Dezimierte HSG-Frauen verlieren Lokalderby

Handball: HSG Hohenlimburg kann nur acht Feldspielerinnen gegen Halden-Herbeck aufbieten

HEINZ-WERNER SCHROTH

Hohenlimburgs Anna Scheibe-Jochheim (am Ball) bringt es im Derby gegen TuRa Halden-Herbeck auf drei Tore.

Hohenlimburg. 40 Minuten lang boten die Handball-Damen der HSG Hohenlimburg dem favorisierten Lokalrivalen SG TuRa Halden-Herbeck Paroli. Doch am Ende stand ein ernüchterndes 29:35 (15:14), steht nach dem zweiten punktlosen Heimauftritt fest, was Trainer Christian Köster schon im Vorfeld angedeutet hatte: Für die von zahlreichen Ausfällen geplagte HSG geht es noch mehr als im Aufstiegsjahr nur darum, irgendwie den Verbleib in der Verbandsliga zu schaffen.

Zwar drei Torhüterinnen, aber ganze acht Feldspielerinnen standen auf dem Einsatzprotokoll der HSG. Den Gästen erging es allerdings auch nicht viel besser, aber Trainerin Katharina Stein konnte zumindest alle Leistungsträgerinnen aufbieten und sich auf die Dynamik der Ex-Nationalspielerin Sabrina Richter, mit 11/3 Toren bester Schützin des Derbys, verlassen.

Zunächst aber hatten die Hohenlimburger Fans unter den 200 Besuchern Grund zum Jubeln, denn Kreisläuferin Lena Becker und Sarah Klonek sorgten gleich für eine 2:0-Führung. Mit drei verwandelten Strafwürfen nacheinander sorgte Klonek sogar für das 9:6. Und Becker war es, die eingangs der Schlussminute der ersten Hälfte das 15:12 markierte. Was dann geschah, bezeichnete Köster später als Knackpunkt, denn Hohenlimburg verdaddelte zwei Angriffe und ließ den Gast auf 15:14 herankommen, obwohl doch Torfrau Denise Seckelmann deutlich mehr Bälle pariert hatte als ihr die TuRa-Keeperinnen.

Entsprechend optimistisch startete Halden-Herbeck in Abschnitt zwei, verbuchte zum 16:15 die erste Führung. Die HSG konterte zwar durch Klonek und Vanessa Raabe, aber das 17:16 sollte die positive Ausnahme bleiben. Gegen die jetzt aufblühende Richter fand die Abwehr kein Mittel mehr.

Zeitstrafen häufen sich

Außerdem häuften sich die Zeitstrafen (insgesamt neun), war für Christina Markmeyer nach 40 Minuten und dritter Hinausstellung das Match beendet, was Kösters Handlungsspielraum weiter einschränkte. Halden-Herbeck hatte sich besser auf die kleinlich leitenden Unparteiischen eingestellt, konnte seiner Sache aber erst sicher sein, als die verständlicherweise müder werdenden Klonek beim Stande von 22:25 eine „Marke“ neben den Kasten setzte.

HSG: Seckelmann (50. Schuchardt), Klonek (10/5), Becker (6/1), Raabe (4), Scheibe-Jochheim (3), Kramer (3), Markmeyer (2), Voß (1), A. Funke. bg

300 Zuschauer feiern Brahimi-Team

Handball-Landesligist HSG Hohenlimburg feiert dritten Sieg im dritten Spiel. 24:18 über die DJK Bösperde. Lukas Wetzel und Felix Bauer Haupttorschützen

HEINZ-WERNER SCHROTH

Lukas Wetzel (am Ball) ist einmal mehr der Dreh- und Angelpunkt bei der HSG Hohenlimburg im Heimspiel gegen DJK Bösperde. Sieben Treffer steuert er zum 24:18-Sieg bei. Damit ist die HSG in dieser Saison noch ungeschlagen.

Hohenlimburg. Dritter Sieg im dritten Spiel: Die Landesliga-Handballer der HSG Hohenlimburg haben einen perfekten Saisonstart hingelegt. Nach den eingeplanten Erfolgen über die Aufsteiger aus Voerde und Letmathe bezwang das Team von Chefcoach Faruk Brahimi auch den Kreisrivalen SG DJK Bösperde eindrucksvoll mit 24:18 (15:10) und versetzte die im Laufe der Partie immer lautstarker feiernden Zuschauer – mit 300 Besuchern war die Rundturnhalle bestens gefüllt – in Festtagsstimmung und Vorfreude auf das am nächsten Sonntag steigende Derby in Volmetal.

Defensive gibt Ausschlag

So perfekt wie zuletzt in Letmathe funktionierte die Abwehrarbeit nicht, aber das war ja gegen die offensivstarken Bösperde auch nicht zu erwarten. Dennoch war es letztlich die Defensive, die das Match deutlich in Richtung Hohenlimburg lenkte, denn das insgesamt 13 Bälle abwehrende Torhütergespann Marco Fritzsche/René Kind ließ nur 18 Würfe passieren. Insbesondere Bösperdes Rückraumhünen-Brüderpaar Wergen tat sich schwer, produzierte zahlreiche Fahrkarten und musste sich am Ende mit fünf Toren begnügen. Diese Ausbeute schaffte Linksaußen Berkenhoff allein, aber er war der einzige Bösperder mit der nötigen Zielsicherheit. Auf HSG-Seite setzte Lukas Wetzel die Akzente, bestätigte seine glänzende Verfassung mit vier Toren zum 6:3 und klugen Pässen. Auch Felix Bauer hatte seinen Anteil daran, dass sich die Hausherren nach der Einrollphase zum 7:6 (16.) vorentscheidend auf 14:8 absetzen konnten.

DJK-Coach Michael Wetzel versuchte es mit wechselweisender Manndeckung gegen die beiden Spielgestalter, aber Hohenlimburg hat in dieser Saison ja eine qualitativ deutlich breiter aufgestellte Mannschaft und findet gegen solche taktischen Kniffe die richtigen Lösungen.

Zwei „Marken“ vergeben

Obwohl zwei Siebenmeter vergeben wurden und die Offensive insgesamt ein wenig hakte, ließ die HSG ihren Gast nie näher als auf vier Tore herankommen. So traf Nick Albrecht aus der zweiten Reihe zweimal, wurden die zwangläufigen Lücken in der Gästeabwehr genutzt, um Kreisläufer Jannik Hollatz in Szene zu setzen. Er traf zum 19:12 und 20:13 und verwertet ein tolles Wetzel-Zuspiel unter dem tosenden Beifall der Fans zum 23:15 (52.). Dass die HSG dann wie in Letmathe auf Sparflamme umschaltete, tat der Begeisterung über den dritten Erfolg keinen Abbruch. „Wir haben wieder glänzend verteidigt, die Körpersprache meiner Mannschaft hat den Gegner sichtlich beeindruckt“, lobte Brahimi seine Schützlinge und hob dabei nicht etwa seine Hauptschützen, sondern die ackernden Tom Maschin und „Pico“ Marks heraus.

wC Oberliga VR: 2 Siege = 2. Tabellenplatz

HSG Hohenlimburg – Oespel Kley 26:12 (14:7)
Ein Feuerwerk der Spiellaune feuerten die HSG – Mädchen in der heimischen Rundturnhalle vor einem begeisterten Publikum ab. Die Mädchen gingen schnell mit 3:0 in Führung. Dann folgte die einzige Schwächephase des Spiels , in der die Oespeler bis auf 4:5 aufholen könnten. Eine über die ganze Spielzeit hervorragend aufgelegte Laetitia Stolzheise im Tor verhinderte den Ausgleich. Ab da nahm das temporeiche Spiel seinen Lauf. Die Tempogegenstöße, variabel gespielten Spielzüge und bemerkenswert präzisen Anspiele auf allen Positionen sind eine Werbung für den Mädchenhandball gewesen.
Nach der soliden Pausenführung (14:7) ruhten sich die Löwinnen nicht aus, sondern vergrößerten souverän ihren Vorsprung mit mutigen und risikobereiten Aktionen.
Es spielten:
Amani Azek (1), Mila Drechsler (9),  Kübra Göktürk, Lina Gottschalk (4), Fiona Menzel (4), Janice Nottebohm, Zora Pfeil (2), Sara Recber (1), Lilly Roemmich (2), Isabel Schröder (2), Laetita Stolzheise,  Ronya Varli, Noemi Weldon (1).

Text: Tina Drechsler

Weibl. E Jugend unterliegt in Sundern mit 14:11

Im zweiten Spiel der Saison mussten sich die Mädchen der HSG Hohenlimburg dem Gastgeber aus Sundern mit 14:11 Spiel geschlagen geben. Unsere Mädchen gestalteten die erste Halbzeit durch Ihre hohe Laufbereitschaft ausgeglichen und konnten sogar mit einer 5 : 7 Führung in die Pause gehen. Nach dem Seitenwechsel spielte der Gastgeber dann seine körperliche Überlegenheit sowie die teilweise vorhandene Erfahrung der zweiten E Jugendsaison aus und glich in der 33 Minute die HSG Führung zum 11:11 aus. Im Anschluss schwanden unseren Mädchen die Kräfte und damit auch die Konzentration, sodass wir noch drei Gegentore hinnehmen mussten. Die mannschaftliche Geschlossenheit sowie der Kampfgeist der Spielerinnen begeisterte die Eltern und Trainer.
Zusammenfassend kann man sagen:
In einem harten aber fairen Spiel konnte unsere Mannschaft lange Zeit den körperlich überlegenen Gastgeber paroli bieten, aber am Ende siegte der Gastgeber verdient, der mit Mariella (Nummer 5 / 8 Tore) auch die beste Spielerin auf dem Feld hatte.

Text: Stefan Hartmann

Maly-Schützlinge auf dem Boden der Tatsachen

Neheim. Eine Woche nach dem stolzen Sieg über Lössel ist die Handball-Reserve der HSG Hohenlimburg unsanft auf dem Boden der Realität gelandet.

Beim TV Neheim setzte es eine deftige 26:38 (11:18)-Niederlage, die nicht allein damit erklärt werden kann, dass Stammkeeper Felix Botte sowie Tim und Max Hell fehlten, Pierre Ludwig arg angeschlagen war.

„Ich habe heute keinen Spieler gesehen, der Normalform erreicht hat“, meinte Trainer Ivo Maly.

Das Verbot von Haftmitteln schmeckte den Gästen gar nicht, aber zu den Problemen im Angriff gesellten sich kapitale Schwächen im Zweikampfverhalten.

Neheim trifft in Serie

Obwohl die Leistungsträger des TV Neheim bekannt waren, konnten sich M. Pater (12/4), S. Frohne (8), Koch und F. Pater (je 5) nach Herzenslust austoben.

Bis zum 11:9 (19.) blieben die Hohenlimburger dran, doch dann traf Neheim sechsmal in Serie. Maly ging im zweiten Abschnitt volles Risiko, ließ mindestens zwei Gegenspieler in Manndeckung nehmen, doch eine positive Wirkung blieb aus.

Erst nach dem 32:17 (50.) gelang es, die jetzt nachlassende Abwehr-Konzentration der Neheimer zu einigen leichten Toren und zur Ergebniskosmetik zu nutzen.

Bis zum nächsten Spiel sammel

„Wir wissen jetzt alle, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen und man für Punktgewinne hart arbeiten muss. Zum Glück haben wir jetzt spielfrei und Zeit genug, uns für das kommende Heimspiel gegen Warstein zu sammeln“, resümierte Maly.

HSG II: Schalenbach, Rinke (6/4), Waschk (4), Stracke (4). Thiel (3), Paaschburg (3), Krisch (3), Jochheim (2), Hennig (1), Ludwig, Eggert, Stegemann.

Das Spiel der HSG-Drittgarnitur bei Letmathes Reserve fiel wegen fehlender Schiedsrichter aus. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest

HSG-Glanzleistung im Lokaldery

Letmathe. Standing Ovations schon weit vor Spielende und durchweg strahlende Gesichter im stattlichen Fanblock: Die Landesliga-Handballer der HSG Hohenlimburg setzten sich im Nachbarschafts-Derby bei Aufsteiger Letmather TV weitaus souveräner als erwartet mit 22:17 (10:5) durch und gehören somit zum kleinen Kreis der Teams, die mit 4:0-Punkten in die Saison gestartet sind. Die Werbetrommel für das nächste Kreisduell gegen Bösperde hätte nicht besser gerührt werden können.

Chefcoach Faruk Brahimi hatte sich taktisch einiges einfallen lassen, um den Angriffsschwung des LTV von vorneherein einzudämmen. Mike Stülper agierte als giftiger Abfangjäger und störte das Aufbauspiel der Letmather, die zudem immer wieder an den guten Reaktionen von Keeper Marco Fritzsche scheiterten. „Das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Keeper war in der ersten Halbzeit grandios“, lobte Brahimi.

Viel fehlte nicht, dann wären die Hausherren ohne jedes Feldtor in die Halbzeitbesprechung gegangen. Erst in Minute 25, als die HSG schon klar mit 10:4 führte, gelang Rechtsaußen Schon der erste und einzige Treffer aus dem Spiel heraus. Zuvor konnten die eigenen Anhänger in der überraschend nicht ganz vollen Humpferthalle nur Siebenmeter-Tore von Münzner bejubeln, gab es kaum Anfeuerung für das offensichtlich überforderte Team.

Starke Anfangsphase der HSG

Die Hohenlimburger zogen dem LTV schon in der Startphase den Zahn, weil sie bis zum 5:1 (7.) ihre Chancen konsequent nutzten. Den auf halb rechts agierenden Timo Schachulski hatte Letmathes Deckung offenbar nicht auf der Rechnung, tat sich aber auch gegen den quirligen Felix Bauer sehr schwer. Dass Nick Albrecht lange auf der Bank blieb, weil er ohne Harz gar nicht zurecht kommt, spielte keine Rolle, denn die HSG besaß im zweiten Abschnitt einen weiteren Akteur, der Letmathes Deckung aufmischte.

Lukas Wetzel glänzte nicht nur als sicherer Siebenmeter-Vollstrecker, sondern lieferte prächtige Anspiele zu Kreisläufer Jannik Hollatz und traf zudem selbst dreimal aus dem Feld. Das war auch nötig, denn Bauer und Schachulski wurden jetzt besser bewacht.

Zudem blühte der Letmather Halbrechte Budde auf, sorgte mit vier Treffern nacheinander für das 10:15 (43.). Spannung ließ die HSG, bei der Philipp Wittke aufgrund des Ausfalls von Cederik Truss aushalf, aber nicht aufkommen, antwortete vielmehr mit einem Viererpack zum 10:19, wobei auch Fritzsches Siebenmeter-Parade ihren Beitrag leistete.

Nach 52 Minuten und Schachulskis Treffer zum 12:21 begannen nicht nur auf der Tribüne die Hohenlimburger Feierlichkeiten, ließ die Konzentration derart nach, dass der LTV noch deutliche Ergebniskosmetik betreiben konnte.

Coachingrolle für Bodgan Wittke

An der Zufriedenheit von Brahimi („Ich bin überwältigt, die Jungs haben die Taktik prima umgesetzt“) und dem die Coachingrolle einnehmenden Co-Trainer Bodgan Wittke änderte dies aber wenig.

Die Statistik zum Lokalderby

HSG Hohenlimburg: Fritzsche; Wetzel (8/5), Bauer (5), Schachulski (5), Hollatz (2), Stülper (1), P. Wittke (1), Doescher, Marks, Bovensmann, Maschin, Tsolakis, Albrecht.

Zeitstrafen: LTV 2, HSG 3. Zuschauer: 300.

wC – erste Sieg in der Oberliga (Vorrunde) gegen Riemke

wC-Jgd. Oberliga Vorrunde
HSG Hohenlimburg – SV Teutonia Riemke 24 : 16 (12 : 8)
Den ersten Sieg im 2. Spiel in der Oberliga-Vorrunde konnten die Hohenlimburger Mädchen an diesem Wochenende feiern.
Im ersten schweren  Spiel gegen eine starke  Borussia aus Dortmund war die HSG ohne Chance und ließ sich in der ersten Halbzeit überrollen. Die guten Leistungen aus der 2. Halbzeit  gegen Dortmund, die nur mit 2 Toren verloren wurde,  sollten das Fundament für einen Sieg gegen Riemke bilden.
Die Mädchen starteten jedoch zögerlich und unsicher, es fehlte die Ordnung im  dennoch erfolgreichen Angriff. So entschieden  die Löwinnen die erste Halbzeit mit 12:08 für sich.
Neben vielen technischen Fehlern gab es für die Zuschauer auch sehenswerte Anspiele und zahlreiche Tempogegenstöße zu bejubeln. Das in keiner Phase gefährdete 24:16 zeigte „Licht und Schatten“, so das Resümee am Ende des Spiels. Erfreulich, dass fast alle Mädchen sich in die Torschützenliste eintragen konnten, Janice Nottebohm krönte ihre konstant guten Leistungen mit 2 Toren.
Es spielten:
Amani Azek, Mila Drechsler, Kübra Göktürk, Lina Gottschalk, Fiona Menzel, Janice Nottebohm, Lilly Roemmich, Isabel Schröder, Laetita Stolzheise, Ronya Varli, Noemi Weldon.

mB – kämpferisch bis zum Spielende

mB-Jugend Kreisliga
SG Iserlohn-Sümmern – HSG Hohenlimburg  23:19 (13:9)
Trotz der Niederlage eine tolle kämpferische Leistung des Teams unter der Leitung von Tjark Döscher, der der Mannschaft wieder den Siegeswillen klar machte. Gerade in der zweiten Halbzeit wurde bis zur letzten Spielsekunde gefightet.In den neuen Trikots – gesponsert durch die Firma ‚Simplan‚ – gelangen viele gute Aktionen. TW Manuel Radtke konnte drei 7-Meter vereiteln und er war nicht der einzige Akteur der neben Nico Gieß und Max Fehlauer glänzte. Kreisläufer Finn Mannsfeld zeigte in der Deckungsmitte volle Bereitschaft und auch alle anderen Mitspieler fügten sich in eine geschlossene Mannschaftsleistung ein.
Schade nur, dass die Motivation nicht für einen Erfolg reichte. Aber der wird kommen!!
Es spielten:
MANUEL RADTKE ; JONAS RADTKE, (1), TOBIAS CRAMER, NICO GIESS, (9), MAX FEHLAUER, (4), FINN MANNSFELD, (2 ), TALHA KOESE, (2), JULIAN BORNEMANN, ALBIN BRAHIMI (1)

Kein Start nach Maß für die HSG-Frauen

Hohenlimburg. So hatten sich die Handball-Damen der HSG Hohenlimburg und der neue Trainer Christian Köster den Saisonstart nicht vorgestellt: Nach ordentlicher erster Halbzeit bauten sie gegen Teutonia Riemke im zweiten Abschnitt deutlich ab und mussten am Ende eine 23:28 (15:14)-Niederlage hinnehmen. „Wir haben nicht genügend Druck im Rückraum aufbauen können und uns zu früh aufgegeben“, resümierte der enttäuschte Köster. In der Anfangsphase lief es im Angriff durchaus nach Wunsch, sorgten Kreisläuferin Lena Becker und Rechtsaußen Nadine Geitebrügge für eine 2:1-Führung, die Neuzugang Sarah Klonek mit einem Dreierpack auf 6:4 (9.) ausbaute.

Flugzeugausfall bei Norma Kramer

Doch dann folgte eine erste Schwächephase mit vier Gegentreffern am Stück, deutete sich hier schon an, dass die wegen eines Flugzeugausfalls nicht rechtzeitig aus ihrem Urlaub zurückgekehrte Spielmacherin Norma Kramer im Aufbau arg fehlte. Carina Voß und Klonek gelang es immerhin, die Führung zurückzuerobern. Und der Vorsprung wuchs auch dank einiger Paraden von Torfrau Chantal Schuchardt durch Jennifer Tille (zum 13:10) und Christina Markmeyer (zum 15:11) weiter an, war bis zum Seitenwechsel aber fast aufgebraucht. Durchgang zwei verlief völlig anders, denn nach dem 17:15 durch Kloneks Strafwurf scheiterten die Hohenlimburgerinnen reihenweise an der Riemker Torfrau Dietrich und konnten selbst Überzahlsituationen nicht mehr nutzen. Das 18:21 (42,) erwies sich bereits als Vorentscheidung, denn außer Klonek konnte keine Rückraumspielerin Akzente setzen, blieben zudem präzise Pässe an den Kreis aus. Auch das einzige Tor von Vanessa Raabe zum 21:24 (50.) konnte die HSG nicht mehr aufrütteln. „Wir haben das selbst verbockt, es wurde untereinander zu wenig geredet“, bemängelte Köster, der jetzt knapp zwei Wochen Zeit hat, um seine Schützlinge auf das Derby gegen die SG/TuRa Halden-Herbeck einzustimmen.

HSG: Schuchardt (31. Witte, 38. Seckelmann), Klonek (9/4), Geitebrügge (3), Voß (3), Becker (3/2), Markmeyer (2), Raabe (1), Tille (1), Scheibe-Jochheim (1), A. Funke. bg

Maly-Team nach 26:20 Derbysieger

Hohenlimburg. Nicht nur die erste Handball-Herrenmannschaft der HSG Hohenlimburg verbuchte einen gelungenen Saisonstart. Auch die erfolgsentwöhnte HSG-Dritte und die neuformierte Zweitgarnitur konnten doppelt punkten, was im Derby gegen den ambitionierten Nachbarn TV Lössel keineswegs zu erwarten war.

Bezirksliga: HSG II – TV Lössel 26:20 (11:5). Rund 150 Zuschauer, darunter etliche Schlachtenbummler aus Lössel, sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse, HSG-Abteilungsleiter Uwe Dewenter (Foto) fungierte als Hallensprecher, hatte in den ersten 24 Minuten aber außergewöhnlich wenig zu tun. Denn bis dahin waren gerade mal neun Tore gefallen, obwohl beide Teams mächtig aufs Tempo drückten und den Abschluss suchten. Hüben wie drüben war die Nervosität enorm hoch. So begann die HSG gleich mit drei Gegenstoß-Fehlpässen, konnte ihre Offensivpatzer aber durch intensive Abwehrarbeit und einen überragenden Keeper Felix Botte, der die Lösseler schier zur Verzweiflung brachte, kompensieren.

13:5-Polster herausgespielt

Obwohl längenmäßig bevorteilt, agierte das Team des neuen Coaches Ivo Maly mit einer 5:1-Abwehr, zwang die von Fischer (5/1) und Wagner (3) angeführten Gäste immer wieder früh in Zweikämpfe und verhinderte weitgehend das gefährliche Kreisläuferspiel. Nach dem 3:2 (14.) ging beim TVL abschlussmäßig gar nichts mehr, während die Hausherren jetzt präziser warfen und von allen Positionen gleichmäßig Druck ausübten. Das 7:2 (24.) war eine Duftmarke und stärkte das Selbstvertrauen der HSG-Talente, die auch zu Beginn der zweiten Hälfte konzentriert agierten und sich mit dem 13:5 ein Polster verschafften.

Der TVL stand sich mit vier vergebenen Strafwürfen selbst im Wege, ließ sich aber nie hängen und erfreute den eigenen Anhang mit zwei Fischer-Treffern bei vier- bzw. dreifacher Unterzahl. Spätestens als Linkshänder Niko Tsolakis ein Gegenstoßsolo zum 22:15 (52.) verwandelte, war das Nachbarschaftsduell entschieden, konstatierte Maly: „Genau so habe ich mir das vorgestellt. Wir haben von dem breiten und sehr ausgeglichenen Kader und Bottes Topform profitiert.“

HSG II: Botte (47. Schalenbach); Waschk (3), Thiel (3), Krisch (3), Ludwig (3), Rinke (3), Tsolakis (3/2), T. Hell (2), Hennig (2), M. Hell (2), Stegemann (1), Stracke (1), Eggert.

Herren-Kreisliga: HSG III – SSV Meschede 33:25 (17:9). Im Vorjahr hatte die HSG-Dritte gegen Meschede den einzigen Saisonsieg (29:22) eingefahren, von daher war der Ehrgeiz groß, dieses Kunststück zu wiederholen. Nach 2:4-Rückstand fingen sich die Hohenlimburger. Der später auch in der Reserve überzeugende Kevin Rinke, Felix Hinz, Chefcoach Faruk Brahimi und Fabian Richter waren die treibenden Kräfte der Hausherren, die sich über 10:5 (15.) auf 17:9 absetzten und die von Fonseca-Santos (10/3) gelenkten Mescheder nie mehr näher als auf vier Tore (19:15) heran ließen.

HSG III: P. Richter; Rinke (7/1), Brahimi (6), F. Hinz (6), F. Richter (5), Heider (4), Hartung (3), Arns (2), Gottmann, Seuthe. bg

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