Maystrenko-Team will nachlegen

Landesliga-Handballer der HSG Hohenlimburg erwarten VfS Warstein. Beide Teams ohne ihre besten Torschützen. Verbandsliga-Frauen gegen ASV Hamm

Bernd Großmann

Hohenlimburg. Handball-Großkampftag in der Rundturnhalle. Ab 14 Uhr kämpfen am heutigen Samstag drei Herrenteams zum Teil enorm wichtige Punkte für den Klassenverbleib, ehe es zum abschließenden Auftritt der Verbandsliga-Frauen kommt.

Den Auftakt machen die Kreisliga-Herren um Jan Heider, die gegen die Routiniers des TV Westfalia Halingen II klar in der Außenseiterrolle sind.

Das größte Publikumsinteresse dürfte das um 17.30 Uhr beginnende Landesliga-Kreisduell zwischen der HSG-Ersten und dem VfS Warstein anlocken. Nach dem Zittersieg in Arnsberg will die HSG unbedingt nachlegen und sich zum Hinrundenausklang mit einem Heimsieg weiter von der Abstiegszone entfernen.

Druckvoller Rückraum

Hüben (Felix Bauer) und drüben (Lars Schorlemer) fehlen die torgefährlichsten Schützen. Der Gast muss zudem wie zuletzt beim 25:28 gegen Volmetal II auf die Spielmacher Matthias Reinscheid und Leonard Simon verzichten, verfügt aber über einen enorm druckvollen Rückraum. Vor allem der Halblinke Philipp Schröder, der gegen Volmetal nur 16 Versuche für seine 13 Tore (damit Rang zwei der Torjägerliste) ist zu beachten. Da Warstein aber große Schwächen am Kreis und den Flügeln hat, kann die HSG ihr Deckungszentrum verdichten und die Wurfauswahl der Gäste, deren Youngster nur ungern mit geharztem Ball spielen, erschweren.

„Wenn wir so starten wie Arnsberg, wird das nichts, Wir müssen von Beginn an hellwach sein und versuchen, dem Gegner den Schneid abzukaufen. Natürlich sind wir nicht so wurfgewaltig aus dem Rückraum wie Warstein, aber dafür deutlich ausgeglichener besetzt und von allen Positionen torgefährlich“, hofft HSG-Coach Sascha Maystrenko, dass die größere mannschaftliche Geschlossenheit den Ausschlag gibt. Ob neben Bogdan und Philipp Wittke auch die „Arnsberg-Sieger“ Dario Goebels und Marc Geisler, die sich dadurch festspielen würden, zum Zuge kommen, ließ Maystrenko offen.

Dass die vermeintliche Neuansetzung des Spiel gegen Aufsteiger HVE Villigst-Ergste, der am Donnerstag ein Nachholspiel gegen den TV Olpe mit 30:27 gewann, noch nicht terminiert wurde, liegt an einem Einspruch der HSG, die sich gute Chancen ausrechnet, dass in der Berufung zu ihren Gunsten entschieden wird. Ein Schiedsrichter-Fehler (hier fälschlicherweise Ballbesitz für die HSG nach zu spät ertönten Auszeit-Pfiff beim Stande von 26:25) führt nämlich laut den Verbandsregularien nur zu einer Neuansetzung, wenn dadurch dem benachteiligten Team eine hochprozentige Torchance verwehrt wird. Staffelleiter Andreas Tiemann hat das Ergebnis deshalb noch nicht aus der Tabelle entfernt.

Ohne Torfrau Lisa Witte

Die geringsten Sorgen, die Klasse zu halten, muss sich das Verbandsliga-Frauen-Team machen. Obwohl Trainer Mike Ruppenstein über weite Strecken der Hinserie eine Vielzahl von Stammspielerinnen ersetzen musste, steht die HSG im gesicherten Mittelfeld und kann sich relativ locker an die Aufgabe machen, heute ab 19.15 Uhr dem ASV Hamm-Westfalen Paroli zu bieten. Die Personallage hat sich durch das beim achtbaren 19:23 in Witten erfolgte Comeback von Norma Bauer ein wenig entspannt. Ann-Cathrin Kamann ist vor Ort, auch Nina Hillebrecht will versuchen, der Mannschaft zu helfen. Fehlen wird hingegen die in Witten überragende Torfrau Lisa Witte, für die Janine Schneider einspringt.

Keine Bonuspunkte für die HSG-Reserve in Lüdenscheid

Handball: 41 Gegentreffer sind zu viel für die Bezirksliga-Frauen. Drittvertretung in Arnsberg lange auf Siegkurs

Bernd Großmann

Hohenlimburg. Die erste Herrenmannschaft war die einzige der HSG Hohenlimburg, die zum Handball-Start ins neue Jahr ein Erfolgserlebnis verbuchen konnte. Das Spiel der „Vierten“ in Bösperde fiel aus, die übrigen Teams gingen leer aus.

Bezirksliga: HSG Lüdenscheid II – HSG II 26:21 (13:11). Ohne die weiterhin verletzten Menge und Dralus sowie die in der „Ersten“ so furios aufspielenden Geisler und Goebels kämpften die Hohenlimburger vergeblich um Bonuspunkte für den Klassenverbleib. Ihre Lage als Viertletzter hat sich aber nicht verschlechtert, da auch die drei Kellerkinder aus dem Siegerland (Ferndorf III, Fellinghausen und Netphen) keinen Zähler holten. Lüdenscheid begann stärker, führte mit 3:1 und 5:2, aber der Gast wusste sich zu steigern. Schachulski beendete eine Viererserie zur eigenen 10:9-Führung, doch zur Pause lagen wieder die Bergstädter vorne. Bis zum 15:14 (40.) blieb Hohenlimburg auf Augenhöhe, doch die schlechte Chancenverwertung und bescheidene Torhüterleistungen wirkten sich entscheidend aus. Die kurze Aufholjagd endete beim 20:18 (52.), dann trafen die von Gruber (6/2), Mühlbauer und Plischka (je 5) angetriebenen Lüdenscheider dreimal in Serie. „Wir müssen aktuell damit leben, Spieler zur Ersten abzustellen und deshalb eigene Siegchancen zu minimieren. Erst wenn die gerettet ist, können wir wieder auf uns schauen“, meinte der verletzte Trainer Faruk Brahimi.

HSG II: B. Wittke (4), Schachulski (3), Döscher (3/1), P. Wittke, M. Hell, Vartmann (je 2), Hardam, Raeder (je 2/1), Jochheim (1).

Kreisliga: TV Arnsberg II – HSG III 26:21 (11:13). Das Endergebnis täuscht gewaltig, denn lange Zeit steuerte der heimische Aufsteiger auf Siegkurs, schlug sich aber mit unter anderen vier ausgelassenen Strafwürfen selbst. Nach dem 5:3 kam er besser ins Spiel, übernahm zum 5:6 die Führung, die er kontinuierlich bis auf vier Tore (8:12, 13:17) ausbaute. Vor allem Routinier Jan Heider und Fabian Richter erwiesen sich als treffsicher, doch gegen die nun konzentriertere TVA-Abwehr wollte nach der 38. Minute so gut wie nichts mehr gelingen. Ein mickriges Tor in den folgenden 20 Minuten war deutlich zu wenig, so dass Arnsberg auf 23:18 davon zog.

HSG III: Heider (6/1), F. Richter (5), Arns (4/1), T. Hell (3/1), L. Richter, A. Richter, Göbel (je 1).

Damen-Bezirksliga: HSG II – SG Attendorn/Ennest 31:41 (15:22).

Vorne hui, hinten pfui – so lässt sich die Leistung der HSG-Damen beschreiben. Für den diesmal ohne Verstärkung von oben auskommenden Abstiegskandidaten waren die 31 Treffer eine stolze Ausbeute, doch dem stand gleichzeitig eine Rekord-Gegentorquote entgegen. Die schnell spielenden Gäste übernahmen früh (3:6, 9.) das Kommando. Die von Melanie Weinand gecoachte HSG arbeitete sich zwar auf 7:9 heran, geriet in den folgenden zehn Minuten aber völlig aus der Bahn und wusste nach dem 10:20 (25.), dass es nur noch um Ergebniskosmetik gehen konnte. Ein guter Start in Halbzeit zwei führte durch die überragende Markmeyer zum 21:26 (40.), doch im weiteren Verlauf legte das nicht zu stoppende SG-Dreigestirn Saure (14/6), Benninghaus (10) und Reuber (8) wieder zu.

HSG II: Markmeyer (16/4), Dehmke (5), Buchholz (4), L. Bornemann (3), Crummenerl, Herbel, S. Betchen (je 1).

Schwächen direkt vor und nach der Pause

Handball: HSG-Frauen 19:23 bei ETSV Witten

Bernd Großmann

Hohenlimburg. Die Verbandsliga-Handball-Frauen der HSG Hohenlimburg sind mit der erwarteten Niederlage ins neue Jahr gestartet. Auch wenn die personelle Besetzung überraschend positiv ausfiel, weil sich Nina Hillebrecht und Norma Bauer einsatzbereit meldeten, reichte es nicht ganz, um die routinierte Spitzenmannschaft des ETSV Witten ernsthaft in Verlegenheit bringen. Am Ende hieß es 23:19 (8:8) für den neuen Tabellenführer.

Konzentrierter Start

Eine Schwächephase direkt vor und nach der Pause verwischte den guten Eindruck, den die HSG in den ersten 25 Minuten erweckt hatte. Mit konzentriertem Start hatte sich das Team von Mike Ruppenstein zum 4:1 abgesetzt und lag bis zum 8:6 in Front, was nicht zuletzt an der Topform von Torfrau Lisa Witte lag. Witten glich jedoch bis zum Seitenwechsel aus und zog über 11:8 auf 16:9 (40.) davon.

Der HSG war also in 15-minütiger Spielzeit nur ein Treffer vergönnt, da sich die Rückraumkräfte gegen die stabile Wittener Abwehr kaum noch durchzusetzen vermochten. „Irgendwie war der Wurm drin. Wir haben uns reichlich Fehlpässe erlaubt und waren auch in der Rückwärtsbewegung nicht schnell genug, so dass wir uns einige Konter gefangen haben“, so Ruppenstein.

Gute Moral der HSG

Es spricht für die Moral der Hohenlimburgerinnen, dass sie nach dem 12:21 (47.) den Schalter umlegen und mit einer Fünfer-Serie zum 17:21 (57.) deutlich Schadensbegrenzung betreiben konnten. „Man merkte etlichen Spielerinnen ihren großen Trainingsrückstand an. Das Spiel macht aber Mut für die weiteren Aufgaben“, resümierte Ruppenstein.

HSG: L. Witte; Becker (5/2), Scheibe-Jochheim (4), A. Witte (4), Bauer (2), Kamann (2), Hillebrecht (1), A. Funke (1), Geitebrügge, Markmeyer, Voß, Krüger, Herbel. bg

Sonderlob für Torgarant Goebels

Handball: Landesliga-Herren der HSG Hohenlimburg feiern wichtigen 30:27-Sieg beim Schlusslicht TV Arnsberg. Starke Schlussphase nach schwachem Start

Bernd Großmann

Hohenlimburg/Arnsberg. Was für eine Achterbahnfahrt: Nur dank einer starken Schlussphase lösten die Landesliga-Handballer der HSG Hohenlimburg ihre Pflichtaufgabe bei Schlusslicht TV Arnsberg, durften am Ende einer kampfbetonten und temporeichen Partie mit 30:27 (14:18) den ersten Auswärtssieg bejubeln und sich angesichts der Niederlagen vom kommenden Gast VfR Warstein und Schwerte/Westhofen als Gewinner im Abstiegskampf fühlen

Zwischenzeitlich sah es allerdings ganz böse aus für das Team von Sascha Maystrenko. Die zuletzt so gelobte Abwehr ließ gegen die im Rückraum limitierten Arnsberger viele Wünsche offen, ließ sich immer wieder ausspielen.

Auszeit nach zwölf Minuten

Schon nach zwölf Minuten und bedrohlichem 3:8-Rückstand nahm Maystrenko eine Auszeit, um seine Schützlinge wach zu rütteln. Vor allem die etatmäßigen Stammkräfte, angefangen über Keeper Marco Fritzsche bis zu den Rückraumkräften „Pele“ Arlt, Jonas Bovensmann und Timo Waschk, blieben völlig wirkungslos.

Da auch der linke Flügel mit Tom Maschin und „Pico“ Marks keinen Treffer beisteuern konnte, drohte ein Debakel, aber die „Joker“ Marc Geisler und Dario Goebels hielten mit dem die Siebenmeter sicher setzenden Cederik Truss die Hoffnungen aufrecht. Nach 27 Minuten führte der TVA noch mit 16:10, doch im zweiten Abschnitt rissen sich die Hohenlimburger zusammen.

Erster Landesliga-Einsatz

Insbesondere der Halblinke Goebels trumpfte bei seinem ersten (!) Saisoneinsatz für das Landesliga-Team groß auf. Er sorgte mit drei Treffern am Stück für den ersten Ausgleich zum 21:21 (40.). Die Wende war dies aber noch nicht. Der von T. Eberhard (7/3) und P. Mähl (6/3) angetriebene TVA setzte sich nochmals auf zwei Tore ab, durfte nach dem 26:24 durch Kreisläufer Erpelding (4) weiter vom ersten Saisonsieg träumen. Aber die Kräfte der Arnsberger, die ja Mitte der Woche auch den Rücktritt von Trainer Ragulan Srijeevaghan verdauen mussten, ließen jetzt spürbar nach. Goebels wurde zwar durch Manndeckung gebremst, doch dafür gab es jetzt mehr Platz für Kreisläufer Jannik Hollatz. Mit vier Treffern in Serie zum 28:24 (55.) bog die HSG das Match um und rettete sich in der hektischen und mit vielen Fehlern behafteten Endphase durch zwei Feldtore von Truss ins Ziel.

„Wir waren lange Zeit zu passiv, haben aber noch rechtzeitig die Kurve bekommen. Die Mannschaft hat, als es darauf ankam, Charakter gezeigt“, kommentierte ein sichtlich erleichterter Maystrenko, der seinem unerwarteten Hauptschützen ein Sonderlob aussprach: „Dario hat das sehr gut gemacht.“

HSG: Fritzsche (23. Kind); Goebels (9), Truss (7/5), Geisler (6), Hollatz (4), Hell (4), Arlt, Waschk, Maschin, Marks, Döscher.

HSG-Sieben vor „kleinem Endspiel“

Handball: Landesligist HSG Hohenlimburg heute beim Schlusslicht TV Arnsberg zu Gast. Verbandsliga-Frauen morgen zum Tabellendritten ETSV Witten

Hohenlimburg. Die Handballer der HSG Hohenlimburg werden gleich zu Beginn des neuen Jahres auf Herz und Nieren geprüft. Die beiden letzten Hinrundenspiele in Arnsberg und gegen Warstein sind nämlich im Landesliga-Abstiegskampf von enormer Bedeutung. „Wenn wir halbwegs beruhigt in die zweite Serie gehen wollen, müssen wir eigentlich beide Spiele gewinnen“, meint Trainer Sascha Maystrenko.

Wenn es nicht gerade eine Punkteteilung gibt, wird heute (Anwurf 18 Uhr) eine Serie reißen, denn Schlusslicht TV Arnsberg hat noch gar kein Match gewonnen, die HSG seit dem Auftaktremis in Lüdenscheid dem Gegner auswärts stets gratulieren müssen.

Personelle Sorgen

Personelle Sorgen haben beide Teams gleichermaßen. Aber während der TVA die Abgänge von Christian Lehnert (berufliche Überlastung), Jonas Erk (wechselte im Winter zur DJK Bösperde, bei der Hohenlimburg sein Nachholspiel am 15. Februar austragen wird) und Torjäger Johannes Dame (derzeit als Pferdetrainer in Vorderasien) nur durch Akteure der A-Jugend und Kreisliga-Reserve kompensieren kann, helfen bei der HSG, die ja auf Felix Bauer und Nikolas Tsolakis verzichten muss, gestandene Akteure wie Marc Geisler und Dario Goebels aus. Zudem könnte auch noch der eine oder andere Spieler aus der Zweitgarnitur, die um 15.45 Uhr ihr Bezirksliga-Match bei der HSG Lüdenscheid II bestreitet, hinzustoßen.

„Wir sind gewarnt. Ein Selbstläufer wird das nicht, auch wenn meine Jungs durch ihre Auftritte beim eigenen Turnier Selbstvertrauen gezogen haben“, nutzt Maystrenko das jüngste Arnsberger Remis gegen Hagen III, um seine Schützlinge zu fokussieren: „Wir müssen dieses Match wie ein kleines Endspiel angehen. Je mehr wir uns in der Abwehr ins Zeug legen, desto leichter wird es, diesen Pflichtsieg einzufahren.“

Lautstarke Unterstützung

An lautstarker Unterstützung dürfte es nicht fehlen, zumal die HSG-Dritte um 16 Uhr das Kreisliga-Vorspiel gegen die TVA-Reserve bestreitet. Auch die vierte Mannschaft ist in der 2. Kreisklasse im Einsatz, gastiert am Sonntag (15 Uhr) beim verlustpunktfreien Spitzenreiter Bösperde III.

Alles andere als wunschgemäß verlief die lange Vorbereitungsphase auf den zweiten Teil der Saison für die Verbandsliga-Frauen der HSG. Beim eigenen Turnier waren sie aufgrund des Ausfalls aller Leistungsträger nur Punktelieferant, die geplante Generalprobe gegen den Lüner SV wurde vom Gast abgesagt.

Voß und Kamann helfen

„Wir sind schon ziemlich gebeutelt, aber jammern hilft nicht“, meint Trainer Mike Ruppenstein vor dem schweren Gastspiel am Sonntag (16 Uhr) beim Tabellendritten ETSV Witten. Er muss weiterhin auf Stammkräfte wie Anna-Lena Schneider, Nina Hillebrecht, Jennifer Tille, Vanessa Raabe und Norma Bauer, die sich allerdings wieder in Aufbautraining befindet, verzichten. „Wir geben uns aber nicht von vorneherein geschlagen“, betont Ruppenstein seinen Ehrgeiz, die daheim noch verlustpunktfreien Wittenerinnen herausfordern zu wollen. Immerhin sind Carina Voß und Ann-Cathrin Kamann dabei, was die Durchschlagskraft des Angriffs deutlich erhöht.

Aus der Reserve rücken Julia Herbel und Nadine Krüger nach, die heute (19.15 Uhr) natürlich auch im Bezirksliga-Aufgebot im wichtigen Heimspiel gegen die SG Attendorn/Ennest stehen.

wD verteidigt den Turniersieg 2018 in Schwerte

Die weibl. D-Jugend der HSG Hohenlimburg konnte sich am Samstag, beim Neujahrsturnier der HSG Schwerte-Westhofen, wie schon im Vorjahr, als E-Jugendliche, durchsetzen und den Turniersieg feiern.

Bedingt durch Ferien und Krankheit mussten wir mit nur einer Auswechselspielerin antreten. Das war eine anstrengende Aufgabe, die die jungen Löwinnen aber mit viel Ehrgeiz (den begehrten Pokal immer im Auge), Teamgeist und tollem Handball großartig gelöst haben. Mit 3 Siegen und einer knappen Niederlage gelang den Mädchen ein toller Start in das neue Handballjahr. Viel Lob ernteten die Spielerinnen von der Trainerin und den mitgereisten Fans. Vielen Dank an die HSG Schwerte-Westhofen für die Ausrichtung des gut organisierten Turniers.

„All Stars“ sorgen für faustdicke Überraschung

Handball, Kempa-Löwen-Cup der HSG Hohenlimburg: Heimische Teams verpassen die Endrunde

Bernd Großmann

Hohenlimburg. Mit einer faustdicken Überraschung begann das Handball-Herrenturnier der HSG Hohenlimburg um den Kempa-Löwen-Cup: Das 12:12-Remis, mit dem der arg ersatzgeschwächte Gastgeber in der gut besuchten Rundturnhalle gegen den Oberligisten Soester TV eröffnete, war aber nicht das einzige unerwartete Ergebnis.

Wer hätte schon gedacht, dass Drittligist TuS Volmetal schon in der Vorrunde die Segel streichen würde? Und auch das Endergebnis verblüffte, denn die Siegertrophäe hielt keine der eingespielten Mannschaften, sondern das von „Duke“ Manke und Henning Becker gecoachte All-Star-Team in die Höhe. Das Turnier diente gleichzeitig der Fortbildung der westfälischen Schiedsrichter-Gilde, die mit sechs Gespannen angereist war.

Als klassentiefste Mannschaft nahm die HSG von vorne herein die Außenseiterrolle ein. Und da Trainer Sascha Maystrenko gerade mal zwei Auswechsel-Feldspieler, nämlich Bogdan Wittke und den schon 44-jährigen Faruk Brahimi aus der Bezirksliga-Reserve aufbieten konnte, schien es im Auftaktmatch gegen Soest eigentlich nur darum zu gehen, die Niederlage in Grenzen zu halten.

Maystrenko-Team kämpft

Dass Jonas Bovensmann mit einem spektakulären Dreher zum 3:3 ausglich, war jedoch ein erstes Ausrufezeichen. Gegen die längenmäßig klar bevorteilten, zudem wesentlich schneller kombinierenden Schützlinge von Dirk Lohse gefiel die HSG mit hoher Kampfkraft. „Pico“ Marks verkürzte mit einem Heber zum 5:7, Brahimi machte einen Siebenmeter-Fehlwurf im nächsten Versuch zum 7:9 wett. Entscheidend für die völlig unerwartete Wende aber war die Topform des eingewechselten Keepers René Kind, der vier glasklare Chancen der Soester zunichte machte. Seine Vorderleute verdauten sogar eine doppelte Unterzahl, trafen fünfmal in Serie und standen nach Brahimis 12:10, bei dem er sich allerdings am Oberschenkel verletzte, sogar dicht vor dem Sieg. Mit offener Manndeckung kam der STV dann noch zu drei Ballgewinnen, musste sich aber mit einem peinlichen Unentschieden begnügen.

Verbandsligist VfL Eintracht Hagen II hatte sich dieses Match genau angeschaut. Trainer Rainer Hantusch wählte gegen die ja nur noch mit sieben Feldspielern bestückte HSG genau die richtige Taktik, ließ seine Schützlinge nach Ballgewinne mit Höchsttempo auf die Abwehr der läuferisch überforderten Hausherren zusteuern. Über 8:4 und 11:6 verschaffte sich der VfL ein beruhigendes Polster, aber Schwächen vom Siebenmeterpunkt (alle drei Gelegenheiten wurden zum Teil kläglich vergeben) und Nachlässigkeiten in der Abwehr sorgten dafür, dass die unermüdlich fightenden Hohenlimburger trotz der Roten Karte für Marks und doppelter Zeitstrafe für Wittke bis zum 14:17 auf Tuchfühlung blieben. Mit einem finalen Dreierpack gelang dann doch ein standesgemäßer 20:14-Erfolg. Es sollte allerdings der einzige bleiben, denn im Gruppen-Endspiel gegen Soest (13:21) lief kaum etwas zusammen. Und auch im Halbfinale gegen die Kempa All Stars lief der VfL ständig hinterher, musste sich letztlich mit 16:19 geschlagen geben.

Endstation für TuS Volmetal

Für den mutmaßlichen Turnierfavoriten TuS Volmetal war sogar schon nach zwei halbstündigen Einsätzen Endstation. Die Schützlinge von Chefcoach Michael Wolf fanden gegen das Verbandsliga-Spitzenteam des TuS Bommern nicht die richtige Einstellung und scheiterten aufgrund ihrer miserablen Chancenverwertung mit 10:12. Da Bommern anschließend mit 16:20 gegen die All-Stars verlor, bestand zwar noch eine Chance auf das Halbfinale, doch gegen die All-Stars um Keeper „Matze Kohl“ wurde der Sieg in der Schlussphase vergeben, durfte sich der TuS nach dem enttäuschenden 13:13 schon auf die Players Party im Werkhof einstellen.

Spannend ging es in Vorschlussrundenmatch zwischen Soest und Bommern zu. Erst im zweiten Siebenmeter-Werfen behielt der Oberligist mit 22:21 die Oberhand, schien dabei aber einige Kraft eingebüßt zu haben. Die „betagten“ All-Stars hingegen verblüfften im Finale mit großem Spielwitz sowie erstaunlicher Kondition und setzten sich souverän mit 16:9 durch.

Erwartete Resultate bei Frauen

Das letzte Match in der Rundturnhalle blieb allerdings den Finalistinnen des ansonsten in der Turnhalle Wiesenstraße abgehaltenen Frauen-Turniers vorbehalten. Hier gab es durchweg erwartete Resultate, hatten sich die Oberligisten ASC Dortmund (16:10 über das All-Star-Team) und HC TuRa Bergkamen (20:19 nach Siebenmeter-Werfen gegen Verbandsligist TuRa Halden-Herbeck) ins Endspiel geworfen. Dort war das junge und tempostarke ASC nicht zu stoppen und siegte mit 16:10.

Über die Ergebnisse der HSG Hohenlimburg sollte man nur wenige Worte verlieren. Da fast die gesamte Verbandsliga-Truppe fehlte, die zahlreichen Bezirksliga-Akteurinnen mit dem ungewohnt geharzten Ball nicht zurecht kamen, setzte es gegen Nachbar Halden-Herbeck (7:18) und den ASC (4:17) deftige Niederlagen. „Wir waren heute nicht konkurrenzfähig“, räumte Trainer Mike Ruppenstein ein.

Zum Kempa-Löwen-Cup der HSG Hohenlimburg haben wir eine Fotostrecke im Internet zusammengestellt: www.wp.de/sport/lokalsport/hagen

wB2 + wC2: Klein gegen Groß!

Klein gegen Groß! Weibliche B2+C2 mit einem besonderen letztem Training

Sonst sitzen die Eltern der Handballkinder auf den Tribünen sämtlicher Hallen, feuern ihre Schützlinge an. So manch einem gehen da auch schon mal die Nerven durch, da wird auch gemeckert und sich geärgert, wenn der Schützling nicht so Handball spielt, wie es die „Theorie“  hergibt. Sicher einfach von der Tribüne aus! Das Trainergespannt Silke Kreinberg und Stefan von den Berger griffen genau diesen Gedanken auf.

Das letzte Training der weiblichen B2 und C2 sollte nun ein besonderes Training für die Mädchen werden: Die Handballerinnen traten gegen ihre eigenen Eltern an. Mit 14 Müttern und Vätern gab es hohe Beteiligungsresonanz seitens der Eltern, die kampfsicher bereit waren, sich den Mädchen zu stellen. Schnell stellte sich bei den ersten Aufwärmübungen in Form eines Biathlon heraus , dass die Eltern den Willen, jedoch nicht immer ganz die Schnelligkeit und Kondition hatten.

Gespielt wurde 3 mal 15 Minuten. Die HSG Mädchen gingen schnell in Führung. Bei einem STand von 5:0 passierte es dann: das erste Tor für die Eltern. Die technisch besser versierten Handballerinnen überholten die Eltern.  Am Ende gewannen die Mädchen 18:8, wobei das Torverhältnis überhaupt keine Bedeutung hatte: der Spass stand im Vordergrund und den hatten die Mädchen und die Eltern miteinander! Gemeinsam stark!

(Quelle: Eleni Dewenter)

Das personelle Puzzlespiel bei HSG-Handballern geht auf

Bezirksliga-Reserve mit wichtigem 35:31-Erfolg gegen Gevelsberg-Silschede. Allrounder Benny Hell mit Sahnetag

Bernd Großmann

Hohenlimburg. Die Handball-Bezirksliga-Herren der HSG Hohenlimburg konnten dank personeller Verstärkungen einen wichtigen Siege im Kampf um den Klassenverbleib landen.

Herren-Bezirksliga: HSG Hohenlimburg II – HSG Gevelsberg-Silschede II 35:31 (15:12). Die Hausherren standen vor der schwierigen logistischen Aufgabe, den so wichtigen fünften Saisonsieg mit möglichst wenig Substanzverlust einzufahren, da ja alle Leistungsträger anschließend in der „Ersten“ benötigt wurden. Obwohl Goalgetter Dario Goebels krankheitsbedingt fehlte, ging das personelle Puzzlespiel von Trainer Faruk Brahimi voll auf. Das lag vor allem an Allrounder Benny Hell. Der meist auf dem Flügel eingesetzte Routinier erwischte auf halblinks einen Schokoladentag, traf quasi nach Belieben und durfte nach 47 Minuten und einer Zeitstrafe wegen Meckerns mit der Vorbereitung aufs Landesligamatch beginnen.

Stark spielten auch Keeper Marco Fritzsche sowie die Flügelspieler „Pico“ Marks und Marc Geisler auf. Und das war auch nötig, denn die Gevelsberger erwiesen sich als temporeiche Mannschaft, die jeden gegnerischen Fehler in einen Schnellangriff ummünzten und selbst, als beim 27:18 (42.) oder 32:25 (53.) die Messe gelesen schien, keinen Deut nachgaben. Immer wieder bemühten sich die Gäste, dem Match doch noch eine Wende zu geben, doch wenn es knapp zu werden drohte, erhöhte Hohenlimburg seine Konzentration im Abschluss. Nach dem 6:5 bei fünf Hell-Treffern gelang dem Aufsteiger ein erster Zwischenspurt zum 11:5 (19.). Näher als auf drei Tore (14:11, 18:15) ließ man den Tabellennachbarn nicht herankommen.

Brahimi entspannt

„Ich bin sehr froh, dass wir diese Aufgabe letztlich souverän gelöst haben. Aber die Liga können wir ja nur halten, wenn auch die Erste drinbleibt“, war Brahimi erst nach den weiteren 60 Spielminuten des Landesligateams wirklich entspannt.

HSG: Fritzsche, Schmidt; B. Hell (16/2), Geisler (6), Marks (4), T. Hell (3), Hardam (3/2), Schachulski (1), Waschk (1), B. Wittke (1), Raeder, P. Wittke, Jochheim.

Mädchen C1 mit viel neuer, positiver Erfahrung!!

wC-Jgd. Oberliga Vorrunde
BV Borussia Dortmund-HSG Hohenlimburg  31:17 (18:7)
Auch wenn das Ergebnis eine andere Sprache spricht, konnten die Mädchen am letzten Spieltag der Oberliga -Vorrunde doch hochzufrieden sein.
Nach der einzigen Führung im Spiel zum 0:1 überrollten die Dortmunderinnen die Löwinnen zunächst mit ihrem Tempospiel bis zum 11:2. Die Mädchen erstarrten vor dem mächtigen Gegner.
Nach einer Auszeit legten die Mädchen den Respekt ab und überzeugten durch schöne Spielzüge und präzise Würfe.
In der zweiten Halbzeit standen sich fast gleichwertige Gegner gegenüber, auch die verstärkte Deckungsarbeit zeigte bei den Dortmunderinnen ihre Wirkung.
Die 2. Halbzeit ging so nur mit drei Toren (13:10) an die Borussia und die Mädchen konnten aus dem Spiel ein positives Fazit ziehen, zumal Sophia Geuß, Lilly Roemmich und Isabel Schröder krankheitsbedingt fehlten.
Im Januar starten die Mädchen mit viel neuer Erfahrung aus der Oberliga-Vorrunde in die Landesliga!!
Es spielten:
Laetitia Stolzheise, Lina Gottschalk (3), Sara Recber, Janice Nottebohm, Mila Drechsler (8), Noemi Weldon (2), Fiona Menzel (1), Kübra Göktürk (1), Zora Pfeil, Amani Azek (2).

Top