Mike Ruppenstein will Partie schnell abhaken

Hohenlimburg. Der Marschplan, mit dem die Handball-Damen der HSG Hohenlimburg an diesem Wochenende ihre Kräfte aufteilten, ging auf. Während eine erheblich verstärkte zweite Mannschaft ihr Bezirksliga-Punktspiel gegen Sundern mit 28:20 gewann (Bericht folgt), musste die beträchtlich geschwächte Erstgarnitur gestern bei Borussia Dortmund III eine 18:29 (7:10)-Niederlage hinnehmen.

Trainer Mike Ruppenstein hatte gleich vier Spielerinnen aus dem Bezirksligateam dabei, um überhaupt wechseln zu können. Das uneingespielte Team geriet sofort unter Druck, weil die durchaus vorhandenen Gelegenheiten ausgelassen wurden. Die BVB-Dritte hingegen traf zuverlässig und schien nach 14 Minuten (7:0) einem Kantersieg entgegenzustreben. Die HSG fing sich aber allmählich. Ann-Cathrin Kamann brach zum 7:1 den Bann. Und nach dem 10:3 (20.) fiel plötzlich den Gastgeberinnen nichts mehr ein. Die jetzt stabile Hohenlimburger Abwehr und eine starke Torfrau Janine Schneider ließen bis zum Seitenwechsel kein Gegentor mehr zu, der 10:7-Pausenstand ließ hoffen, dass selbst mit einem Rumpfteam ein Erfolg möglich sein könnte.

Erste Tore erzielt

Das galt auch nach 38 Minuten noch, weil der Rückstand weiterhin bei drei Toren (14:11) lag, neben Kamann auch Vanessa Raabe offensiv überzeugte. Dann aber wurde es bitter für den Aufsteiger. Nachlassende Kraft für zu Konzentrationsmängeln, die Dortmunds Drittgarnitur eiskalt nutzte und mit dem Viererpack zum 18:11 den Widerstand der Gäste brach. Nach 46 Minuten stand es bereits 23:12 – ein Abstand, der auch beim Abpfiff Bestand hatte. Immerhin durften sich Michelle Bornemann und Jessica Menze über erste Verbandsliga-Tore freuen. „Mehr war für uns heute nicht drin. Das haken wir rasch ab und schauen nach vorne, denn am Samstag gegen Brambauer möchte ich mit dann hoffentlich besserer Besetzung schon etwas holen“, kommentierte Ruppenstein.

HSG: J. Schneider; Kamann (9/2), Raabe (5), Geitebrügge (2), Bornemann (1), Menze (1), Scheibe-Jochheim, A- Funke, Krüger, Herbel.

HSG spielt 45 Minuten ebenbürtig

Hohenlimburg. Der dritte Streich blieb aus: Nach zwei Heimsiegen über die HVE Villigst-Ergste (das erste Match wurde ja nach HVE-Protesten wiederholt) musste sich Handball-Landesligist HSG Hohenlimburg am Samstag dem spielstarken Aufsteiger in der Gänsewinkel-Halle mit 17:24 (9:10) beugen. Das Endergebnis täuscht allerdings, denn die Hohenlimburger waren 45 Minuten lang ein ebenbürtiger Gegner. Erst dann machte sich der Kräfteverschleiß und der fehlende Druck aus dem Rückraum entscheidend bemerkbar.

Hälfte der Fans aus Hohenlimburg

Die erste Überraschung war, dass die Hälfte der 120 Besucher aus Hohenlimburg kamen – eine bemerkenswerte Unterstützung angesichts der Tatsache, dass es nur ums Prestige ging. Den Schützlingen von Trainer Sascha Maystrenko gelang es dabei erneut, den offensiven Schaltstellen des Gegners mit aggressiver und beweglicher Abwehrarbeit entgegen zu wirken. Die sonst so starke linke Seite mit Stange und Mimberg kam kaum zum Zuge, einzig Mittelmann Ständker und Kreisläufer Marquis hatten gute Szenen, die nur zu einer knappen Pausenführung reichten, weil Hohenlimburg geduldig kombinierte und einige Strafwürfe herausholte, die Cederik Truss alle verwandelte. Außerdem bestätigte Torhüter René Kind seiner derzeitige Topform mit zwölf abgewehrten Würfen, also einer Quote von über 50 Prozent.

Guter Einstieg in Halbzeit zwei

Auch der Einstieg in den zweiten Abschnitt verlief verheißungsvoll. Truss scheiterte zwar an der Latte, aber Timo Schachulski, Tom Maschin (2) und Jannik Hollatz brachte die HSG trotzdem mit 13:12 (41.) in Führung. Und als „Pico“ Marks, der wie Niko Tsolakis zuvor einer Halbzeit lang in der Reserve beim Bezirksliga-Derby in Lössel (26:28, Bericht folgt) mitgespielt hat, das 15:15 (46.) erzielte, schien ein weiterer Coup in der Luft zu liegen.

Es geht steil bergab

Doch dann ging es steil bergab. Ein Lattenknaller von Hollatz leitete eine lange Offensiv-Durststrecke ein, selbst Truss traf jetzt vom Siebenmeterpunkt nicht mehr. Die jungen Ruhrstädter nutzten dies konsequent aus und setzten sich auf 22:15 ab, ehe Tjark Döscher ein Hohenlimburger Lebenszeichen sendete. „Bis auf die Endphase bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft absolut zufrieden“, resümierte Maystrenko. Schon am morgigen Dienstag (20.15 Uhr) steht ja in der Rundturnhalle das Nachholspiel gegen den Lokalrivalen TuS Volmetal II an.

Und am kommenden Samstag, 21. April, haben die Hohenlimburger schon wieder Heimrecht in der Rundturnhalle. Gegner ist um 17.30 Uhr der Tabellensechste DJK Bösperde.

Erster Saisonsieg für TVA

Konkurrent TV Arnsberg ist der erste Saisonsieg gelungen. Eine Woche nach dem Auftritt beim HSV Herbede (19:31), der seine Klassenerhalts-Chancen durch ein 23:23-Remis in Warstein nur geringfügig verbessert hat, zeigte sich die TVA-Truppe um Spielertrainer Jan Klute von ihrer besten Seite und gewann gegen RE Schwelm verdient mit 30:29 (15:12).

Bis auf die Anfangsphasen in beiden Halbzeiten und dem zittrigen Endspurt hatte Arnsberg die Szenerie im Griff. Schwelm kam zwar noch mit einer Fünfer-Serie zum 17:17, aber Arnsberg behielt die Nerven und zog wieder auf 28:22 (51.) davon. Schwelm verkürzte noch auf 28:29, ehe Philipp Mähl mit einer Heber die Entscheidung erzwang.

Reserve mit nächstem Schritt zum Ligaverbleib

Hohenlimburg. Die Handball-Reserve der HSG Hohenlimburg ist auf dem besten Wege, sich für eine zweite Bezirksliga-Saison zu qualifizieren. Sie tat sich zwar gegen den TuS Fellinghausen lange Zeit schwer, konnte am Ende aber doch einen klaren Sieg feiern und den Abstand zum Drittletzten Hasperbach auf vier Punkte ausbauen. Die Damen-Zweitgarnitur muss hingegen weiter bangen. Und die Herren-Dritte setzte trotz ordentlicher Leistung ihre Niederlagenserie fort.

Herren-Bezirksliga: HSG II – TuS Fellinghausen 37:27 (16:17). Die ohne Auswechselspieler angereisten Siegerländer schienen ein leichtes „Opfer“ für die trotz der beim Einwerfen erlittenen Verletzung von Leo Hardam gut besetzte HSG-Zweite zu sein. Das führte aber zu Leichtsinn und groben Nachlässigkeiten in der Defensive. Den anfänglichen Dreierpack von Bender nahmen die Hohenlimburger ebenso wenig ernst wie die dynamischen Aktionen von Mittelmann Heinz. Schon früh wechselte sich Trainer Faruk Brahimi ein, aber auch seine Treffer konnten den 12:16-Rückstand nicht verhindern. Mit einem 4:0-Lauf gelang endlich der Ausgleich. Und Philipp Wittke sorgte mit dem 18:17 für die erste Führung. Plötzlich wurde schneller kombiniert und präziser getroffen. Auch die Einwechselung von Keeper Sven Mang zahlte sich aus, denn ihm gelangen stolze 15 Paraden. Ein Viererpack zum 23:19 gab die Richtung vor. Insbesondere „Pico“ Marks drehte jetzt auf und avancierte noch zum Topschützen der Hausherren. Und Hazir Brahimi stellte schon nach 51 Minuten ein zweistelliges Polster (33:23) her. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit zu sehr geschont und nur Standhandball geboten, dann aber unseren kräftemäßigen Vorteil voll ausgenutzt. Marks und Bogdan Wittke haben ebenso wie Mang ein tolles Spiel gemacht“, kommentierte Faruk Brahimi.

HSG II: Marks (8), B. Wittke (7), F. Brahimi (7/3), T. Hell (5), P. Wittke, Geisler (je 3), H. Brahimi (2), Vartmann, Jochheim (je 1).

Kreisliga: Letmather TV II – HSG III 28:22 (14:11). Die Hohenlimburger konnten beim favorisierten Lokalrivalen endlich wieder mit starkem Kader, inklusive des Rückkehrers Marc Handwerker auftreten und leisteten lange Zeit energischen Widerstand. Zu Beginn lagen sie sogar einige Male mit zwei Toren vorne. Allerdings bauten sie in der Offensive nach dem 9:10 (14.) stark ab, brachten bis zur Pause nur noch einen Treffer zustande. In der Halbzeitpause schöpfte man aber neue Kraft, glich zum 15:15 (35.) aus und durfte bis zum 20:19 (47.) auf eine Überraschung hoffen. Erst in der Schlussphase konnte sich der LTV zum 26:20 entscheidend absetzen.

HSG III: Heider (7/3), A. Richter (5), L. Richter, F. Richter (je 3), Handwerker, Arns (je 2).

Damen-Bezirksliga: TV Wickede – HSG II 30:25 (15:11). Keine Bonuspunkte im Abstiegskampf für die von Melanie Weinand gecoachten Hohenlimburgerinnen. In einer sehr wechselvollen Partie gelang es den Gästen zwar, den 0:3-Fehlstart zum 5:5 wettzumachen, aber ein weiterer Wickeder Dreierpack ließ den Rückstand auf 10:15 anwachsen. Entschieden war das Match aber noch lange nicht, denn Vanessa Raabe bot eine bärenstarke Leistung und stellte mit 14 Toren eine persönliche Bestmarke auf. Als Michelle Bornemann zum 22:24 (48.) verkürzte, war der Akku der Gäste allerdings leer. Sie trafen in den folgenden zehn Minuten nur einmal, haben aber bei Punktgleichheit mit Gevelsberg-Silschede II und Iserlohn-Sümmern noch alle Chancen, sich zu retten.

HSG II: Raabe (14/2), Markmeyer (5), M. Bornemann (4), Krüger, Menze (je 1).

Keine Auszeit für erschöpfte HSG-Akteure

Hohenlimburg. Teilerfolg für die von extrem vielen Ausfällen geplagten Handball-Herren der HSG Hohenlimburg. Die Bezirksliga-Reserve gewann ihr Vier-Punkte-Spiel gegen Mitaufsteiger Fellinghausen mit 37:27 (Bericht folgt) und machte damit einen Riesenschritt zum Klassenverbleib. Da konnte die sportliche Leitung die 28:33 (12:16)-Niederlage der Erstgarnitur beim Landesliga-Tabellennachbarn TV Olpe locker verkraften.

Gerade mal ein Auswechsel-Feldspieler stand Trainer Sascha Maystrenko bei den heimstarken Olpern zur Verfügung. Von daher war die Erwartungshaltung äußerst gering und sank nach wenigen Minuten weiter, denn der Aufsteiger startete druckvoll und verschaffte sich über 4:1 (7.), 6:2 (12.) und 8:3 (14.) ein beruhigendes Polster.

Schachulski stark

Die Hohenlimburger brauchten eine Weile, um ihre Offensivaktionen präziser zu gestalten, steigerten sich dann aber kontinuierlich. Vor allem der diesmal sehr treffsichere Linkshänder Niko Tsolakis und Rückrauntalent Timo Schachulski setzten der Olper Deckung mächtig zu. Aber auch Linksaußen Tom Maschin wusste sich effektiv in Szene zu setzen.

Die Halbzeitpause nutzte die HSG, um neue Kräfte zu sammeln, kam ganz entschlossen aus der Kabine und glich in kurzer Zeit aus, wobei Tsolakis per Strafwurf sogar in Unterzahl (Strafzeit Schachulski) den 17:17-Ausgleich (36.) markierte.

Kein Tempo gegangen

Allerdings antwortete der von den überragenden Horri (12/4) und Fuhrmann (9) angetriebene TVO postwendend, traf binnen 60 Sekunden dreimal und machte aus dem 20:17 bis zur 50. Minute ein vorentscheidendes 29:22. „Mir fehlten die Wechselmöglichkeiten, deshalb konnte wir kein Tempo gehen und keinem erschöpften Spieler eine Auszeit gönnen“, befand Maystrenko.

Dass Cederik Truss einen gebrauchten Tag erwischte und zudem zwei Strafwürfe ausließ, war einer der Gründe, warum eine weitere positive Überraschung ausblieb. „Im Rahmen ihrer Möglichkeiten haben das die Jungs aber sehr ordentlich gemacht. Trotzdem hoffe ich sehr, künftig wieder einen größeren Kader zu haben“, meint Maystrenko. Das könnte schon am Samstag (20 Uhr) in Villigst-Ergste klappen, denn die Reserve spielt schon um 18.15 Uhr ihr Derby in Lössel.

HSG: Kind, Schmidt; Tsolakis (11/5), Schachulski (6), Maschin (5), Truss (3/2), Waschk (1), Bovensmann (1), Hollatz (1).

Landesliga-Schlusslicht TV Arnsberg – der TVA steht seit vergangener Woche bereits als Absteiger fest – hatte beim Drittletzten HSV Herbede deutlich mit 19:31 (9:12) das Nachsehen und konnte somit auch keine Schützenhilfe für den am kommenden Samstag gegen Herbede spielenden Nachbarn aus Warstein leisten, der ohne Schorlemer beim kommenden Meister Hombruch mit 21:41 unterging.

Brahimi-Team unterliegt mit Rumpfkader

Hohenlimburg. Obwohl die Handball-Reserve der HSG Hohenlimburg mit einem Rumpfkader bei der ambitionierten SG Ruhrtal antreten musste und folgerichtig mit 28:37 (10:19) unterlag, machte sie sich bester Laune auf den Heimweg.

Erstens, weil es ihr gelang, die zweite Halbzeit ausgeglichen zu gestalten, nachdem es zwischenzeitlich schon so ausgesehen hatte, als würde ihr ähnliches blühen wie Ruhrtal im Hinspiel (34:19), zweitens, weil der Einspruch des TuS Ferndorf III gegen den Abzug von sieben Punkte, abgelehnt wurde, die HSG somit einen Zähler gutgeschrieben bekam. Und drittens, weil Hasperbach auch beim Vorletzten der Bezirksliga Fellinghausen, dem nach der Osterpause nächsten HSG-Gast, nicht zu bestellen hatte. Somit gehen die Hohenlimburger mit einem Polster von zwei Punkten und dem gewonnenen direkten Vergleich in den letzten sechs Runden.

Ungewohnte Position

Spielertrainer Faruk Brahimi musste auf der ungewohnten Spielmacherposition beginnen, denn neben den Wittke-Brüdern, Goebels und Benny Hell fehlten weitere Stammkräfte wie Max Hell und Brammen sowie die Torhüter Fritzsche und Mang. Um wechseln zu können, hatte der 44-jährige Brahimi seinen zwei Jahre jüngeren Bruder Hazir und den Vorsitzenden Uwe Dewenter mitgenommen.

In den ersten Minuten gelang es Faruk Brahimi, mit geschmeidigen Bewegungen die zu passive Ruhrtaler Abwehr zu düpieren, seine drei Tore zum 4:3 (4.) reizten den Favoriten jedoch, die Aggressivität in der Deckung und das Tempo zu erhöhen. Vor allem Rechtsaußen Röttger (10) tobte sich so richtig aus und steuerte zum 9:4 (11.) sechs Treffer bei, weshalb Torwartyoungster Lou Schmidt seinen Platz für Routinier André Vartmann räumte. Der kassierte zwar zum 5:14 (19.) eine Fünferserie der SG, konnte danach aber einen Siebenmeter abwehren und gemeinsam mit dem die Strafwürfe sicher setzenden Leo Hardam verhindern, dass der Pausenrückstand in zweistellige Höhe wuchs.

Das passierte zu Beginn der zweiten Hälfte, als der zu heftig mit den Schiedsrichtern hadernde „Pico“ Marks gemeinsam mit dem indisponierten Maich Jochheim auf die Strafbank musste. Doch nach dem 23:12 (34.) war es mit der Ruhrtaler Herrlichkeit schlagartig vorbei. Erst düpierte Faruk Brahimi in unnachahmlicher Weise die SG-Deckung, traf in doppelter Unterzahl zweimal zum 14:23.

Gegenstoß von Tsolakis

Es gab sogar einen Gegenstoß durch Niko Tsolakis. Und als Hardam einen Siebenmeter-Fehlwurf selbst korrigierte, stand es auf einmal 18:24 (39.). Dass die HSG diesen Abstand bis zum 25:31 (52.) halten konnte, lag an Linkshänder Marc Geisler, der auf den Spielmacherposten gewechselt war und mit seinen Schlagwürfen sechsmal den vor der Pause so starken SG-Keeper Gierse überwand.

HSG II: Schmidt, A. Vartmann; F. Brahimi (10), Geisler (6), Tsolakis (5), Hardam (4/3), Marks (2), H. Brahimi (1), Dewenter, L. Vartmann, Jochheim. bg

Reserveberichte: Markmeyer und Raabe führen HSG-Reserve zum Triumph

Handball, Herren-Bezirksliga: DJK GW Emst – HSG Hohenlimburg II 34:29 (21:16). „Das habe ich mir ganz anders vorgestellt“, räumte HSG-Coach Faruk Brahimi selbstkritisch ein, sich personell „verzockt“ zu haben. Er verzichtete nämlich, obwohl Max Hell und Philipp Wittke ausfielen, auf einen breiteren Kader, vertraute allzu sehr auf seine Stammkräfte, die jedoch vor allem defensiv einen rabenschwarzen Tag erwischten und gegen das Emster „Dreigestirn“ mit dem künftigen Hohenlimburger L. Wetzel (10/5), Meier (7) und Altenbeck (6) kein Mittel fand. Die Grün-Weißen wirkten motivierter, obwohl es für sie nur ums Prestige ging, zogen nach ausgeglichenem Start (8:8, 13.) auf 16:10 (22.) davon und gab sich im zweiten Abschnitt nach ihren guten Start zum 23:16 (35.) keinerlei Blöße. Dass Mirko Brammen (45.) und „Pico“ Marks (56.) die Rote Karte kassierten, hatte angesichts der schon klaren Emster Führung keine Bedeutung mehr. Allein der elffache Torschütze Benny Hell verhinderte ein Debakel des Aufsteigers.

HSG II: Fritzsche, Mang; B. Hell (11), Geisler (5), Tsolakis (5/4), Goebels (3/1), B. Wittke (2), Brammen (2), Marks (1), T. Hell, Jochheim.

Herren-Kreisliga: SSV Meschede – HSG III 35:21 (15:11). An eine Wiederholung des Hinspielsieges war für den Tabellenletzten aufgrund zahlreicher Ausfälle nicht zu denken, auch wenn der Start mit 4:2 und 6:4 recht vielversprechend verlief. Schon früh zeigten sich die konditionellen Vorteile der Mescheder, die zum 11:7 (19.) konterten. Die HSG startete auch in den zweiten Abschnitt druckvoll, verkürzte auf 16:15, hatte nach dem 19:17 (39.) aber ihr Pulver verschossen und kassierte und den folgenden elf Minuten elf Gegentore zum 30:17. Damit steht fest, dass sie nicht mehr vom letzten Platz wegkommen wird.

HSG III: P. Richter; M. Hinz (6), Hardam (6/2), F. Richter (6/2), Seuthe (1), Schalenbach (1), Wenderoth (1), Bonacker, Ecker.

Damen-Bezirksliga: HSG II – TG Voerde 22:17 (10:8). Die Hohenlimburgerinnen taten sich gegen den um seine letzte Chance auf den Ligaverbleib kämpfenden Gast im ersten Abschnitt schwer und liefen bis zum 7:8 meist einem Rückstand hinterher. Dann schlugen Christina Markmeyer und Vanessa Raabe (2) und sorgten für ein kleines Pausenpolster. Der Ausbau der Führung ließ zum Leidwesen von Coach Bastian Hell lange auf sich warten. Voerde kam durch einen Doppelschlag der starken Halblinken Söhnchen (9/3) sogar zum 15:15-Ausgleich (46.). Erst jetzt erhöhte der Vorletzte seine Konzentration und sorgte mit einem Fünferpack zum 20:15 (53.) für erleichterte Mienen. Weil die Passnummer von Raabe nicht vorlag, will die TGV Protest einlegen.

HSG II: Thoss (40. Menze); Markmeyer (8/4), Raabe (5), Buchholz (4), Krüger (2), Hartmann (1), L. Bornemann (1), M. Bornemann (1), Herbel, Betchen, Dehmke, Tille, Lenze.

Ruppenstein: Mädels sind Motivations-Monster

Hohenlimburg. Idealer Spieltag für die Handball-Damen der HSG Hohenlimburg. Während die Zweitgarnitur ihr Bezirksliga-Kellerduell gegen Voerde mit 22:17 gewann (Bericht folgt), konnte das Verbandsliga-Team einen strahlenden 34:27 (18:11)-Erfolg über den souveränen Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus feiern. „Meine Mädels sind Motivations-Monster“, lobte Trainer Mike Ruppenstein seine Schützlinge, die hochmotiviert ans Werk gingen und dem sichtlich überraschten Oberliga-Aspiranten nach ausgeglichenem Beginn (5:5, 9.) gewaltig zusetzten.

Kinderhaus hatte große Probleme, sich auf die Spielleitung der Bergkamener Schiedsrichter Elias/Thamm einzustellen und kassierte im ersten Durchgang sechs Zeitstrafen. Die HSG vergab zwar die Chance, sich in doppelter Überzahl abzusetzen, aber die Topform von Torhüter Janine Schneider (20 Paraden) der Rückraumkräfte Ann-Cathrin Kramer, ihrer unverwüstlichen Mutter Natalie Funke-Kamann und der keinem Zweikampf aus dem Wege gehenden Norma Kramer zahlte sich gegen Ende der ersten Hälfte, als aus dem 11:10 auch dank eines Doppelschlages von Annika Funke ein 16:10 wurde.

In Durchgang zwei schwenkten die Unparteiischen um, verhängten sieben der neun Hinausstellungen an Hohenlimburgerinnen. Die ließen sich aber überhaupt nicht aus dem Rhythmus bringen, trafen weiter hochprozentig und verdienten sich durch herrliche Treffer wie den von Kamann nach tollem Kramer-Pass erzielten Unterzahltor zum 26:18 den Sonderapplaus der 60 Zuschauer. Die ebenfalls überzeugende Nadine Geitebrügge besorgte mit einem Gegenstoß-Solo das kostspielige 30:22 und stellte auch den Endstand her.

Mit jetzt 18:16-Punkten und Rang sechs kann die HSG die vierwöchige Wettkampfpause genießen, ehe es am 15. April bei Borussia Dortmund III weitergeht.

HSG: J. Schneider (L. Witte); Kamann (10/2), Kramer (7), Funke-Kamann (7/4), Geitebrügge (4), A. Funke (4), Voss (1), Gura (1), Buchholz, Scheibe-Jochheim.

wC2 der HSG ist Kreismeister!

Die Freude bei den HSG Mädchen der weiblichen C2 war riesig! Mit 16:0 Punkten erreichten sie den Titel Kreismeister in der Kreisklasse! Die Handballerinnen konnten aus jedem Spiel als Siegerinnen hervorgehen und erkämpften sich bei letzten Spiel einen hohen Sieg gegen Warstein mit 6:30 Toren.

Die Trainer Stephan von den Bergen und Silke Kreinberg waren sehr zufrieden mit der Leistung der Handballerinnen. Silke Kreinberg hört nach dieser Saison als Trainerin bei der HSG Hohenlimburg auf. Die HSG Hohenlimburg bedankt sich für 10 Jahre Vereinsarbeit und wünscht ihr alles erdenklich Gute für ihre Zukunft!

(Quelle: Eleni Dewenter)

Vorberichte: HSG-Familie steht unter Schock

Hohenlimburg. Die Handball-Familie der HSG Hohenlimburg steht wegen des plötzlichen Todes ihres langjährigen aktiven Mitgliedes Thomas Zelder unter Schock, weshalb das gestrige Herren-Landesliga-Match in der Rundturnhalle gegen Volmetal II abgesagt wurde. Das Restprogramm soll allerdings durchgezogen werden. Heimrecht genießen heute die beiden Damenteams, die vor Aufgaben völlig unterschiedlicher Qualität stehen.

Frauen-Reserve gegen Schlusslicht

Die zweite Mannschaft steckt ja noch voll im Kampf um den Bezirksliga-Verbleib. Der jüngste 34:27-Erfolg über Gevelsberg-Silschede II hat sie punktemäßig zum Drittletzten Iserlohn-Sümmern aufschließen lassen. Und gegen das abgeschlagene Schlusslicht TG Voerde, das im Hinspiel mit 18:14 einen von nur zwei Siegen landete, soll ab 17.30 Uhr möglichst eindrucksvoll nachgelegt werden.

Ab 19.15 Uhr weht ein Hauch von Oberliga-Luft durch die Rundturnhalle, denn die HSG-Erste, mit ausgeglichenem Punktekonto auf Rang sieben, empfängt den souveränen Verbandsliga-Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus, der erst vier Minuspunkte auf dem Konto hat und sich vor allem dank hervorragender Abwehrarbeit ein Polster von fünf Zählern auf den Rangzweiten ETSV Witten verschafft hat.

Kamann eventuell dabei

Auch die Hohenlimburgerinnen hatten beim 21:34 der Hinrunde nichts zu bestellen, allerdings relativiert Trainer Mike Ruppenstein: „Damals sind wir mit unserem letzten Aufgebot angetreten.“ Das sieht im Rückspiel ganz anders aus, denn diesmal geht exakt jene Mannschaft an den Start, die sich mit furiosen Finish so glanzvoll mit 37:26 in Drolshagen durchgesetzt hat. Eventuell ist auch Ann-Cathrin Kamann dabei, so dass nur Lena Becker und Nina Hillebrecht fehlen würden. „Kinderhaus spielt einen schnellen Ball und hat einen starken Rückraum. Unsere Aufgaben wird sein, deren Rhythmus zu brechen und die Hauptschützinnen früh zu attackieren, ohne an Kompaktheit einzubüßen“, nennt Ruppenstein die Basis, um der Westfalia den Weg zum achten Sieg in Serie zu verbauen.

„Keinen Bock“ auf Nervenkitzel

Die zweite Herrenmannschaft hat ja im Vier-Punkte-Match gegen Hasperbach endlich geliefert und die Bezirksliga-Abstiegsränge verlassen. „Jetzt müssen wir nachlegen, denn wir wollen uns eine aufregende Saison-Endphase ersparen“, hat Trainer Faruk Brahimi „keinen Bock“ auf Nervenkitzel. Grundsätzlich ist Gastgeber DJK GW Emst eine hohe Hürde, hat ja auch im Hinspiel (28:29) nur ganz knapp verloren.

Doch da die Emster heute (18 Uhr) vermutlich auf ihren Hauptschützen Lukas Wetzel (der künftige Hohenlimburger Lukas Wetzel ist „krank geschrieben“) verzichten müssen, stehen die Chancen für eine HSG, die personell aus dem Vollen schöpfen und eventuell sogar erstmals auf Jan Menges zurückgreifen kann, ausgezeichnet.

Die HSG-Dritte ist am Sonntag (16.30 Uhr) im bedeutungslosen Kreisliga-Kellerduell (es gibt ja keinen Absteiger) Gast des SSV Meschede, gegen den im Hinspiel (29:22) der bislang einzige Sieg gelang. bg

Die Sonderbewachung gegen Funke-Kamann hilft nicht

Hohenlimburg. Die Handball-Damen der HSG Hohenlimburg sorgten für einen weiteren Paukenschlag, fügten sie doch dem in den letzten Wochen so erfolgreichen Abstiegskandidaten TuS Drolshagen mit 37:26 (14:13) eine derbe Schlappe bei. Im Heimspiel hatte es für den Aufsteiger nur zu einem Remis gereicht.

Lange Zeit ausgeglichen

Und auch der zweite Vergleich verlief lange Zeit ausgeglichen, denn die Ex-Hohenlimburgerin Sarah Klonek (12/1) setzte der HSG-Abwehr mächtig zu.

Die auch ohne A. Witte, Becker und Kamann mannschaftlich sehr geschlossen auftretenden Schützlinge von Mike Ruppenstein kamen mit der frühen Sonderbewachung für Natalie Funke-Kamann gut zurecht und lagen meist vorne, nach einem Dreierpack sogar einmal mit 10:7 (16.).

Carina Voß sorgte für die knappe Pausenführung, zehn Spielminuten später hieß es 20:19 für Drolshagen. Doch als Klonek einige Male an der eingewechselten Torfrau Lisa Witte scheiterte, drehte die HSG gewaltig auf, nutzte ihre konditionellen Vorteile und konterte die Gastgeberinnen klassisch aus.

Zwei Viererserien

Auch als zusätzlich Kramer eine direkte Gegenspielerin bekam, ließ sich Hohenlimburg nicht aus dem Rhythmus bringen, weil jetzt Voß und Nadine Geitebrügge Verantwortung übernahmen. Zwei Viererserien zum 24:20 und 31:23 (52.) sorgten für klare Verhältnisse. Die HSG kannte aber keine Gnade und schraubte den Vorsprung sogar noch in zweistellige Höhe. „Das war eine runde Vorstellung der gesamten Mannschaft “, strahlte Ruppenstein, der sich jetzt auf das Heimspiel gegen Spitzenreiter Kinderhaus freut. Und auf der Facebook-Seite der HSG-Damen heißt es: „Das war ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt.“

HSG: J. Schneider, L. Witte; Funke-Kamann (9/4), Geitebrügge (7), Kramer (7), Voß (7/1), Scheibe-Jochheim (5), Tille (1), A. Funke (1), L. Funke.

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