Weibl. E Jugend (09/10) belegt Platz 2 in Aplerbeck

Beim Jugendturnier am 01.07.2018 des VfL Aplerbeckermark überzeugt unsere weibl. E Jugend durch mannschaftliche Geschlossenheit und gute Leistungen. Nach Siegen gegen den TuS Westfalia Hombruch (4:2) sowie SV Heißen Mühlheim an der Ruhr (6:4) mussten sich unsere Mädels dem späteren Turniersieger ASC 09 Dortmund (1:4) geschlagen geben. Zum Abschluss gelang noch ein klarer Sieg gegen die  weibl. E Jugend des Turnierausrichters. Zusammenfassend standen 3 Siege und eine Niederlage auf dem Zettel.

Mit dem sicheren Bewusstsein, einer guten Torhüterin (Leni) im Rücken versuchten unsere Spielerinnen den Ball über sicheres Kurzpassspiel nach vorne zu tragen. Die Mannschaft spielte in wechselnden Aufstellungen mit Vivien, Lara, Miriam, Lina, Finja, Samra, Julia, Matilda und Sayuri und zeigte auch in der Abwehr gute Leistungen. Das Spielform der Mädels nimmt langsam Formen an.

Neben dem Erfolg stand vor allem der Spass am Spiel sowie der Mannschaft im Vordergrund. (UND DEN HATTEN WIR)!
Weiter so Mädels.

Quelle: St. Hartmann

16 Gegentore sind Trainer Köster zu viel

Hohenlimburg. Für die Handball-Damen der HSG Hohenlimburg entwickelte sich das Freundschaftsspiel beim klassenhöheren Oberligisten HC TuRa Bergkamen wie erwartet zu einem echten Härtetest, denn der neue Trainer Christian Köster musste auf etliche Stammkräfte, darunter beide Stamm-Kreisläuferinnen Lena Becker und Annika Funke, verzichten, hatte zu Spielbeginn nur sieben Feldspielerinnen zur Verfügung.Nach 20 Minuten stießen dann auch Carina Voß und Jennifer Tille hinzu, für die zuvor Vanessa Raabe die ungewohnte Kreisläuferposition eingenommen hatte. Unter diesen Umständen konnte sich das Endergebnis, eine 25:31 (12:16)-Niederlage, durchaus sehen lassen, wobei Köster das Resultat völlig nebensächlich war: „Mir kam es vor allem darauf an, wie sich meine Mannschaft in der Defensive gegen einen so starken Gegner schlägt und welche Schwachpunkte sich ergeben, auf die ich in den nächsten Übungseinheiten vermehrt eingehen muss. Man hat deutlich gesehen, dass die Abstimmung im Innenblock noch nicht passt. 16 Gegentore bis zur Pause sind zu viel, wenn man berücksichtigt, dass unsere Torfrau Denise Seckelmann noch etliche freie Würfe abgewehrt hat.“Zu spät umgeschaltetZudem war die Rückwärtsbewegung nach Ballverlusten unzureichend, kam TuRa zu etlichen Tempogegenstößen. Trotzdem gelang es der HSG, die Partie bis zum 12:12 völlig offen zu halten. Erst gegen Ende der ersten Hälfte, nachdem die ersten personellen Wechsel vollzogen wurden, häuften sich die Patzer, konnte der Oberligist sich absetzen. Die zweite Hälfte verlief ausgeglichen aber auf ergebnismäßige Tuchfühlung kamen die Hohenlimburgerinnen nicht mehr heran, obwohl auch die nun im Kasten stehende Chantal Schuchardt überzeugte.„Die Partie war sehr lehrreich. Meine Mädels haben ihr Potenzial angedeutet, wie liegen voll im Plan. Ich hoffe, sie sind nächsten Samstag, wenn wir bei der SG Menden Sauerland II wieder auf einen Oberligisten treffen, noch ein Stück weiter“, meinte Köster.HSG: Seckelmann, Schuchardt; Kramer, A. Witte, Klonek, Raabe, Markmeyer, Geitebrügge, Bornemann, Voß, Tille. bg

Brahimi-Sieben erneut mit Triumph

ihr zweites Miniturnier im Rahmen der Saisonvorbereitung gewonnen. Wie schon vor zwei Wochen gewann sie nicht nur (diesmal sehr mühsam) gegen die eigene Reserve, sondern bezwang auch den extremen Gast DJK Oespel-Kley, der sich ja über einen Relegationssieg in Warstein eine weitere Landesliga-Saison gesichert hatte.Nur zwei Akteure fehlenBemerkenswert: Vom Kader der beiden überkreislich aktiven Herrenteams fehlten nur zwei Akteure, nämlich Sebastian Marks (krank) und Felix Stracke (Urlaub). So konnte Chefcoach Faruk Brahimi beim zweiten Casting zur Ermittlung eines Landesliga-Stammkaders reichlich experimentieren. Ob er wirklich schlauer geworden ist, sei dahingestellt, denn es gab in der „Zweiten“ mehrere Akteure, die sich für höheren Aufgaben empfahlen. So bot Keeper Felix Botte eine starke Leistung, wussten zudem die Rückraumkräfte Timo Schachulski und Timo Waschk zu gefallen, trumpften vor allem gegen Oespel-Kley groß auf.Die HSG sah sich zunächst gegen Oespel ständig in Rückstand, schaffte aber mit einem Dreierpack zum 10:9 den Umschwung und lag zur Pause mit 12:11 in Front. Die HSG zeigte sich zwar defensiv verbessert und überstand eine doppelte Unterzahl unbeschadet, ließ aber etliche freie Würfe aus. Tom Maschin und Nikolas Tsolakis per Strafwurf glichen jedoch 20:20 aus. Und der neue Regisseur Lukas Wetzel, der zuvor schon mit einigen Anspielen zum Zungeschnalzen seiner technischen Fertigkeiten demonstriert hatte, verhalf der HSG wie vor 14 Tagen gegen den ASC Dortmund wenige Sekunden vor Schluss zum 21:20-Sieg.Hatte Oespel-Kley gedacht, den anschließenden Vergleich mit der HSG-Zweiten im Schongang zu gewinnen? Nach dem 2:5 legten die Hohenlimburger alle Hemmungen ab. Waschk und Schachulski, der gleich drei Unterzahltore verbuchte, sorgten für den Umschwung zum 7:6, erst in letzter Sekunde konnte die DJK zum 13:13-Halbzeitstand ausgleichen.Gestützt auf einen reaktionsschnellen Keeper Sven Mang gelang dem Bezirksligist ein Viererpack zum 20:17. Und als Tsolakis in Unterzahl das 24:20 erzielte, war die Überraschung perfekt, sorgte Kevin Rinke für den 25:21-Endstand.Das „Finale“ sah zunächst eine völlig konzeptlose Landesliga-Truppe. Waschk (2) und Rinke sorgten für ein rasches 0:3, dann glänzte Botte mit einer Doppelparade, erhöhten Rinke, der Ex-Selber Spielmacher-Neuzugang Marcel Krisch per Gegenstoß-Solo und Schachulski zum 0:6.Rangordnung hergestelltIn den zweiten 20 Minuten aber stellte die „Erste“ die Rangordnung halbwegs her. Eine jetzt früher attackierende Abwehr verleitete die Reservespieler dazu, aus größerer Distanz zu werfen, was für den jetzt den Kasten hütenden René Kind ein gefundenes Fressen war.Über 16:14 und 18:15 setzte sich das klassenhöhere Team ab, sorgten Kreisläufer Mike Stülper per Gegenstoß für den 20:16-Endstand.„Es hat Spaß gemacht zu sehen, wie sich gerade die jüngeren Kräfte ins Zeug gelegt haben. Der hohe Konkurrenzkampf ist absolut leistungsfördernd, wie sind auf einem guten Weg“, resümierte Brahimi zufrieden.

Drei Handball-Happen zum Saisonauftakt

Hohenlimburg. Durchaus ansprechend verlief der erste Test der Handball-Herren der HSG Hohenlimburg, die am Samstag in der Rundturnhalle mit ihrer ersten und zweiten Mannschaft jeweils über 40 Minuten gegen den Landesliga-Spitzenclub ASC Dortmund antraten und sich zum Abschluss intern noch 30 Minuten lang gegenüberstanden.

Um dem neuen Reservecoach Ivo Maly, der früher wegmusste, die Möglichkeit zu bieten, seine Mannschaft unter Wettkampfbedingungen zu beobachten, ließ die HSG die Zweitgarnitur zuerst gegen den ASC antreten. Der gilt in der Landesliga 3 als Titelanwärter und präsentierte sich gegen die HSG-Zweite entsprechend spielstark und stabil in der Defensive.

Die Hohenlimburger Youngster taten sich im Angriff enorm schwer, kamen höchst selten zu freien Abschlüssen und wurden beim 10:23 (5:10) zunächst klassisch ausgekontert. Nur Schachulski (vier Tore) gelang es hin und wieder, eine Wurflücke zu finden.

Vergleich der Landesligisten

Nach kurzer Pause kam es zum Landesliga-Vergleich HSG I – ASC. Hohenlimburgs Chefcoach Faruk Brahimi ließ die Ex-Hemeraner Jugendlichen Albrecht, Stracke und Thiel im Rückraum beginnen, wechselte erst nach und nach seine etablierten Kräfte ein. Als aus dem 3:1 ein 4:7 wurde, was auch an zwei vergebenen Strafwürfen lag, schien sich ein weiterer Erfolg der von Henning Becker gecoachten Bierstädter anzubahnen. Den 7:9-Pausenrückstand machte die HSG aber rasch wett und stellte die allmählich ein wenig müde wirkenden Gäste mit ihrer aggressiven Abwehr – vor allem Neuzugang Mike Stülper – vor immer größere Probleme.

Nach 30 Minuten stand es dank eines erfolgreichen Gegenstoßes von Nico Tsolakis 14:10. Eine starke Leistung bot „Pico“ Marks, der mit mehreren Hebern erfolgreich war und auf 16:12 stellte (34.).

Überhastete Aktionen und unnötige Zeitstrafen ließen das Polster aber schmelzen. Exakt eine Minute vor Schluss glich der ASC zum 17:17 aus. Dies schien auch das Endergebnis zu werden, doch zwei Sekunden vor der Sirene konnte sich der neue Spielmacher Lukas Wetzel am linken Flügel durchsetzen und den Siegtreffer erzielen.

HSG-Teams gegeneinander

Um genügend Zeit zum Duschen vor dem WM-Spiel gegen Schweden zu haben, einigten sich die beiden HSG-Teams, das letzte Turnierspiel auf 2 mal 15 Minuten zu verkürzen. Beim Anpfiff von Schiedsrichter Martin Tessari war allerdings der Kasten der HSG-Ersten leer, denn Marco Fritzsche hatte sich aus privaten Gründen verabschiedet.

Rasch schloss Neuzugang Felix Botte diese Lücke, hatte aber wenig Freude an der Abwehrarbeit seiner Vorderleute. Die griffen nämlich zu offen an, dachten offenbar, dass sie die „Zweite“ im Schongang bezwingen könnten. Als Brahimi es mit einem siebten Feldspieler versuchte, landete gleich ein Weitwurf von Tim Hell zum 2:5 im leeren Kasten.

Zur Halbzeit stand es 4:6. Und auch nach 20 Minuten (8:10 durch einen Hell-Konter) hatte die ehrgeizige Reserve noch die Nase vorn. In der Schlussphase aber stellte das Landesliga-Team die wahren Kräfteverhältnisse her. Insbesondere Kreisläufer Jannik Hollatz profitierte mit einigen Gegenstoßtoren von der nun deutlich aufmerksameren Deckungsarbeit und avancierte mit sieben Treffern zum Matchwinner.

HSG I: Fritzsche, Botte; Hollatz (8), Marks (6), Tsolakis (6/3), Wetzel (5/1), Bovensmann (4), Albrecht (4), Maschin (1), Stracke (1), Doescher (1), Truss (1/1), Stegemann, Thiel.

HSG II: Schalenbach, Botte; Schachulski (6), Ludwig (5/1), Stracke (4), Waschk (3), T. Hell (3), Hagenkord (1), Thiel (1), Albrecht (1), Stegemann (1), Eggert, Raeder, Jochheim.

Damen-Trainer Köster: „Vergleich kam für uns eindeutig zu früh“

„Der Test kam für uns eindeutig zu früh, denn wir haben bislang kaum Ballarbeit gemacht und stecken noch voll in der Konditions-Aufbauphase“, kommentierte Christian Köster nach den ersten 60 Minuten als Coach der Handball-Verbandsliga-Damen der HSG Hohenlimburg, die mit einer 28:29 (12:12)-Niederlage gegen den Landesligisten ASC 09 Dortmund II in die Vorbereitung starteten.

Der temperamentvolle Lüdenscheider hob so manches Mal seine Stimme, wenn er mit Aktionen seiner Schützlinge nicht einverstanden war. Da ihm ein halbes Dutzend Stammkräfte fehlten, waren die längenmäßig bevorteilten Dortmunderinnen ein ebenbürtiger Gegner. In Durchgang eins legte die HSG meist vor, aber nur beim 7:5 gelang eine Führung von zwei Toren. Carina Voß und Norma Kramer waren dabei die auffälligsten Kräfte, während sich Torjägerin Sarah Klonek nach ihrem Urlaub erst einmal zurückhielt und mannschaftsdienlich agierte. Die Passgenauigkeit war bei der HSG verbesserungswürdig.

Klonek startet durch

Zum Glück machte es der Gast kaum besser. Als Trainer Köster die „zweite Garde“ einwechselte, fehlte jeglicher Druck aus der zweiten Reihe. In dieser Hinsicht wusste sich die HSG im zweiten Abschnitt deutlich zu steigern.

Jetzt zeigte Klonek, warum sie in der Oberliga Torschützenkönigin werden konnte. Sie sorgte fast im Alleingang dafür, dass aus dem 13:15 ein 21:20 wurde. Kramer erhöhte sogar zum 22:20 und 23:21. Doch der ASC kam gegen die ehemalige Teamkollegin und HSG-Torfrau Chantal Schuchardt zu einigen glücklichen Toren. „Wir werden in den nächsten Einheiten öfter Spielzüge trainieren und an der Rückwärtsbewegung arbeiten, denn wir wollen und müssen bis zu den nächsten Testspielen bei den Oberligisten aus Bergkamen und Menden II zulegen“, versprach Köster.

HSG: Schuchardt; Klonek (9/2), Geitebrügge (5), Kramer (4), Voß (4), A. Funke (3), Gura (2), Betchen (1), Tille, Geier, Ickermann. bg

HSG und HSV erleben Familientag

Hohenlimburg. Auch der dritte Familientag der HSG Hohenlimburg und des Hohenlimburger Schwimmvereins im Henkhauser Freibad hatte es in sich. Mitglieder der Vereine erschienen zahlreich, Spiel und Spaß standen an allererster Stelle. Dies auch dank der Hagener Bädergesellschaft, des Förderkreises „Rettet das Lennebad“ und der Bezirksvertretung, die spontan ihre Zusage gaben, mehrere „Spielgeräte“, wie unter anderem den „Hai“, für diese Veranstaltung zur Verfügung zu stellen.

HSG-Sportleiter Alex Fillipelli hatte einen mehrere Kilometer langen Rundkurs ausgearbeitet. Hier mussten an verschiedenen Stellen, wie auf dem Spielplatz bei Berlet, verschiedene und nicht ganz so ernstzunehmende sportliche Aktivitäten, wie Sackhüpfen, Eierlaufen oder Bockspringen absolviert werden. Am Ausgangspunkt wieder angekommen, wurde im Henkhauser Freibad ein willkommenes Erfrischungsbad genommen.

Feuerwehr legt Feuer

Auch die Freiwillige Feuerwehr Reh-Henkhausen war wieder vor Ort, mit den Löschfahrzeugen eine Millimeterarbeit beim Rückwärtsparken im hinteren Bereich des Freibades. Zur Freude vieler Kinder wurden dann selbst kontrollierte „Feuer“ gelöscht und „Zielstrahlübungen“ abgehalten. „Hier stimmt alles. Wir arbeiten einfach klasse zusammen. So einen Zusammenhalt wie zwischen unseren beiden Vereinen – das habe ich selten erlebt“, sagte Faruk Brahimi, Trainer der ersten Herrenmannschaft der Handballer.

Und so klappte dann auch die Organisation – vor und hinter den Kulissen. „Es war einfach schön, zu sehen, wie der reibungslose Einsatz zwischen den Vereinen lief, dafür mein ausdrücklicher Dank“, sagte ein zufriedener HSV-Präsident Karsten Menzel. Auch im nächsten Jahr wird es wieder einen Familientag zwischen den beiden Vereinen geben.

Jahrestagung bei HSG unter dem Motto „gemeinsam stark“

Hohenlimburg. Jahreshauptversammlungen von Sportvereinen sind für die betreffenden Mitglieder meist ein lästiges Pflichtprogramm, weshalb die Beteiligung oft zu wünschen übrig lässt. Nicht so bei den Handballern der HSG Hohenlimburg. Obwohl ein Großteil der männlichen Aktiven beim Training weilte, mussten für „Nachzügler“ extra Stühle in den Veranstaltungsraum im Henkhauser Schwimmbad gebracht werden, saß Annika Witte die ganzen 50 Minuten lang auf dem Schoß ihrer Schwester Lisa.

Die allgemeine Stimmung war heiter bis ausgelassen, über kleine Versprecher der Vorstandsriege wurde herzhaft gelacht. Man spürte das in der abgelaufenen Saison intensiv gelebte Vereinsmotto „gemeinsam stark“, durch das der Klassenverbleib der zweiten Damen- und Herrenmannschaft überhaupt erst möglich wurde. Das hohe Maß der Zufriedenheit mit der Arbeit des Vorstand ließ sich in der zügigen Entlastung und kompletter Einstimmigkeit bei den Wahlen ablesen. Oliver Landsiedel und Dirk Singmann wurden sogar in Abwesenheit ebenso wie Beate Bauer als Beisitzerin wiedergewählt. Auch Otto Böhringer bleibt als Vertreter von Germania Reh zweiter Vorsitzender, Stefan Seuthe wird weiterhin die Kasse führen.

„Uns war klar, dass die Saison nach drei vorherigen Aufstiegen kein Zuckerschlecken werden würde, aber dank der Bereitschaft aller Akteure, in den jeweils gefährdeten Mannschaften auszuhelfen, haben wir es geschafft“, hob Vorsitzender Uwe Dewenter bei seinem Jahresbericht hervor. Sein Dank ging speziell an Bastian Hell, der nach dem überstürzten Ausstieg von Martin Tessari die sportliche Leitung der Damen und das Coaching der künftig von Michaela Foote betreuten Reserve übernahm.

Sportliches Lob von Fillipelli

Den mit Abstand größten Raum nahm der Rechenschaftsbericht von Alex Filippelli ein, der präzise den Saisonverlauf alle vier Herrenteams (die „Vierte“ wurde ja zwischenzeitlich abgemeldet, gilt aber weiter als Herzstück des Vereins) schilderte, zudem alle Neuzugänge auflistete und als Motto für die vielen jungen Kräfte (der Altersdurchschnitt der Reserve liegt künftig bei 22 Jahren) ausgab: „Sie müssen spielen, spielen, spielen.“ Beim Rückblick betonte Filippelli: „Wir sind mit einem kleinen Kader in die Landesliga-Saison gegangen, mussten dann aber auf Fritzenwanker, Arlt und Bauer verzichten und haben trotzdem souverän die Klasse gehalten. Das war ein bemerkenswerter Kraftakt, der nur gelingen konnte, weil Chefcoach Sascha Maystrenko gute Arbeit geleistet hat und alle am einem Strang gezogen haben.“ Zielsetzung für die kommende Saison ist wie bei den Verbandsliga-Damen ein Platz in der oberen Tabellenhälfte.

„Wir stoßen gerade bei den jüngsten Jahrgängen sowohl bei den Kapazitäten als auch der Manpower an unsere Grenzen“, schilderte Jugendleiter Dirk Betchen, dass es bei aller Harmonie eine Menge Probleme zu lösen gibt. Kassenwart Stefan Seuthe legte einen ausgeglichenen Haushalt vor, betonte aber: „Ohne großzügige Sponsoren kämen wir nicht über die Runden.“

Weibliche C-Jugend qualifiziert sich für die Oberliga-Vorrunde

Nachdem auf Kreisebene alle Qualifikationsspiele bereits im April siegreich absolviert worden waren, fanden nun nach langen spielfreien Wochen die Qualifikationsturniere auf HV-Ebene statt. Es zeigte sich, dass die Mädchen ihr Selbstvertrauen nach den Wochen mit Freundschaftsspielen nun unter Erfolgsdruck erst einmal wieder suchen mussten; die Angst, Fehler zu machen, bestimmte immer wieder den Spielrhythmus. Im ersten Turnier, welches in der heimischen Rundturnhalle ausgetragen wurde, schaffte der TV Verl als 1. die direkte Qualifikation, die HSG-Mädchen mussten nach einer ärgerlichen Niederlage gegen Oespel als Zweitplatzierte noch einmal antreten. Das zweite Turnier wurde beim TV Lünen ausgetragen. Mit einer Niederlage gegen Lünen (9:15), einem Sieg gegen Schalksmühle (18:17) und einem Sieg im letzten Spiel gegen Oerlinghausen (24:5) zeigten die Mädchen, dass sie auch am Ende eines langen Turniers ihre Kräfte noch einmal toll mobilisieren können. Das für die Mannschaft kennzeichnende temporeiche Spiel mit schönen Kombinationen lief wieder in allen Konstellationen, sodass die mitgereisten Fans nochmal ein flottes, schönes Handballspiel sehen konnten.  Unter bemerkenswert fällt auch der Sieg gegen Schalksmühle, wo man in der 15-minütigen zweiten Halbzeit wegen diverser Zeitstrafen 10 Minuten in Unterzahl spielen musste – unter anderem auch einer gegen die Bank. Selbst zu viert auf dem Feld konnten die Mädchen nicht nur die knappe Führung verteidigen, sondern auch noch zwei Tore erzielen, die letztlich den Sieg retteten.
Die Torschützenkönigin des Turniers kommt übrigens auch von der HSG: Mila Drechsler.

Es spielten: Azek (1), Drechsler (22), Göktürk, Gottschalk (3), Menzel (4), Nottebohm, Pfeil (3), Römmich, (9) Schröder (4), Stolzheise, Varli (2), Weldon (3)

Brahimi-Team startet in die Vorbereitung

Hohenlimburg. Wenn der Wettkampf ruht, herrscht hinter den Kulissen der Hohenlimburger Handballer stets Hochbetrieb. Das Team um die sportlichen Leiter Alex Filippelli (Herren) und Bastian Hell (Damen) hat, nachdem über ein Dutzend Neuverpflichtungen getätigt wurden, schon kurz nach Saisonende den kompletten Plan für die Vorbereitung erstellt. Diese wird ja wegen der Sommerferien in zwei Etappen aufgeteilt und beginnt bereits am Sonntag bei den Damen mit einer Besprechung und Ämterverteilung in der Henkhauser Schwimmbad-Gaststätte, während die Herren am Dienstag (1. Mannschaft) und Mittwoch (Reserve) ihre erste Übungseinheit abhalten.

Gerade bei den Männern müssen ja eine Vielzahl von Akteuren gesichtet und in die für sie passende Mannschaft einsortiert werden. Das Credo der sportlichen Leitung lautet insbesondere bei den jungen Kräften, die aus der Hemeraner A-Jugend zur HSG stießen: „Lieber reichlich Spielpraxis in der Zweiten als im Landesliga-Team nur auf der Bank“. Was aber keineswegs heißen soll, dass die „jungen Wilden“ überwiegend um Bezirksliga-Punkte kämpfen sollen. „Bei mir fängt jeder quasi bei Null an. Auch die letztjährigen Stammkräfte, die sicher einen kleinen Bonus haben, müssen sich dem Konkurrenzkampf stellen und sich durch hohe Trainingsbeteiligung und entsprechenden Einsatz für den Landesliga-Kader empfehlen“, sagt der neue Chefcoach Faruk Brahimi.

Hilfe für Brahimi

Dieser hat künftig in Co-Trainer Bogdan Wittke, Betreuer Carsten Bleicher und den speziell die U-19-Spieler betreuenden Rainer Geisler gleich drei Helfer an seiner Seite. Brahimi weiß: „Das ist eine große Erleichterung für mich, dadurch kann ich mich auf die wesentlichen Dinge wie das Coaching, das nächste Saison durch den verbreiterten Kader deutlich anspruchsvoller wird, konzentrieren“. Zudem wird der Übungsleiter einen ganz engen Kontakt zum neuen Reservetrainer Ivo Maly pflegen, von dem er sagt: „Er macht einen sehr kompetenten Eindruck, deshalb freue ich mich auf unsere Zusammenarbeit.“

Aktivitäten wie der Familientag am 16. Juni oder zwei Wochen später das Beachhandballturnier im Rahmen des Stadtfestes (Diese Zeitung berichtete) sollen die Integration der vielen „Neuen“ erleichtern und den Teamgeist fördern. Denn in der kommenden Saison will die HSG, auch wenn Leistungsschwankungen vorprogrammiert sind, nicht nur frei bleiben von jeglichen Abstiegssorgen, sondern sich in der oberen Tabellenhälfte festbeißen und sich insbesondere in der eigenen Rundturnhalle den Respekt auch favorisierter Gegner verschaffen.

Neue Heimspieltage

Das gilt nicht nur für die erste Herren-, sondern auch die erste Damenmannschaft, denn dem neuen Coach Christian Köster steht ja eine personell verstärkte Truppe zur Verfügung, die sich im zweiten Verbandsliga-Jahr ins Vorderfeld schieben soll. Grundsätzlich sollen Heimspieltage so ablaufen, dass die Bezirksliga-Herren vor den Damen antreten und dann die Landesliga-Männer den Abschluss bilden, auch wenn das aufgrund der unterschiedlichen Ligenstärke (Bezirksliga 15, Damen 12 und Landesliga 14 Teams) nicht immer gelingen kann.

Einen ersten gemeinsamen Auftritt gibt es am 23. Juni, wenn zunächst um 14.30 Uhr die Damen gegen den ASC Dortmund II antreten, anschließend beide Herrenteams und der ASD Dortmund ein Miniturnier absolvieren. Auch am 8. Juli wird es eine solche Konstellation geben, diesmal ist Landesliga-Aufsteiger DJK Oespel-Kley der auswärtige Gast. Danach sind die Landesliga-Herren zu Gast in Halingen (14. Juli), Linscheid (21. Juli), Werdohl (28. Juli) und Brambauer (31. Juli). Erst am 11. August präsentieren sie sich wieder in der Rundturnhalle, wenn gegen Eintracht Hagen II die heiße Vorbereitungsphase eingeläutet wird.

Weiter geht es in Höchsten (18. August) und tags darauf beim neuen Maystrenko-Team OSC Dortmund. Nach dem Bernie-Großmann-Turnier (siehe Kasten) werden im Rahmen des Trainingslagers noch Spiele gegen Kamen (31. August), Halingen (1. September) und beim ASC Dortmund (2. September) absolviert.

Die Verbandsliga-Damen messen ihre Kräfte am 6. bzw. 14. Juli bei den Oberligisten Bergkamen und Menden II, empfangen Bergkamen am 7. August und halten ihr Trainingslager am 11./12. August mit Vergleichen in Arnsberg und gegen Oespel-Kley ab. Am 19. August wird Oberligist Königsborn erwartet, zur Meisterschafts-Generalprobe geht es am 1. September nach Oespel-Kley.

Kader wird verjüngt und Rückraum verstärkt

Hohenlimburg. Nach dem letztjährigen Aufstieg von zwei Herrenteams und der ersten Damenmannschaft war der HSG Hohenlimburg von vornherein klar, dass sie in der Saison 17/18 kleine Brötchen backen muss. Den Klassenverbleib sichern: Das war die erklärte Maxime für alle Seniorenvertretungen. Dass dies auf breiter Front gelang, obwohl das Verletzungspech mächtig zugeschlagen hatte, darf als großer Erfolg gewertet werden, konnte auch nur gelingen, weil das Vereinsmotto „gemeinsam stark“ so intensiv wie nie zuvor mit Leben gefüllt wurde.

Keine Sorgen bei Damen I

Die geringsten Sorgen musste man sich um die Damen I machen, denn der Verbandsliga-Aufsteiger fand sich in der neuen Umgebung sofort zurecht, startete mit zwei Siegen und blieb von extremen Rückschlägen verschont, auch wenn Leistungsträgerinnen wie Nina Hillebrecht, Norma Kramer und Kreisläuferin Lena Becker länger ausfielen.

Hinzu kam, dass in der Rückserie die abstiegsbedrohte Bezirksliga-Reserve intensive Unterstützung erhielt. Aus eigener Kraft hätte es die junge Mannschaft nicht geschafft. Obwohl sie mehrfach fehlte, führt Ann-Cathrin Kamann die interne Torschützenliste mit 81/29 Toren an, gefolgt von Carina Voß (64/3), Annika Witte (56/9) und Lena Becker (52/19), Teilzeit-Aushilfe Natalie Funke-Kamann brachte es in ihrer definitiv letzten Saison auf 51/10 Tore, die übrigen HSG-Treffer verteilen sich auf Nadine Geitebrügge (50), Norma Kramer (48/4), Vanessa Raabe (39), Annika Funke (30/1), Nina Hillebrecht (21/2), Anna Scheibe-Jochheim (18), die schon in der Hinserie ausgestiegene Nadine Kling (18), Tamara Gura (11), Christina Markmeyer (20/3), Laura Funke (4), Jennifer Tille (2), Julia Herbel (1), Jessica Menze (1) und Torfrau Lisa Witte (1). Zum Vergleich: die aus Drolshagen nach Hohenlimburg zurückkehrende Sarah Klonek brachte es als zweitbeste Verbandsliga-Schützin hinter der Schwerterin Sally Unger (215/86) auf 196/41 Treffer.

Landesliga: Sehr kleiner Kader

Bei den Landesliga-Herren, die ja mit einem vergleichsweise kleinen Kader und ohne echten Schützen aus der zweiten Reihe auskommen musste, war die Bestürzung groß, als sich Hauptschütze Felix Bauer in seinem achten Einsatz und nach 60/8 Toren einen Kreuzbandriss zuzog.

„Da habe ich wirklich gedacht, dass wir absteigen könnten“, räumte der Sportliche Leiter Alex Filippelli ein. Doch die Sorgenfalten schwanden rasch, denn ausgerechnet nach Bauers Ausfall und zusätzlich längerer Verletzung von Linkshänder Nikolas Tsolakis legte die HSG eine imposante Serie hin, gewann mit Hilfe des 100-Jahres-Clubs (Marc Geisler, Bogdan und Phillipp Wittke aus der Zweiten halfen einige Male aus) die nachfolgenden sechs Spiele und verschaffte sich dadurch ein beruhigendes Polster.

Selbst der Ärger um zwei „geklaute“ Punkte gegen Villigst-Ergste verrauchte, denn die HSG gewann zur Freude von Trainer Sascha Maystrenko auch das Wiederholungsmatch gegen seinen Ex-Verein. „Wir haben einige Spieler ins kalte Wasser geworden, die dann eine prächtige Entwicklung genommen haben“, kommentierte Filippelli und meint damit vor allem den Halblinken Timo Schachulski und Linksaußen Tom Maschin, der plötzlich auch Qualitäten im Rückraum und Spielaufbau zeigte.

Bezeichnend für die mannschaftliche Geschlossenheit, aber auch die Fluktuation im Team ist die Tatsache, dass sich insgesamt 26 Akteure in die Torschützenliste eintrugen, dabei der intern vor Maschin (74) führende Spielmacher Cederik Truss (82/51) gerade mal Rang 41 in der Landesliga-Gesamtwertung belegt. Obwohl Maystrenko ankündigte, statt der erwarteten Vertragsverlängerung zum OSC Dortmund wechseln zu wollen, blieben Engagement und Trainingsbeteiligung hoch, präsentierte sich Keeper René Kind in überragender Form, wussten auch Linkshänder Jonas Bovensmann (68) und Kreisläufer Jannik Hollatz (64) nicht nur in der Abwehr zu überzeugen. Hinter Bauer kam Tsolakis (48/19) auf Rang sechs, die übrige Ausbeute teilten sich Benjamin Hell (44/3), Timo Waschk, Timo Schachulski (beide 31), Tjark Döscher, Marc Geisler (beide 24), Patrick Arlt (18), Phillipp Wittke (17), Bogdan Wittke (14), Sebastian Marks (13), Dario Goebels (9), der nur einmal spielberechtigte Neuzugang Nick Albrecht (6), der künftige Cheftrainer Faruk Brahimi (6/2), Lucas Vartmann (5), Mirko Brammen, Thomas Dralus (je 4), Leo Hardam (3/1), Max Hell (2), Maik Jochheim, Anouar Fritzenwanker und Felix Hinz (je 1).

Reserve: Gute Entwicklung

Die gute sportliche Entwicklung inklusive Bezirksliga-Verbleib der Zweitvertretung, die sich durch schwankende Leistungen und einige peinliche Niederlagen gerade gegen die Siegerländer Kellerkinder unnötig lange in Gefahr befand, erleichterte Filippelli die Aufgabe, den Kader für die kommende Saison ebenso zu verjüngen als auch im Rückraum zu verstärken.

Nachdem neben dem herausragenden Spielmacher Lukas Wetzel (DJK Emst) etliche Talente vom HSV Hemer ihre Zusage gaben, gelang es in den letzten Wochen auch noch, den starken Hasperbacher Keeper Felix Botte und den Emster Kreisläufer Mike Stülper zu verpflichten, der den für ein Jahr ins Ausland gehenden Mirko Brammen ersetzen soll. Insbesondere Zwei-Meter-Mann Nick Albrecht deutete mit seinen 21 Toren in zwei Senioren-Einsätzen an, dass er eine große Verstärkung für die Königsposition auf halblinks werden kann. „Wenn Felix Bauer wieder einsteigt, sind wir im Rückraum glänzend besetzt. Der Kampf um die Stammplätze wird hart, deshalb werden wir auch schon Mitte Juni mit Vorbereitung und Testspielen beginnen“, verkündete Brahimi, der mit dem neuen Reserve-Coach Ivo Maly ganz eng zusammen arbeiten will, damit auf jeden Fall gewährleistet ist, dass trainingswillige Youngster reichlich Spielpraxis erhalten.

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