wB: Oberliga-Vorrunde – „Wir kommen“

Das über zwei Wochenenden angelegte Turnier begann vielversprechend für die HSG-Mädchen. Von den sechs antretenden Mannschaften konnten sich die ersten beiden direkt für die Oberliga-Vorrunde qualifizieren. Die zwei klaren Siege gegen die Mendener Wölfe (15:5) und gegen die Schwerter Ruhrfüchse (19:3) am ersten von 2 Turniertagen in Menden legten eine gute Basis für die sofortige Qualifikation zur Oberliga-Vorrunde. Mit viel Spielfreude und Tempo wurde das Pflichtprogramm absolviert.

Am zweiten Turniertag haben die Mädchen vor heimischer Kulisse in der gut besuchten RTH gegen Iserlohn/Sümmern (13:6) und Schalksmühle (13:5) zwei klare Siege eingefahren, der Druck, der auf der klar besseren Mannschaft lag, war Ihnen aber anzumerken.

Im letzten  Spiel gegen die bereits als Altjahrgang antretenden Hemeranerinnen fehlte durch die schon vorzeitig erreichte Qualifikation die Spannung, sodass gegen die sicher und souverän aufspielenden Mädchen aus Hemer kaum etwas gelang und die Partie 16:7 verloren ging.

Als Jungjahrgang in der B-Jugend müssen sich die Löwinnen jetzt auf  defensive Deckungssysteme und auf die nun erlaubte Manndeckung einstellen.

Die direkte Qualifikation als Jungjahrgang kann als großer Erfolg für die mit viel Engagement spielenden Mädchen angesehen werden.

Es spielten:
Amani Azek, Maja Dettenberg, Mila Drechsler, Kübra Göktürk, Sophia Golz, Lina Gottschalk, Fiona Menzel, Janice Nottebohm, Zora Pfeil, Charly Rüping, Sara Recber, Laetitia Stolzheise, Lilly Römmich,  Ronya Varli, Noemi Weldon

Text: T. D.

Nach „Rot“ startet der Angriffsmotor

Hohenlimburg. Ein Handballspiel quasi zeitgleich mit dem Fußball-Revierderby anzusetzen, kostet zwangsläufig Zuschauer. So konnte die HSG Hohenlimburg bei ihrem vorverlegten Landesliga-Match gegen den TV Olpe gerade mal 25 Besucher begrüßen. Mehr hatte diese Partie aber auch nicht verdient, denn Olpe verstärkte wie die HSG seine Reservemannschaft und bot nur eine Rumpfbesetzung mit einem Auswechselspieler auf. Von daher stand der Sieger schon vorher fest, auch wenn die Hohenlimburger einen langen Anlauf nehmen, ehe sie ihren Rhythmus fanden und letztlich mit 34:24 (15:9) den höchsten Heimerfolg dieser Saison feierten.

Olper Torwart Rumpff pariert

Danach sah es in der ersten Viertelstunde wahrlich nicht aus, denn er über zwei Meter große TVO-Keeper Rumpff stellte seinen Kasten zu und hatte zudem in der Torbegrenzung reichlich Unterstützung. In schöner Regelmäßigkeit scheiterten die von Bogdan Wittke gecoachten Hohenlimburger selbst bei freien Abschlüssen, so dass Olpe mit seinen bescheidenden Möglichkeiten zu einer 3:1-Führung (9.) kam.

Auch nach dem Ausgleich durch Felix Bauer und Jonas Bovensmann stotterte der Angriffsmotor gewaltig. So landete der Heber von Tom Maschin am Pfosten, scheiterte Lukas Wetzel mit seiner ersten Ballberührung vom Siebenmeterpunkt an Rumpff, was aus dem Feld heraus auch auf Jannik Hollatz und Nick Albrecht zutraf. Zudem standen Hollatz und Maschin bei ihren Toren im Kreis, so dass Olpe mit 5:3 in Führung gehen und diese bis zum 8:7 behaupten konnte. Dann aber schaltete die HSG, auch angestachelt durch die Rote Karte für Hollatz (20.), den Turbo ein, holte unter Mithilfe des in der Abwehr sein Saisondebüt gebenden Philipp Wittke in den verbleibenden acht Minuten der ersten Hälfte das vorher Versäumte eindrucksvoll nach. Ballverluste der müder werdenden Gäste nutzte vor allem Timo Schachulski, dem zum 13:8 ein lupenreiner Gegenstoß-Hattrick gelang. Bauer sorgte für den 15:9-Pausenstand und traf dann auch gleich zum 16:9 und konnte fortan seinen Mitspielern die Abschlüsse überlassen.

Truss lange auf dem Feld

Cederik Truss nutzte seine längere Spielzeit und sorgte zusammen mit dem das 20:11 besorgenden Schachulski dafür, dass es für den TVO nur noch um Schadensbegrenzung ging. Mit dem 26:16 durch Bauer war nach 48 Minuten erstmals ein zweistelliger Vorsprung perfekt. Zum 29:20 durch den quasi volley verwandelnden Truss gelang Torwart Fritzsche ein Traumpass, zudem rettete er mit Sprint ins verlassene Tor eine falsche Einwurf-Entscheidung der Unparteiischen. Schachulski machte die „30“ voll, Maschin sorgte zum 33:23 per Kempa-Trick nach Pass von Wetzel für das letzte Highlight. Bogdan Wittke: „Wenn man gegen einen stark dezimierten Gegner antritt, fehlt es an der nötigen Spannung. Wir haben ein Drittel des Spiels verschlafen, aber dann ordentlich Gas gegeben.“

HSG: Fritzsche, Kind; Schachulski (9), Bauer (7), Maschin (5), Albrecht (4), Truss (4/1), Wetzel (3/1), Bovensmann (2), Hollatz, P. Wittke.

HSG II ist auf dem Weg zum Ligaerhalt

Hohenlimburg. Mit dem vierten Sieg nacheinander hat sich die Handball-Reserve der HSG Hohenlimburg an Hagen IV und Neheim vorbei auf den rettenden zehnten Platz in der Bezirksliga geschoben. Gegen die heim- und abwehrstarke HSG Gevelsberg-Silschede II gewannen die aufgerüsteten Hohenlimburger trotz schwacher Anfangsphase souverän mit 28:24 (14:11) und können sich jetzt aus eigener Kraft die Ligenzugehörigkeit sichern. „Wir werden dazu aber wohl noch zweimal gewinnen müssen, weil wir ja bei den direkten Vergleichen immer schlechter dastehen“, meint Trainer Ivo Maly.

Ohne Felix Stracke

In Gevelsberg kam der ohne Torjäger Felix Stracke (Weisheitszähne gezogen) angetretene Gast nur schwer in Tritt, waren die Köpfe der Akteure, die zuvor die Landesliga-Punkte gegen Olpe eingefahren hatten, nicht frei. Gevelsberg legte über 3:1 und 7:4 bis zum 9:5 (17.) vor, hatte fortan aber immer mehr Mühe, den gut aufgelegten Keeper René Kind zu überwinden.

Mit erstem Dreierpack verkürzte Hohenlimburg auf 8:9 und verschaffte sich dann zum 12:10 einen ersten Vorsprung, der bis zur Pause auf drei Tore ausgebaut werden konnte. Noch war das Team von Dirk Block nicht geschlagen, kämpfte sich zum 17:18 (40.) heran, hatte dabei aber viel Kraft gelassen. Hohenlimburg hingegen konnte noch zulegen und erwies sich erneut in Teil zwei der Halbzeit als das defensiv deutlich stärkere Team.

Torwart Kind stark

Neun Minuten lang blieb Kind unbezwungen, während seine Vorderleute sechsmal trafen und mit dem 24:17 die Entscheidung erzwangen. Dass die Hausherren nach dem 21:28 noch Ergebniskosmetik betrieben, hatte keinerlei Bedeutung mehr.

HSG II: Kind, Schalenbach; Hollatz (6), Bauer (5), Tsolakis (5/3), Marks (4), Bovensmann (3), Albrecht (2), Waschk (2), Ludwig (1), Thiel, Hagenkord, Krisch.

Wittke will gegen TV Olpe „endlich mal wieder punkten“

Hohenlimburg. Nach der zweiwöchigen Osterpause geht es für die Handballer in den Saisonendspurt. Bei der HSG Hohenlimburg, die RE Schwelm zum vorzeitigen Aufstieg in die Verbandsliga gratuliert hat, gilt die ganze Konzentration dem Klassenverbleib der beiden zweiten Mannschaften der Damen und Herren, die nur mit erheblicher personeller Unterstützung von oben einen Abstieg vermeiden können.

Trotzdem soll auch die erste Männermannschaft nicht benachteiligt werden, weshalb sie ihr Landesliga-Match gegen TV Olpe am Samstag auf 15 Uhr in der Rundturnhalle Elsey vorverlegt hat. So ist ein Doppeleinsatz möglich, denn das Bezirksligaspiel bei der HSG Gevelsberg-Silschede II steigt erst um 19.15 Uhr.

„Es wird Zeit, dass wir nach drei zum Teil sehr unglücklichen Niederlagen endlich mal gegen Olpe punkten“, meint Co-Trainer Bogdan Wittke, der das Team in Abwesenheit von Faruk Brahimi (kommt erst am Samstagnachmittag aus seinem Auslandsurlaub zurück) zusammen mit Reservecoach Ivo Maly trainiert hat.

Das Zusammenlegen der Übungseinheiten für beide Teams macht Sinn, denn die Akteure müssen sich ja gerade in der Zweiten auf neue Nebenspieler einstellen. Bis auf Keeper Fritzsche, Maschin, Wetzel und Truss können alle Stammkräfte der „Ersten“ auch in Gevelsberg auflaufen. „Ich bin froh, dass wir eine absolut konkurrenzfähige Truppe stellen können“, sagt Wittke, denn er muss keinen einzigen Akteur pausieren lassen, bekommt sogar noch als „Joker“ seinen Bruder Philipp hinzu. Der hat seine Doktorarbeit weitgehend abgeschlossen und signalisiert, dass er zumindest für die Heimspiele einsatzbereit ist.

Weitere Neuzugänge

In puncto Verstärkung für die kommende Saison hat die HSG zwar einen Rückschlag verbuchen müssen, weil der in Letmathe wohnhafte Florian Stracke nun doch in Halingen bleibt. Der sportliche Leiter Alex Filippelli wird aber in Kürze die Verpflichtung eines Kreisläufers bekanntgeben und ist auch zuversichtlich, mindestens drei Neuzugänge für die an diesem Wochenende spielfreien Verbandsliga-Damen präsentieren zu können. Die Damen-Reserve empfängt am Samstag (17.30 Uhr), verstärkt durch eine Handvoll Spielerinnen der „Ersten“, den Tabellennachbarn SG Menden Sauerland II. Nur ein Sieg belässt ihr die Chance auf Rettung.

Die Herren-Reserve, die trotz dreier Siege am Stück immer noch auf Abstiegsplatz zwölf liegt, will endlich die Früchte ernten und an Neheim (zu Gast beim Rangzweiten Ruhrtal) und Hagen IV (muss zum Drittplatzierten Attendorn) vorbeiziehen. Der dazu erforderliche Erfolg in Gevelsberg wird aber keineswegs ein Selbstläufer, denn seit Dirk Block das Traineramt übernommen hat, wurden sämtliche fünf Heimspiele gewonnen. „Ich kenne das Team noch aus meiner Wuppertaler Zeit. Wir werden uns nicht überraschen lassen, müssen sehr diszipliniert agieren und dann unsere individuelle Klasse ausspielen“, meint Coach Ivo Maly.

Weibl. E-Jugend (09/10) zeigt starke Leistung über die Saison und belegt am Ende den dritten Tabellenplatz

Als im Durchschnitt jüngste Mannschaft und komplett ohne Altjahrgänge belegen unsere Mädchen zum Saisonende den dritten Tabellenplatz. Eine klasse Saisonleistung der weibl. E-Jugend, die sich über die gesamte Serie kontinuierlich gesteigert hat. Besonders hervorzuheben sind die Duelle gegen die Mädels des HV Sundern (Serien 1 : 3) sowie des HTV Hemer (Serie 2 : 2). Diese Spiele waren Wettkämpfe auf Augenhöhe, die von allen Seiten leidenschaftlich und sportlich fair bestritten wurden. Lediglich gegen den reinen Altjahrgang des TuS Volmetal konnten unsere Mädchen keinen Sieg erringen. Die Serie ging 3:0 für Volmetal aus, wobei wir noch auf einen Nachholtermin für das vierte Spiel seitens Volmetal warten. Dagegen behielten unsere Mädels gegen den Tabellenletzten aus Neheim klar die Oberhand.
Ein weiteres Highlight waren die zwei im Spielbetrieb integrierten Koordinationstests. Hier belegten uns Mädels den zweiten sowie ersten Platz. Hier zeigt sich das etwas andere herangehen des Trainerteams. Vielseitigkeit und Abwechslung sind ein fester Bestandteil im Training. Die Zusammenarbeit mit der Turnabteilung des TuS Oege sowie die Teilnahme am Stadtlauf in Herdecke gehören z.B. zu unseren Trainingsschwerpunkten. Ob dieser etwas andere Weg erfolgreich wird, wird die Zeit zeigen.
Neben den sportlichen Aktivitäten haben unsere Mädels in dieser Saison im Sprungwerk Hagen sowie im Zoo Dortmund besucht. Die nächste Gemeinschaftsaktion (Ketteler Hof) wird gerade von den Eltern geplant.
Leider müssen wir in dieser Saison auch den Weggang einer Spielerin vermelden. Mina hat das Team leider verlassen. Diesbezüglich suchen wir noch Mädchen der Jahrgänge 2009 und 2010, die den Handballsport kennlernen möchten oder in einer reinen Mädchen Mannschaft spielen wollen. Ihr seid bei uns willkommen.

Das Trainerteam dankt den Mädels sowie den Eltern für eine tolle Saison.

Text: Stefan Hartmann

Rumpfteam der HSG in Voerde ohne Chancen

Hohenlimburg. Keine Überraschung im Nachholspiel der Handball-Landesliga: Der Aufsteiger TG Voerde, der daheim erst einen Punkt abgegeben hat, wurde gegen eine ersatzgeschwächte HSG Hohenlimburg seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich mit 35:28 (18:15) durch.

„Man muss es den Voerdern zugestehen, dass sie sich in der neuen Umgebung hervorragend eingerichtet haben. Sie nutzen ihren Heimvorteil des Harzverbotes konsequent aus“, befand Hohenlimburgs Chefcoach Faruk Brahimi, der in der Schlussminute selbst nochmals Landesligaluft schnupperte, nachdem neben Keeper Marco Fritzsche (38., Gegenstoß-Foul)) auch Felix Stracke (55.) nach Doppel-Zeitstrafe die Rote Karte kassiert hatte.

Strittige Entscheidungen

„Es war eigentlich ein faires Spiel. Zum Glück ging es nur ums Prestige, sonst hätten die strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen für Chaos gesorgt“, meinte Brahimi. Da neben Keeper Kind, Marks, Bovensmann und Bauer, der sich als Betreuer eine Zeitstrafe einfing, auch Wetzel berufsbedingt fehlte, muste der Innenblock umgestellt werden. Schachulski und Waschk machten ihre Sache gegen die langen Voerder Kreisläufer gut, aber dafür gab es auf den Halbpositionen Lücken, die die dynamischen Hausherren clever nutzten. Nur bis zum 5:4 (9.) befand sich die HSG auf Augenhöhe. Dann warf die von den Riebeling-Brüdern angeführte TG zum 10:7 einen ersten höheren Vorsprung heraus. Die Gäste hielten bis zum 21:18 durch den starken Truss (35.) mit, doch dann wirkten sich die Feldverweise und fehlenden Alternativen (Tsolakis musste arbeiten) aus, eilte der Neuling über 26:20 und 29:21 davon.

HSG: Fritzsche (38. Schalenbach); Tsolakis (7/3), Schachulski (5), Truss (5), Maschin (3), Stracke (2), Ludwig (2), Doescher (2), Waschk (1), Brahimi. 

Unterstützung der Reserve steht im Vordergrund

HWS 

Nick Albrecht (am Ball) will Faruk Brahimi, Trainer der HSG Hohenlimburg, heute schonen. Die Chancen gegen Voerde heute Abend sind eh nur gering.

Hohenlimburg. Sechs Punkte Rückstand auf Rang fünf, vier Zähler Vorsprung auf Platz acht – es sieht ganz so aus, als würden die Landesliga-Handballer der HSG Hohenlimburg in den verbleibenden vier Partien nur noch darum kämpfen, ob sie die Saison als Sechster oder Siebter beenden.

„Es wäre mehr möglich gewesen, aber zum einen hat uns die Konstanz gefehlt, zum anderen steht ja seit Wochen die Unterstützung der Reserve im Vordergrund. Das hat zwangsläufig Auswirkungen auf unsere Bilanz“, meint Trainer Faruk Brahimi. Beim letzten Auswärtsspiel in Menden konnte er noch einige für die „Zweite“ abgestellte Akteure einsetzen, doch im heutigen Nachholspiel (19.45 Uhr) bei der enorm heimstarken TG Voerde muss er auf so wertvolle Stammkräfte wie Felix Bauer und Jannik Hollatz verzichten. „Unsere Erfolgsaussichten sind da wohl nur theoretischer Natur“, stuft Brahimi trotz des 29:24-Hinspielerfolges die Aufgabe als fast unlösbar ein, denn die Schützlinge seines erfahrenen Kollegen Karl-Heinz („Kalla“) Paukstadt haben in eigener Halle noch keine Niederlage erlitten, selbst dem designierten Meister RE Schwelm den bislang einzigen Minuspunkt beigefügt.

Deshalb erwägt Trainer Brahimi auch, weitere Stammkräfte wie Jonas Bovensmann und Nick Albrecht, die ohne Haftmittel ohnehin nicht sonderlich gut zurechtkommen, zu schonen: „Dann hätten wir bessere Optionen für Spiele, in denen wir echte Siegchancen haben“, denkt Brahimi bereits an die restlichen nachösterlichen Aufgaben gegen Olpe, in Lüdenscheid und zum Schluss gegen Schwerte/Westhofen.

HSG II auf Schützenhilfe angewiesen

Hohenlimburg. Nicht zu holen gab es für die zweite Damen- und dritte Herrenmannschaft der HSG Hohenlimburg bei ihren schweren Auswärtsspielen. Die Damen-Reserve kann sich aus eigener Kraft nicht mehr retten.

Damen-Bezirksliga: SGSH Dragons – HSGH II 30:17 (13:8). Zur erwarteten Niederlage in Schalksmühle gesellte sich der Heimsieg der Mendener Zweitgarnitur über Kierspe-Meinerzhagen, so dass die Hohenlimburgerinnen selbst mit zwei abschließenden Erfolgen über Menden II und Freier Grund, die dank prominenter Verstärkung aus dem Verbandsliga-Kader eigentlich selbstverständlich sein sollten, auf Schützenhilfe angewiesen sind. Die Schützlinge von Michaela Foote hatten immer wieder Phasen, in denen sie ebenbürtig waren, aber das reichte nicht, um für einen Punktgewinn infrage zu kommen, weil die SGSH gleich zum 5:1 vorgelegt hatte und den Gast nach dem 8:5 mit einem weiteren 3:0-Lauf endgültig auf Distanz hielt. Wieder einmal haperte es bei der HSG an der Durchschlagskraft im Angriff, war Lisa Bornemann mit fünf von sieben verwandelten Siebenmetern noch beste Schützin.

HSG II: Kriwitt, Krippels; L. Bornemann (5/5), Metzner (3), Krüger (3), Herbel (3/1), Lenze (1), Betchen (1), M. Bornemann (1), Ackermann, Thoss, Rohloff.

Herren-Kreisliga: HVE Villigst-Ergste II – HSGH III 31:26 (18:14). Durchaus achtbar zogen sich die Hohenlimburger am ungeliebten Sonntagabend beim Spitzenreiter aus der Affäre. Vor allem Tim Hell war gut aufgelegt und sorgte mit seinen acht Treffern zusammen mit dem sicheren Siebenmeter-Schützen Leo Hardam dafür, dass sich die Niederlage in Grenzen hielt. Die HSG startete konzentriert und sorgte dafür, dass der hohe Favorit erst nach 17 Minuten zum 8:7 in Führung gehen konnte. Das zum 15:11 herausgeworfene Polster brachten die Ruhrstädter ins Ziel und nahmen neben den HSG-Glückwünschen auch deren Aufforderung entgegen, sich nach Ostern in Meschede ordentlich ins Zeug zu legen. Die Mescheder sind nämlich durch ihre hauchdünne 30:31-Niederlage in Warstein jetzt hinter die punktgleichen Hohenlimburger auf den Abstieg bedeutenden letzten Platz abgerutscht.

HSG III: Schachulski; T. Hell (8), Hardam (7/5), F. Hinz (3), Hennig (3), Heider (2), Paaschburg (2), Bonacker (1), Jochheim, M. Hinz.

Brahimi hofft auf passende Reaktion

Hohenlimburg. Gleich an drei verschiedenen Tagen sind die Handballteams der HSG Hohenlimburg vor der Osterpause im Einsatz. Das wichtigste Spiel steigt dabei schon heute Abend (20.30 Uhr), wenn die zweite Herrengarnitur im Kampf um den Bezirksliga-Verbleib den kecken Aufsteiger HV Sundern erwartet. Schließlich hat sich der Verein entschlossen, alles zu tun, um den Status der Ausbildungsmannschaft auf gehobenem Niveau aufrecht zu erhalten. 

Sieg bei Liga-Primus

Nachdem das erste Kapitel mit dem stolzen Sieg beim Tabellenführer Herdecke/Ende erfolgreich abgeschlossen wurde, soll die erneut gemeinsam von Faruk Brahimi und Ivo Maly gecoachte Truppe auch den Favoritenschreck aus Sundern, der schon mit Heimsiegen über Herdecke/Ende und Attendorn-Ennest glänzte und kürzlich seine ersten Auswärtspunkt ausgerechnet beim Tabellenvierten Lössel einfuhr, in die Schranken verweisen. „Ausrutscher sind nicht erlaubt, wir stehen immer noch auf einem Abstiegsplatz und müssen damit rechnen, dass auch unsere Tabellennachbarn punkten“, warnt Maly vor jeglicher Art von Leichtsinn oder Überheblichkeit, verweist auf den peinlichen Auftritt gegen Hagen IV, der ja erst den kompakten Einsatz eines halben Dutzend Landesliga-Stammkräften erforderlich machte.

„Für uns ist das ein Freundschaftsspiel unter Wettbewerbsbedingungen, denn gegen so einen hochkarätigen Gegner haben wir noch nie gespielt“, meint Sunderns Trainer Frank Schaden. Der wäre zufrieden, wenn der direkte Vergleich gewonnen würde, was bei einem Polster von elf Toren (die HSG ging in Sundern mit 32:43 unter) realistisch sein dürfte.

Die Teamwechsel-Modalitäten (in der höherklassigen Mannschaft ist man nur festgespielt, wenn man zweimal hintereinander dort spielt) ermöglichen der HSG allerdings auch, dass sie am Sonntag (17 Uhr) zum Landesliga-Kreisderby bei der SG Menden Sauerland II eine starke Besetzung aufbieten kann, da bis auf Jonas Bovensmann und Nick Albrecht alle Akteure spielberechtigt sind. „Ich hoffe, dass meine Jungs nach dem bescheidenden Auftritt gegen Schwelm die passende Reaktion zeigen und den Ehrgeiz haben, sich bei einem Gegner auf Augenhöhe durchzusetzen“, meint Chefcoach Faruk Brahimi, der die Saison zu gerne mit positivem Punktekonto beenden würde. Die von Arnd Wefing betreuten Mendener liegen zwei Zähler hinter der HSG und wollen sich für die 24:28-Hinspielschlappe revanchieren.

Mission erfüllt

Die Verbandsliga-Damen der HSG sind schon drei Runden vor Abschluss endgültig gerettet. „Ich habe meine Mission erfüllt“, macht Interimstrainer Timo Handwerker keinen Hehl aus seinem Stolz, in sechs Partien acht Punkte geholt zu haben. Schöner Nebeneffekt: Vielleicht noch gerade rechtzeitig kann dadurch die zweite Mannschaft um Kampf um den Bezirksliga-Verbleib unterstützt werden. Bei den SGSH Dragons muss Reserve-Trainerin Michaela Foote am Samstag (14 Uhr) noch auf Unterstützung verzichten, aber nach Ostern stehen ihr Torjägerin Sarah Klonek, Jennifer Tille, Carina Voß und Lena Becker zur Verfügung. Dieses Quartett wird nämlich im morgigen Verbandsliga-Match (17 Uhr) beim Spitzenteam DJK Coesfeld aussetzen. „Mitgefangen heißt mitgehangen. Irgendwie kriegen wir mit Hilfe der A-Jugend schon sieben Leute zusammen, außerdem kommt eventuell jemand aus der Zweiten nach“, meint Handwerker.

Brahimi-Sieben geht gegen Liga-Primus RE Schwelm unter

HEINZ-WERNER SCHROTH 

Die HSG Hohenlimburg hat gegen RE Schwelm keine Chance. Daran kann auch Felix Stracke (am Ball) nichts ändern.

Hohenlimburg. Gegen den mit erst einem Minuspunkt behafteten Spitzenreiter zu verlieren, ist für eine ersatzgeschwächte Mannschaft der HSG Hohenlimburg keine Schande. Allerdings hatte sich Trainer Faruk Brahimi deutlich mehr Widerstand erhofft, als seine Schützlinge beim 25:35 (8:16) gegen den kommenden Verbandsligisten RE Schwelm boten. 

Ruhe am Spielfeldrand

Am Spielfeldrand ging es verblüffend ruhig zu. Brahimi hatte früh einen dicken Hals und verzichtete darauf, seine von Beginn an hinterherlaufende Mannschaft zusammenzufalten. Und sein Kollege Jörg Rode hatte ja keinen Anlass, verbale Korrekturen vorzunehmen. Sein gleich mit 3:0 enteilendes Team übernahm nach dem 7:5 (14.) komplett das Kommando und sorgte mit einem 6:0-Lauf zum 16:7 schon vor dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse.

Obwohl neben den für die „Zweite“ freigesessenen Bauer, Hollatz, Marks und Kind auch Torhüter Fritzsche und Rechtsaußen Doescher fehlten, konnte Brahimi zehn Feldspieler aufbieten, während Schwelm im Angriff nur einmal wechselte, da Ohrmann ja reiner Abwehrspezialist ist. Die Gäste aber hatten alle Leistungsträger bis auf Meuren an Bord – und das war auf dem Rundturnhallen-Parkett auch deutlich zu sehen.

Köhrer mit 13 Treffern

Der kleine Regisseur Yannick Brockhaus leitete das druckvolle Aufbauspiel, zudem arbeitete die Abwehr engagiert, was reichlich Konterchancen bescherte Linksaußen Köhrer avancierte so zum Mann des Tages und war durchaus sauer, dass ihn Rode nach seinem 13. Treffer auf die Bank beorderte.

Die HSG war weder spielerisch noch vom Kopf her in der Lage, dem Tabellenführer Paroli zu bieten. Akteure wie Lukas Wetzel oder Cederik Truss gingen völlig unter, auch Felix Stracke bekam seine derzeitigen Grenzen aufgezeigt. Letztlich waren es nur Jonas Bovensmann und der zunächst am Kreis eingesetzte, nach der Pause sechsmal aus dem Rückraum treffende Nick Albrecht, die sich ernsthaft gegen ein Debakel auflehnten.

„Aktuell zählt bei uns nur die Zweite, da muss man solche Nackenschläge hinnehmen, auch wenn sie mir persönlich sehr wehtun“, resümierte Brahimi. Für den Freundschaftsspiel-Charakter der zweiten Hälfte spricht, dass Schwelm ganz ohne Zeitstrafe sein Polster verteidigen konnte.

HSG: Botte (43. Schalenbach); Albrecht (8), Bovensmann (6), Tsolakis (3), Krisch (2), Maschin (2), Schachulski (2), Stracke (1), Wetzel (1/1), Truss, Ludwig.

RES-Tore: Köhrer (13/5), Mperzigiannis (6), K. Kliche (4), Fleischhauer (4), Brockhaus (3), Möller (3), Schmitz (1), D. Kliche (1).

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