HSG-Damen siegen mit Hilfe 33:25

Freier Grund/Oeventrop. Dank intensiver Unterstützung durch Stammkräfte der Verbandsliga-Mannschaft hat die Damen-Reserve der HSG Hohenlimburg zum Hinrunden-Ausklang zwei Bonuspunkte um den Bezirksliga-Verbleib eingefahren. Die Herren-Drittgarnitur hingegen verlor ihr Kreisliga-Kellerduell und schaut noch deutlicher nach unten.

Damen-Bezirksliga: VTV Freier Grund – HSGH II 25:33 (9:17). Beim Tabellensechsten hätten die Hohenlimburgerinnen trotz aufsteigender Form in „Normalbesetzung“ wohl wenig ausrichten können. Aber dank des Verbandsliga-Trios Sarah Klonek, Annika Witte und Vanessa Raabe, das 20 Tore beisteuerte, wurde der Siegerland-Trip mit zwei Punkten versüßt. 

Die von Melanie Weinand gecoachten Gäste starteten furios (6:1, 7.), ließen dann die Zügel ein wenig schleifen, machten aber bis zur Pause aus dem 11:6 ein 17:9. Im Gefühl des sicheren Sieges und aufgrund der zahlreichen Auswechslungen geriet der Erfolg kurzfristig in Gefahr, weil die jetzt treffsicheren VTV-Damen um Pfeifer (11/4) auf 15:19 (40.) und sogar 19:22 (47.) verkürzten. Doch Hohenlimburg nutzte eine Überzahl, um sich wieder abzusetzen, traf binnen gut drei Minuten fünfmal zum 27:19 – die Entscheidung. Mit jetzt acht Pluspunkten und sechs Zählern Vorsprung auf den Vorletzten kann die HSG-Reserve der Rückserie gelassen entgegensehen.

HSG II: Gau, Krippels; Klonek (9/2), A. Witte (8), Krüger (5), Betchen (4/3), Raabe (3), M. Bornemann (2), L. Bornemann (1), Thoss (1), Lenze.

Herren-Kreisliga: SG Ruhrtal II – HSGH III 39:31 (15:15). Mit relativ gut besetzter Mannschaft trat die HSG-Dritte beim Tabellennachbarn in Oeventrop an, bot auch offensiv eine ansprechende Leistung, doch diese kam trotz der 31 erzielten Tore nicht für einen Punktgewinn infrage. 

Gefahrenzone nicht weit entfernt

In Halbzeit eins konnten knappe Rückstände stets ausgeglichen werden, aber auf den guten Ruhrtaler Start in Durchgang zwei (20:16, 37.) fanden die HSG-Routiniers um Jan Heider keine passende Antwort mehr. Beim Stand von 25:28 (49.) kassierte Max Hell aus Hohenlimburger Sicht die Rote Karte. Und als nach dem 25:30 ein Strafwurf vergeben wurde, war die Messe für die HSG gelesen. Somit gehen die Hohenlimburger mit einem nur dünnen Polster von mageren zwei Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Meschede in die Rückrunde.

HSG III: Krause; Rinke (6/4), Arns (5), F. Richter (5), M. Hell (4), Hagenkord (4), Heider (3), Hartung (2), M. Hinz, L. Richter.

Brahimi-Sieben geht in Schwerte leer aus

Schwerte. Nach der dritten Niederlage in Serie, dem 24:29 (10:11) beim Lokalrivalen HSG Schwerte/Westhofen, haben die Landesliga-Handballer der HSG Hohenlimburg die Hinserie nur mit ausgeglichenem Punktekonto abgeschlossen, bilden nun zusammen mit Lüdenscheid und Menden II das „graue“ Mittelfeld.

„Nach dem guten Saisonstart hatte ich mir schon etwas mehr erhofft, wollte um Platz vier mitspielen“, macht Chefcoach Faruk Brahimi aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Nach Schwerte war sein Team von vorneherein als Außenseiter angereist, denn die Ruhrstädter sind derzeit in glänzender Verfassung und gehen punktgleich mit Olpe als dritter in die Rückrunde. Da Niko Tsolakis fest zur Reserve abgegeben wurde, zudem in Tom Maschin, Nick Albrecht und Jonas Bovensmann drei weitere Stammkräfte zunächst in der „Zweiten“ aushalfen, starteten die Hohenlimburger in ganz dünner Besetzung, erwischten aber einen guten Start und lagen nach einem 3:0-Lauf mit 5:2 in Führung. Auch Mitte der ersten Hälfte sah es noch gut aus, konnte Tjark Doescher in Unterzahl das 7:5 erzielen.

Pausenführung blieb aus

Obwohl die HSG allzu oft am spektakulär haltenden Keeper Evangelou scheiterte und der unter Kniebeschwerden leidenden Felix Bauer völlig leer ausging, gelang dem gut aufgelegten Lukas Wetzel im Nachwurf das 10:9. Doch zur psychologisch wichtigen Pausenführung langte es nicht. Und auch die personelle Verstärkung aus der „Zweiten“ zur Halbzeit führte zu keinem Aufschwung. Im Gegenteil: Aufgrund einer extremen Schwächephase gerieten die Lennestädter binnen weniger Minuten mit 10:16 ins Hintertreffen. „Wie haben die geradezu eingeladen“, haderte Brahimi.

Alle Versuche einer Aufholjagd blieben wirkungslos, näher als auf drei Tore (20:17, 47.) kam der Gast nicht mehr heran, weil die Chancenverwertung weiterhin arg zu wünschen übrig ließ. Dass der Schwerter Routinier Thäsler (5), der wie Denissov (6), Mrcela (5/1), Paukstadt (5/3) und Gurol (4) nie auszuschalten war, kurz vor Schluss nach einem Rückhandtreffer ins Gesicht von „Pico“ Marks die Rote Karte sah, hatte keine Bedeutung mehr.

Bauchweh vor Partie gegen Voerde

„Wir müssen sehen, dass wir nicht in eine Negativspirale hineinrutschen. Ich hoffe sehr, dass wir beim nächsten Auswärtsspiel eine geschlossenere Leistung zeigen“, denkt Brahimi schon mit einigem Unbehagen auf die am 27. Januar steigende Partie beim überraschend starken Neuling TG Voerde.

HSG: Kind, Fritzsche; Wetzel (10/3), Doescher (3), Albrecht (2), Bovensmann (2), Maschin (2), Truss (2/1), Schachulski (1), Marks (1), Hollatz (1), Bauer.

Jugend: Spiel mit uns

Brahimi-Sieben erst im Endspiel gestoppt

Hohenlimburg. Die Handball-Herren der HSG Hohenlimburg wurden bei ihrem eigenen Turnier um den Kempa-Löwen-Cup erst im Finale gestoppt. Nach überzeugenden Leistungen in Vorrunde und Halbfinale verkaufte sich der heimische Landesligist auch im Endspiel gegen die favorisierten Kempa All Stars teuer, wurde beim 12:16 am Ende aber ein wenig unter Wert besiegt. Der Beifall der zahlreichen Zuschauer in der Rundturnhalle war den Schützlingen von Faruk Brahimi ebenso gewiss wie Schulterklopfer bei den anschließendem Playersnight im Werkhof, „die die rundum gelungene Veranstaltung abrundete“, so Brahimi.

Hohes Engagement

Als der Ball am Samstag um 13 Uhr zum Match zwischen Hohenlimburg und Borussia Höchsten erstmals freigegeben wurde, befand sich nur eine Handvoll Fans auf der Tribüne. Das schlug sich aber keineswegs auf das Engagement der Mannschaft aus. Sie merkte rasch, dass der klassengleiche Gast zwar viel Laufarbeit im Angriff leistete, aber wenig Druck aus dem Rückraum ausüben konnte. Und die Würfe von Außen gingen entweder vorbei und wurden vom glänzend aufgelegten Keeper René Kind, der nach dem 0:1 bis zu seiner Auswechselung in der 18. Minute unbezwungen blieb, entschärft. Im Angriff waren es vor allem der Halbrechte Timo Schachulski (6), Felix Bauer (4) und Nick Albrecht (3), die sich gegen die recht zögerlich verteidigenden Dortmunder durchsetzten und auf 9:1 davonzogen. Mit dem 19:7-Endergebnis war Brahimis Wunsch, die Vorrunde zu überstehen, quasi schon erfüllt.

Im zweiten Match gegen Verbandsligist SGSH Dragons II ging darum, den Gruppensieg zu sichern und so einem vorzeitigen Duell mit dem Turnierfavoriten Kempa All Stars zu entgehen. Obwohl weiterhin Maschin, Doescher und Truss fehlten, also nur wenig Auswechselmöglichkeiten bestanden, legten die Hohenlimburger wieder dynamisch los, setzten sich über 4:1 auf 6:2 ab. Wieder war Kind der größte Faktor der engagiert verschiebenden Abwehr, bekam zudem eine Bonus-Parade, denn der missglückte Siebenmeter-Heber von Lutz, mit 20/9 Treffern Torschützenkönig des Turniers, landete als Rückgabe in seinen Händen – eine Szene, die hörbares Raunen im mittlerweile stattlicheren Publikum hervorrief. Nach dem 10:6 durch Jannik Hollatz ließ die HSG offensiv nach, musste den 10:10-Ausgleich hinnehmen. Doch als es darauf ankam, sorgten Albrecht, Jonas Bovensmann mit unwiderstehlichem Gegenstoß-Solo und „Pico“ Marks für den entscheidenden 3:0-Lauf zum 14:11. Am Ende hieß es 15:13, war Platz eins gesichert.

Kind mit Glanzparaden

Bis zum Halbfinale, das neben Höchsten auch HSG-Ligenrivale TuS Volmetal II nach matten Auftritten gegen Brambauer (13:13) und die All Stars (5:15) verpasste, war die Pause für die HSG extrem lang, machte sich Brahimi ernsthaft Sorgen, ob seine Truppe trotz der jetzt verfügbaren Doescher und Truss in Schwung kommen würde.

Der VfL Brambauer versuchte zunächst, mit einer offenen Manndeckung die müden Hohenlimburger Beine zu nutzen, machte aber selbst so viele technische Fehler nach Ballgewinnen, dass diese Taktik mit dem 5:1 für die Gastgeber aufgegeben wurde. Erneut zeichnete sich Kind, neben dem Kempa-Keeper Björn Otterbach bester Torhüter, durch einige Glanzparaden aus. Doch im weiteren Verlauf dieser halben Stunde tat sich die HSG recht schwer, drohte nach Doppel-Zeitstrafe für Albrecht und den reklamierenden Bauer eine spannende Endphase. Nach dem 11:9 aber trafen Bovensmann und Hollatz in zweifacher Unterzahl. Und der blendend aufgelegte Marks rundete den 14:10-Erfolg mit seinem vierten Treffer ab.

Deutlich spannender verlief das zweite Vorschlussrunden-Match, denn die gegen die SGSH Dragons bis zum 12:9 dominanten All Stars mussten eine Vier-Minuten-Zeitstrafe des Schwerters Thäsler verdauen. Tatsächlich gelang dem Verbandsligisten die Wende zum 13:14, aber der gegen seine künftigen Vereinskollegen besonders motivierte Noch-Hemeraner Moritz Frenzel sorgte mit seinen acht Treffern dafür, dass die All Stars mit 16:15 die Oberhand behalten konnten.

Im Finale musste die Star-Truppe neben der Abwehr-Aushilfe von Hohenlimburgs Co-Trainer Bogdan Wittke auch auf Keeper Otterbach verzichten, aber der leicht angeschlagene Wellinghofer Matthias Zankl erwies sich als gleichwertiger Ersatz. Die HSG startete verheißungsvoll, auch wenn sie zunächst kein Mittel gegen Thäslers Unterhandwürfe fand. Sichere Siebenmeter-Tore von Lukas Wetzel führten zum 4:2 und 5:3, doch nach dem Unterzahltreffer von Timo Schachulski zum 7:6 wurde der Substanzverlust deutlich sichtbar. Den Angriffszügen fehlten Tempo und Ideen, den Würfen von Bauer und Co. die Wucht und Präzision. Mit einem Viererpack drehten Volmetals Kersebaum und der Hagener Linksaußen Wilhelm den Spieß zum 10:7 um und ließen die Hausherren nicht mehr näher als auf zwei Tore herankommen. Frenzel und der Wellinghofer Dadayli sorgten für den 16:12-Endstand.

HSG: Kind, Botte; Bauer (12), Wetzel (12/9), Albrecht (9), Marks (9), Schachulski (7), Bovensmann (6), Hollatz (4), Tsolakis (1), Truss, Doescher.

Reichlich überraschende Ergebnisse bei den Damen

Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen beschlossen die Handball-Damen der HSG Hohenlimburg ihr Vorbereitungsturnier in der Turnhalle Wiesenstraße, in dem es reichlich überraschende Ergebnisse, am Ende aber den durchaus erwartbaren Einlauf (die Oberligisten TV Arnsberg und HC TuRa Bergkamen belegten die ersten Plätze vor Verbandsligist TuRa Halden-Herbeck) gab.

Gleich zum Auftakt stand für die Hohenlimburgerinnen, die auf Norma Kramer und Trainerin Julia Pfeil verzichten mussten, das Prestigeduell gegen Halden-Herbeck an. Das 1:0 durch Nadine Geitebrügge sollte die einzige Führung der HSG bleiben, denn der Lokalrivale konterte zum 1:3. Es blieb aber lange spannend, denn Lena Becker glich zum 6:6 aus. Mit dem 8:8 aber hatten die Gastgeberinnen ihr Offensivpulver völlig verschossen, blieben in den letzten zehn Minuten torlos, während die SG achtmal zum 16:8-Endstand traf.

Von diesem Nackenschlag erholte sich die HSG aber schnell, bot im zweiten Match gegen den nur bis zum 4:2 dominanten TV Arnsberg eine prächtige, vor allem mannschaftlich geschlossene Vorstellung.

Nadine Krüger aus der Reserve war mit drei Treffern wesentliche am Umschwung zum 9:6 beteiligt. Und als Annika Witte ein lupenreiner Hattrick zum 13:8 gelang, schien die dicke Überraschung schon perfekt. Doch der TVA bäumte sich auf, verkürzte zum 12:13 und besaß per Strafwurf in letzter Sekunde die Chance zum Ausgleich, den Lisa Witte aber mit ihrer Parade verhindern konnte. Dicker Wermutstropfen: Lena Becker verletzte sich, fiel für den weiteren Turnierverlauf aus, was quasi auch für die angeschlagene sonstige Topschützin Sarah Klonek galt.

Das konnte gegen Landesligist DJK Oespel-Kley dank einer starken Abwehrleistung kompensiert werden. Zum 4:0-Start steuerte in Saskia Betchen ein Eigengewächs drei Tore bei, half auch Carina Voß (3) eifrig mit, den 10:6-Sieg zu sichern. Somit war sogar noch Platz eins im Turnier möglich, aber der Akku gegen TuRa Bergkamen vollkommen leer. Der bis dahin sieglose Oberligist fertigte die HSG nach 9:0-Blitzstart mit sage und schreibe 23:3 ab und sicherte sich mit abschließendem 17:9 über Halden-Herbeck noch Rang zwei. 

Brahimi mit Hinrunde nicht ganz zufrieden

HWS 

Felix Bauer hält der HSG Hohenlimburg weiterhin die Treue

Hohenlimburg. Mit 13:11-Punkten vor dem Hinrundenfinale am 13. Januar in Schwerte auf Platz sechs – so lautet die Halbjahresbilanz der Handball-Landesliga-Herren der HSG Hohenlimburg, nachdem sie im letzten Heimspiel gegen Lüdenscheid die erste Niederlage vor eigenem Publikum kassiert hatten.

„Ich war selbst nicht da, kann dazu also wenig sagen. Aber die Punkte, die wir gegen Evingsen und in Olpe liegen gelassen haben, tun schon weh und schmälern meine Zufriedenheit“, resümierte Trainer Faruk Brahimi. der einräumt: „Ich hatte schon vor, den dritten Platz hinter den herausragenden Mannschaften aus Schwelm und Villigst-Ergste anzupeilen. Das können wir jetzt abhaken, denn unser nächster Gegner Schwerte ist derzeit gut drauf.“

Wichtig ist Brahimi der Abstand von sechs Zählern zum dritten Abstiegsplatz: „Wir wollen schließlich die Integration unserer jungen Kräfte intensivieren und Raum für Experimente und sowie Zeit für Umsetzung neuer Spielzüge haben. Da ist es wichtig, sich nicht mit möglicher Abstiegsgefahr beschäftigen zu müssen.“ Brahimi hat zudem die zweite Mannschaft im Blick: „Die müssen sich ja weiterhin echte Sorgen um den Bezirksliga-Verbleib machen und werden zumindest sporadische Hilfe, wie gegen Lüdenscheid II geschehen, benötigen.“ Ihm ist ein qualitativ starker Unterbau sehr wichtig, denn er geht davon aus, dass die für die Saison 19/20 angedachten Verstärkungen für sein Landesligateam die aktuellen Leistungsträger der Reserve sein werden. Dabei hat er insbesondere Felix Stracke, Louis Thiel und Keeper Felix Botte, der nach langer Verletzungspause wieder einsatzbereit ist, im Blick. Der für den Herrenbereich zuständige Alex Filippelli sieht dies ähnlich: „Wir haben ja zwei volle Kader, schauen uns auf dem Markt nur ganz gezielt um.“ Durch den Weggange von Kreisläufer Mike Stülper zum ECD Hagen wird ein Platz frei, den allerdings auch der zurückkehrende Mirko Brammen einnehmen könnte.

Viele Zusagen für nächste Saison

Filippelli hat sich zunächst intern umgehört und eine beachtliche Zahl an Zusagen für die nächste Spielzeit erhalten. Bei der HSG bleiben die Torhüter René Kind, Felix Botte, Nico Schalenbach und Benjamin Krause sowie die Feldspieler Tom Maschin, Felix Bauer, Timo Schachulski, Nick Albrecht, Cederik Truss, Lukas Wetzel, Jonas Bovensmann, Tjark Doescher, Nikolas Tsolakis, Jannik Hollatz, Kevin Rinke, Marcel Krisch und Jan Stegemann. Abschließende Gespräche mit „Pico“ Marks und Torhüter-Routinier Mirco Fritzsche stehen noch aus.

Maly-Team fährt wichtige Punkte ein

Lüdenscheid. Tiefes Durchatmen bei der zweiten Handball-Herren-Mannschaft der HSG Hohenlimburg: Gegen die Lüdenscheider Reserve sprang endlich der zweite Saisonsieg heraus, der mit 26:19 (12:10) zudem recht überzeugend ausfiel. Trotzdem überwintern die Schützlinge von Ivo Maly mit 7:19 Punkten auf dem vorletzten Platz der Bezirksliga Sauerland, sind gewaltige Anstrengungen vonnöten, um das erklärte Ziel, noch drei Konkurrenten zu überholen und damit den Klassenverbleib zu sichern, zu verwirklichen.

Die Startphase ließ Schlimmes befürchten, denn nach dem 2:3 durch Goalgetter Felix Stracke (6.) fiel den Hohenlimburgern im Angriff nichts mehr ein. Maly sah sich schon nach neun Minuten und 2:7-Rückstand gezwungen, eine Auszeit zu nehmen und seine erheblich veränderte und entsprechend wenig aufeinander abgestimmte Mannschaft auf Kurs zu bringen.

Starker Schalenbach

Der Stabilisierung der Abwehr durch Aushilfe von „Pico“ Marks sowie Tjark Doescher aus der „Ersten“ und Routinier Bogdan Wittke trug Früchte, denn nach dem 4:9 waren es die Bergstädter, die offensiv nichts mehr zustande brachten, zudem auf einen glänzend disponierten Keeper Nico Schalenbach trafen, der unter anderem vier Siebenmeter abwehrte und sich neben Stracke das Prädikat „Matchwinner“ verdiente. Volle 15 Minuten lang blieb Schalenbach unbezwungen, während seine Vorderleute Fahrt aufnahmen und achtmal zum 12:9 trafen.

Auch im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Hohenlimburger kampfstark, gestatteten dem Gast keine leichten Tore und setzten sich zum 18:11 (39.) schon vorentscheidend ab. Jetzt waren sie nicht mehr gezwungen, hochprozentig abzuschließen, konnten sich mehr darauf konzentrieren, das nicht sonderlich ideenreiche Aufbauspiel der Lüdenscheider zu stören.

Maly lobt sein Team

„Die Jungs haben sich heute wirklich am Riemen gerissen und genau die Tugenden gezeigt, die man im Abstiegskampf benötigt“, kommentierte der erleichterte Coach Maly, der nach überstandener kritischer Phase (drei Gegentore am Stück zum 18:14) bereits nach 54 Minuten, als Stracke zum 24:16 einwarf, die Punkte sechs und sieben auf der Habenseite auf dem Zählerkonto verbuchen durfte.

HSGH II: Schalenbach; Stracke (9/2), Thiel (4/1), Doescher (3), T. Hell (3), Krisch (3), Marks (2), Stegemann (1), Waschk (1), Raeder, Hagenkord, B. Wittke, Arns.

HSG-Damen siegen in Menden 24:22

Hohenlimburg. Während die zweite Handball-Damenmannschaft der HSG Hohenlimburg mit dem zweiten Sieg in Serie einen großen Schritt Richtung Bezirksliga-Verbleib machte, nutzte der Herren-Reserve auch die bislang beste Auswärtsleistung nichts – sie weist mittlerweile drei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer auf. Aus Personalmangel schenkte die Kreisliga-Drittgarnitur ihre Partie bei der SG Iserlohn-Sümmern ab.

Herren-Bezirksliga: SG Ruhrtal – HSG Hohenlimburg II 36:32 (21:18). Da kurzfristig auch Daniel Paaschburg, Maximilian Hell und Maik Jochheim ausgefallen waren, machte sich die HSG-Zweite mit nur acht Spielern nach Oeventrop auf, es schien beim heimstarken Tabellendritten eine weitere deftige Klatsche zu drohen. Tatsächlich zog die SGR gleich auf 4:1 und 8:5 davon, doch dann gelang den Gästen ein 4:0-Lauf zur eigenen Führung. Die Defensivarbeit ließ zwar weiterhin zu wünschen übrig, aber zumindest im Zentrum wurde besser gearbeitet, so dass Spielmacher Blanke (6/3) nicht wie gewünscht zum Zuge kam und auch seinen Kreisläufer Schmidt (3) selten bedienen konnten. 

Stegemann und Ludwig drehen auf

Erfreut war Trainer Ivo Maly über die starke Leistung in der Offensive. Nicht nur Regisseur Felix Stracke und Marcel Krisch, sondern auch der erstmals richtig zündende Kreisläufer Jan Stegemann und vor allem der Halblinke Pierre Ludwig setzten dem Aufstiegsaspiranten tüchtig zu. Der wiederum kam über seine Flügelspieler Röttger (8) und Probst (6) allzu leicht zu Toren, was auch an der schwachen Vorstellung beider HSG-Keeper lag. „Da hatten wir einen klaren Nachteil“, befand Maly, denn Ruhrtals Schlussmann Basler pflückte so manchen schwierigen Wurf weg und hatte entscheidenden Anteil daran, dass sich die bis zum 29:28 (45.) spannende Partie allmählich zugunsten des hohen Favoriten neigte. „Die haben mit Hilfe ihres begeisterungsfähigen Publikums den Sack zugemacht“, gefiel Maly die Atmosphäre in der Ruhrtal-Halle.

HSG II: Schalenbach, Krause; Ludwig (10), Stegemann (5), Stracke (4), Krisch (4), Thiel (4/3), Waschk (2), Rinke (2), Hagenkord (1).

Damen-Bezirksliga: SG Menden Sauerland II – HSG II 22:24 (9:10). Auch ohne Trainerin Michaela Foote gelang den Hohenlimburgerinnen im Keller-Kreisderby ein enorm wichtiger Erfolg. Der Grundstein wurde mit starker Anfangsphase gelegt, denn über 4:1 (13.) zog der Gast bis auf 8:2 (21.) davon. Dieses hohe Defensivniveau konnte allerdings nicht durchgehalten werden. Vielmehr kamen die Hönnestädterinnen bis zum Seitenwechsel noch auf ein Tor heran, gingen nach 42 Minuten sogar erstmals zum 15:14 in Führung. Als es darauf ankam, stabilisierte sich die Deckung wieder, gelang ein 5:1-Lauf zum 20:16 (50.). Und weil Lisa Bornemann einen Sahnetag erwischte und auch in der Endphase nicht zu bremsen war, durften im letzten Match des Jahres die ersten Auswärtspunkte bejubelt werden.

HSG II: Gau, Krippels, L. Bornemann (13/3), Betchen (4/4), Herbel (3), Krüger (2), Lenze (1), M. Bornemann (1), Ackermann, Metzner, Cramer, Walgenbach.

Weibl. E Jugend gestaltet das Nachholspiel gegen HTV Hemer erfolgreich

Nach der 11:5 Niederlage vor einigen Wochen in Hemer steigerten sich unsere Mädels am gestrigen Sonntag im Nachholspiel gegen die Mädchenmannschaft des HTV Hemer extrem.
In ungewohnter Halle (Sporthalle Halden) und vor zahlreichen Eltern zeigten beide Mannschaften ein gutes Spiel auf Augenhöhe, welches unsere Mädels mit 7:5 (5:1 Halbzeit) für sich entscheiden konnten. Die hohe Laufbereitschaft aller Mädchen sowie der Spaß am Spiel waren die Grundlage des Sieges.
Neben dem Nachholspiel absolvierten unsere Mädels sowie deren Eltern am Samstag noch ein Eltern-Kinder Training zum Jahresschluss. 12 Eltern mit zugehörigen Kinder trainierten in der RTH. In gemeinschaftlichen Übungen zeigten die Mädchen Ihren Eltern Ihren Sport und hatten dabei einen riesen Spaß (Einige Eltern klagten am Sonntag über Muskelkater). Das anschließende Eltern-Kind-Spiel war ein Erfolg.

Text: Stefan Hartmann

Starke Leistung von Torhüterin Witte Grundstein des Erfolgs

Hohenlimburg. Die Handball-Verbandsliga-Damen der HSG Hohenlimburg sind ihrem Ziel, sich von der Abstiegszone zu lösen, ein gutes Stück näher gekommen. Beim 24:19 (14:8) über den damit überholten Tabellennachbarn TuS Bommern war es in erster Linie die gute Abwehrarbeit und eine starke Torfrau Lisa Witte (19 Paraden), die den dritten Sieg unter Interimstrainerin Julia Pfeil ermöglichte.

Umstellung in Defensive

Entscheidend war die Phase nach dem 4:6 (8.). Bis dahin hatte Bommern immer wieder Lösungen im Angriff gefunden, spielerisch durchaus überzeugt. Nach einer Umstellung auf eine defensivere Variante wurde die Hohenlimburger Deckung jedoch zum Bollwerk. Volle 19 Minuten lang blieb die sich gewaltig steigernde Lisa Witte unbezwungen. Und weil ihre Vorderleute in dieser Phase auch offensiv überzeugten, stand es kurz vor der Pause 13:6.

Von diesem Polster zehrte die HSG in der Folgezeit, kompensierte dabei eine Vielzahl von technischen Fehlern und Missverständnissen durch weiterhin kompakte Defensivarbeit. Obwohl es offensiv alles andere als rund lief, der erste und einzige Rückraumtreffer durch Jennifer Tille erst in der 58. Minute zu bejubeln war, verzichtete Pfeil auf jeglichen Personalwechsel, blieben Christian Markmeyer und Anna Scheibe-Jochheim auf der Bank. Letztlich reichten einige gelungene Aktionen über die Flügelspielerinnen Annika Witte und Nadine Geitebrügge sowie Kreisläuferin Lena Becker, um die Aufholbemühungen der Gäste schon im Keim zu ersticken. „Heute ging es in erster Linie darum, zwei Punkte einzufahren. Das war nach der schwachen Leistung gegen Coesfeld auch vom Kopf her nicht einfach“, resümierte Pfeil. Natürlich konnte sie mit den Angriffsdarbietungen in Abschnitt zwei nicht zufrieden sein. Erstaunlich, dass sich auch eine so erfahrene Spielerin wie Sarah Klonek anstecken ließ. Dabei hatte sie im ersten Durchgang trotz zweier Aluminium-Kracher wesentlich zum 9:0-Lauf beigetragen, auch Sekunden vor der Sirene den beruhigenden Pausenvorsprung herausgeworfen. Danach aber blieb sie selbst vom Siebenmeterpunkt mit ihrem Heber erfolglos, musste sich mit einigen Torvorlagen für Witte oder Becker begnügen.

Bommern war allerdings nicht in der Lage, die Rückraumschwäche der Gastgeberinnen zu nutzen. Nach dem 21:16 kassierte Trainer Michael Wieczorek eine Zeitstrafe, obwohl die Hagener Schiedsrichter Hallmann/Kaschube auf Hohenlimburger Stürmerfoul entschieden hatten. Als der TuS den Rückstand erstmals auf vier Tore (22:18) reduzierte, waren nur noch drei Minuten zu absolvieren, konnte die HSG in der Feiermodus umschalten.

Trainersuche läuft

Zum Thema Trainersuche sagte der Sportliche Leiter Bastian Hell: „Wir sind dran.“ Gut möglich also, dass Pfeil auch beim Vorbereitungsturnier für den zweiten Saisonabschnitt Turnier am 5. Januar in der Wiesenstraße noch auf der Bank sitzen wird.

HSG: L. Witte; Becker (5), Klonek (5/1), Geitebrügge (4), Tille (4), A. Witte (4), Voß (2), Raabe.

Top