Göbel (2), Meuren (2), Thäsler (2). bg

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