Brahimi hofft auf passende Reaktion

Hohenlimburg. Gleich an drei verschiedenen Tagen sind die Handballteams der HSG Hohenlimburg vor der Osterpause im Einsatz. Das wichtigste Spiel steigt dabei schon heute Abend (20.30 Uhr), wenn die zweite Herrengarnitur im Kampf um den Bezirksliga-Verbleib den kecken Aufsteiger HV Sundern erwartet. Schließlich hat sich der Verein entschlossen, alles zu tun, um den Status der Ausbildungsmannschaft auf gehobenem Niveau aufrecht zu erhalten. 

Sieg bei Liga-Primus

Nachdem das erste Kapitel mit dem stolzen Sieg beim Tabellenführer Herdecke/Ende erfolgreich abgeschlossen wurde, soll die erneut gemeinsam von Faruk Brahimi und Ivo Maly gecoachte Truppe auch den Favoritenschreck aus Sundern, der schon mit Heimsiegen über Herdecke/Ende und Attendorn-Ennest glänzte und kürzlich seine ersten Auswärtspunkt ausgerechnet beim Tabellenvierten Lössel einfuhr, in die Schranken verweisen. „Ausrutscher sind nicht erlaubt, wir stehen immer noch auf einem Abstiegsplatz und müssen damit rechnen, dass auch unsere Tabellennachbarn punkten“, warnt Maly vor jeglicher Art von Leichtsinn oder Überheblichkeit, verweist auf den peinlichen Auftritt gegen Hagen IV, der ja erst den kompakten Einsatz eines halben Dutzend Landesliga-Stammkräften erforderlich machte.

„Für uns ist das ein Freundschaftsspiel unter Wettbewerbsbedingungen, denn gegen so einen hochkarätigen Gegner haben wir noch nie gespielt“, meint Sunderns Trainer Frank Schaden. Der wäre zufrieden, wenn der direkte Vergleich gewonnen würde, was bei einem Polster von elf Toren (die HSG ging in Sundern mit 32:43 unter) realistisch sein dürfte.

Die Teamwechsel-Modalitäten (in der höherklassigen Mannschaft ist man nur festgespielt, wenn man zweimal hintereinander dort spielt) ermöglichen der HSG allerdings auch, dass sie am Sonntag (17 Uhr) zum Landesliga-Kreisderby bei der SG Menden Sauerland II eine starke Besetzung aufbieten kann, da bis auf Jonas Bovensmann und Nick Albrecht alle Akteure spielberechtigt sind. „Ich hoffe, dass meine Jungs nach dem bescheidenden Auftritt gegen Schwelm die passende Reaktion zeigen und den Ehrgeiz haben, sich bei einem Gegner auf Augenhöhe durchzusetzen“, meint Chefcoach Faruk Brahimi, der die Saison zu gerne mit positivem Punktekonto beenden würde. Die von Arnd Wefing betreuten Mendener liegen zwei Zähler hinter der HSG und wollen sich für die 24:28-Hinspielschlappe revanchieren.

Mission erfüllt

Die Verbandsliga-Damen der HSG sind schon drei Runden vor Abschluss endgültig gerettet. „Ich habe meine Mission erfüllt“, macht Interimstrainer Timo Handwerker keinen Hehl aus seinem Stolz, in sechs Partien acht Punkte geholt zu haben. Schöner Nebeneffekt: Vielleicht noch gerade rechtzeitig kann dadurch die zweite Mannschaft um Kampf um den Bezirksliga-Verbleib unterstützt werden. Bei den SGSH Dragons muss Reserve-Trainerin Michaela Foote am Samstag (14 Uhr) noch auf Unterstützung verzichten, aber nach Ostern stehen ihr Torjägerin Sarah Klonek, Jennifer Tille, Carina Voß und Lena Becker zur Verfügung. Dieses Quartett wird nämlich im morgigen Verbandsliga-Match (17 Uhr) beim Spitzenteam DJK Coesfeld aussetzen. „Mitgefangen heißt mitgehangen. Irgendwie kriegen wir mit Hilfe der A-Jugend schon sieben Leute zusammen, außerdem kommt eventuell jemand aus der Zweiten nach“, meint Handwerker.

Brahimi-Sieben geht gegen Liga-Primus RE Schwelm unter

HEINZ-WERNER SCHROTH 

Die HSG Hohenlimburg hat gegen RE Schwelm keine Chance. Daran kann auch Felix Stracke (am Ball) nichts ändern.

Hohenlimburg. Gegen den mit erst einem Minuspunkt behafteten Spitzenreiter zu verlieren, ist für eine ersatzgeschwächte Mannschaft der HSG Hohenlimburg keine Schande. Allerdings hatte sich Trainer Faruk Brahimi deutlich mehr Widerstand erhofft, als seine Schützlinge beim 25:35 (8:16) gegen den kommenden Verbandsligisten RE Schwelm boten. 

Ruhe am Spielfeldrand

Am Spielfeldrand ging es verblüffend ruhig zu. Brahimi hatte früh einen dicken Hals und verzichtete darauf, seine von Beginn an hinterherlaufende Mannschaft zusammenzufalten. Und sein Kollege Jörg Rode hatte ja keinen Anlass, verbale Korrekturen vorzunehmen. Sein gleich mit 3:0 enteilendes Team übernahm nach dem 7:5 (14.) komplett das Kommando und sorgte mit einem 6:0-Lauf zum 16:7 schon vor dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse.

Obwohl neben den für die „Zweite“ freigesessenen Bauer, Hollatz, Marks und Kind auch Torhüter Fritzsche und Rechtsaußen Doescher fehlten, konnte Brahimi zehn Feldspieler aufbieten, während Schwelm im Angriff nur einmal wechselte, da Ohrmann ja reiner Abwehrspezialist ist. Die Gäste aber hatten alle Leistungsträger bis auf Meuren an Bord – und das war auf dem Rundturnhallen-Parkett auch deutlich zu sehen.

Köhrer mit 13 Treffern

Der kleine Regisseur Yannick Brockhaus leitete das druckvolle Aufbauspiel, zudem arbeitete die Abwehr engagiert, was reichlich Konterchancen bescherte Linksaußen Köhrer avancierte so zum Mann des Tages und war durchaus sauer, dass ihn Rode nach seinem 13. Treffer auf die Bank beorderte.

Die HSG war weder spielerisch noch vom Kopf her in der Lage, dem Tabellenführer Paroli zu bieten. Akteure wie Lukas Wetzel oder Cederik Truss gingen völlig unter, auch Felix Stracke bekam seine derzeitigen Grenzen aufgezeigt. Letztlich waren es nur Jonas Bovensmann und der zunächst am Kreis eingesetzte, nach der Pause sechsmal aus dem Rückraum treffende Nick Albrecht, die sich ernsthaft gegen ein Debakel auflehnten.

„Aktuell zählt bei uns nur die Zweite, da muss man solche Nackenschläge hinnehmen, auch wenn sie mir persönlich sehr wehtun“, resümierte Brahimi. Für den Freundschaftsspiel-Charakter der zweiten Hälfte spricht, dass Schwelm ganz ohne Zeitstrafe sein Polster verteidigen konnte.

HSG: Botte (43. Schalenbach); Albrecht (8), Bovensmann (6), Tsolakis (3), Krisch (2), Maschin (2), Schachulski (2), Stracke (1), Wetzel (1/1), Truss, Ludwig.

RES-Tore: Köhrer (13/5), Mperzigiannis (6), K. Kliche (4), Fleischhauer (4), Brockhaus (3), Möller (3), Schmitz (1), D. Kliche (1).

HSG-Frauen sichern Klassenerhalt

Hohenlimburg. Die Handball-Verbandsliga-Damen der HSG Hohenlimburg schlugen am Samstag gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen sicherten sie sich vorzeitig den Ligaverbleib, zum anderen dürfen sie sich eventuell als „Meistermacher“ für den Lokalrivalen aus Halden-Herbeck fühlen, leisteten sie doch nach ihrem Überraschungssieg über Wettringen erneut Schützenhilfe und fertigten den bisherigen Tabellenzweiten Westfalia Kinderhaus nach einer grandiosen ersten Hälfte mit 35:28 (17:7) ab.

Fehleinschätzung

Trotz des Mut machenden 3:0-Blitzstarts deutete nichts auf einen derart einseitigen Verlauf der ersten 30 Minuten hin. Kinderhaus fing sich nämlich rasch, verkürzte auf 2:3 und ging trotz von Lisa Witte gehaltenem Strafwurf nach zwölf Minuten durch die dynamische Enders (9) mit 5:4 in Führung. „Jetzt sind wir im Match“, rief Trainer Florian Ostendorf – welche Fehleinschätzung. Mit einem Nachwurf-Heber von Christina Markmeyer begann nämlich der Außenseiter, sich in einen wahren Rausch zu spielen.

Gestützt auf Glanztaten von Torfrau Witte, die es bis zum Seitenwechsel auf zwölf Paraden brachte und zum Schreckgespenst der Kinderhauser Schützinnen wurde, setzte die HSG auch offensive Akzente, präsentierten sich vor allem Sarah Klonek und Kreisläuferin Lena Becker in glänzender Verfassung. „Die taktische Marschroute wurde fast optimal umgesetzt“, kommentierte Interimstrainer Timo Handwerker mit breitem Grinsen.

Rote Karte gegen Kinderhaus

Nach dem 15:7 (26.) machte sich bei der Westfalia Verzweiflung breit, kassierte Rehorst für ihr grobes Foul an Carina Voß die Rote Karte. Ostendorf ging angesichts des Zehn-Tore-Rückstandes taktisch „all in“, stellte auf einfache und dann doppelte Sonderbewachung um und nahm bei Ballbesitz seine Torfrau aus dem Kasten. Sein Ziel, möglich rasch viele Tore zu werfen, ging sogar auf, denn seine Mannschaft verdoppelte ihre Ausbeute bis zur 40. Minute (25:14) und brachte es ja auf satte 21 Treffer, aber dafür war die Abwehr offen wie ein Scheunentore, reichten der HSG energische Einzelaktionen oder ein, zwei schnelle und präzise Pässe, um frei zum Wurf zu kommen.

Kurze Unruhe

Als Kinderhaus zum 19:27 verkürzte, kam kurz Unruhe bei den Gastgeberinnen auf, aber der schon zweite erfolgreiche Weitwurf von Lisa Witte in den leeren Kasten beruhigte die Nerven. Becker und Annika Witte mit energischem Solo zum 32:22 beseitigten die minimalen Restzweifel. Das von vielen falschen Entscheidungen geprägte Überzahlspiel konnte keinen großen Schaden mehr anrichten, auch wenn Kinderhaus dadurch trotz weiterer Roter Karte (grobes Foul von Glage, 56.) noch zu drei Unterzahltoren in Serie kam.

Bemerkenswert: Handwerker („Ich wollte den Rhythmus nicht stören“) beließ es bei sieben Feldspielerinnen, obwohl Scheibe-Jochheim und Tille einsatzbereit waren.

HSG konzentriert sich auf Rettung der Bezirksliga-Reserve

Hohenlimburg. Pralles Handball-Angebot am morgigen Samstag in der Rundturnhalle. Bis auf die zweite Herrenmannschaft, die am Sonntag (17 Uhr) zum Bezirksliga-Derby bei Spitzenreiter Herdecke-Ende antritt, genießen alle Seniorenteams der HSG Hohenlimburg Heimrecht. Die heimischen Fans sollten allerdings der hohen Qualität der jeweiligen Gäste keine allzu große Hoffnungen auf Erfolgserlebnisse haben.

„Dritte“ muss gewinnen

Am Ehesten ist noch der dritten Herrengarnitur ein Erfolg zuzutrauen, denn die tritt um 14 Uhr im Kreisliga-Kellerduell auf den nur zwei Punkte besser gestellten VfS Warstein II. Nach dem hauchdünnen 30:31 in Meschede muss eigentlich gewonnen werden, um dem Abstieg zu entgehen.

Um 15.30 Uhr empfängt die abstiegsbedrohte Damen-Reserve der HSG den Bezirksliga-Zweiten HV Sundern, wäre alles andere als eine Niederlage eine faustdicke Überraschung. Ähnliches lässt sich auch über die anschließende Verbandsliga-Partie (Anwurf 17.30 Uhr) der ersten Damengarnitur gegen Westfalia Kinderhaus sagen, denn auch hier treffen die Hohenlimburgerinnen auf den Tabellenzweiten, der sich bei zwei Zählern Rückstand auf Halden-Herbeck noch Titelhoffnungen macht.

„Ich habe mir sagen lassen, dass die HSG der Westfalia schon einmal die Meisterschaft verdorben hat. Das versuchen wir gerne erneut“, meint Interimstrainer Timo Handwerker, der bis auf Torfrau Denise Seckelmann und Spielmacherin Norma Kramer, die Mutterfreuden entgegensieht, also auch für die kommende Saison ausfällt, seine Bestformation aufbieten kann. Mut macht Handwerker weniger das 22:29 aus der Hinserie als die Tatsache, dass Kinderhaus zuletzt in Wettringen verloren hat. „Die haben wir ja mit großem Einsatz niedergekämpft“, erinnert Handwerker an den bislang schönsten Erfolg seiner Tätigkeit.

Aufstieg perfekt machen

Ab 19.15 Uhr weht ein Hauch von Verbandsliga-Männerhandball in der Rundturnhalle, denn die HSG I trifft auf den souveränen Landesliga-Spitzenreiter RE Schwelm, der bislang erst einen Punkt abgegeben hat und den Aufstieg möglichst schon vor der Osterpause perfekt machen möchte.

Die HSG konzentriert sich aktuell zwar verstärkt um die Rettung der Reserve, aber die ausgeliehenen Bovensmann, Albrecht und Tsolakis können am Samstag ebenso aushelfen wie die Bezirksliga-Leistungsträger Stracke, Waschk und Krisch. „Wir werden unseren Fans eine gut auf- und eingestellte Mannschaft präsentieren“, verspricht Trainer Faruk Brahimi, der in Abwesenheit von Ivo Maly das Training beider Teams gemeinsam am Dienstag abgehalten hat.

Am Sonntag zum Bezirksliga-Duell in Herdecke wird Ivo Maly wieder das Coaching übernehmen und versuchen, mit seinem mit Landesliga-Spielern gespickten Kader die Überraschung des Hinspiels, als dank eines überragenden Stracke ein 25:25-Remis heraussprang, zu wiederholen.

Neun Tore von Brahimi reichen nicht für Remis

Hohenlimburg. Geteiltes Leid ist in diesem Falle nicht halbes Leid: Nach der Damen-Reserve, die ihr Vier-Punkte-Heimspiel um den Verbleib in der Handball-Bezirksliga verlor, musste sich auch die Herren-Drittgarnitur der HSG Hohenlimburg in einem vorentscheidenden Match um den Kreisliga-Verbleib hauchdünn geschlagen geben. Immerhin haben es beide Teams weiter in der Hand, den Absturz zu vermeiden.

Damen-Bezirksliga: HSG II – SG Kierspe-Meinerzhagen 18:20 (12:12). Die ohne Michelle Bornemann angetretenen Schützlinge von Trainerin Michaela Foote waren fest entschlossen, die Hinspielniederlage gegen den Tabellennachbarn wettzumachen und sich weiter vom Vorletzten Menden II abzusetzen, scheiterten aber an einer schwachen Chancenverwertung. 16 Minuten lang lief alles nach Wunsch, wurde aus kompakter Abwehr zielstrebig nach vorne gespielt und eine 8:4-Führung herausgeworfen. Der Vorsprung war zwar bis zur Pause verspielt, aber Nicola Lenze sorgte für das 16:14 (39.). Es folgte die entscheidende Durststrecke, in der zwölf Minuten lang kein Treffer mehr glückte. Die Kiersperinnen sprühten nicht gerade vor Spielwitz, aber sie verteidigten die mit einem 4:0-Lauf gesicherte Führung, weil der HSG nach Lenze 18:19 (56.) offensiv nichts mehr gelang.

HSG II: Spahiu, Gau; Betchen (4/1), L. Bornemann (3), Krüger (3), Lenze (3), Metzner (2), Herbel (2), Rohloff (1), Thoss, Ackermann, Walgenbach.

Herren-Kreisliga: SSV Meschede – HSG III 31:30 (13:13). Zwar half Chefcoach Faruk Brahimi aus und steuerte neun Tore bei, aber das reichte nicht, um einen Punkt zu ergattern. Die Hohenlimburger wandelten einen 5:7-Rückstand in eine 12:10-Führung um, gerieten aber Mitte der zweiten Hälfte, als aus einem 15:14 ein 15:18 und sogar 19:25 (48.) wurde, mächtig unter Zugzwang. Felix Hinz gelang mit einem Doppelpack der Anschluss zum 29:30, der erstmals in diesem Jahr mitwirkende Leo Hardam verkürzte auf 30:31, aber in den verbleibenden gut zwei Minuten gelang kein Treffer mehr.

HSG III: Schachulski; Brahimi (9/3), F. Hinz (6), Hardam (6/3), Heider (3), Arns (2), T. Hell (1), L. Richter (1), F. Richter (1), Hartung (1), M. Hinz, Bonacker. 

Brahimi gibt sich als Doppelagent

Hohenlimburg. Erstes „Endspiel“ für die Handball-Reserve der HSG Hohenlimburg: Wenn sie morgen (15.45 Uhr) nicht in der eigenen Rundturnhalle gegen den Ex-Landesligisten TV Arnsberg gewinnt, ist das Unternehmen Klassenverbleib so gut wie gescheitert. Ein Blick auf die Tabelle reicht: die drei letzten Teams steigen ab, ob der Viertletzte auch absteigt oder eine Relegation spielt, steht noch in den Sternen. Als Vorletzter haben die Hohenlimburger keine guten Karten, zumal sie in den letzten acht Spielen noch dreimal gegen Teams aus den ersten Fünf antreten müssen. 

Trainer Ivo Maly ist aus beruflichen Gründen nicht vor Ort, hat aber in Chefcoach Faruk Brahimi den bestmöglichen Vertreter. „Ich bin nicht vor zwei Jahren mit der Zweiten aufgestiegen, um jetzt die Rückkehr in die Kreisliga einzuleiten“, stellt Brahimi klar, dass er alles versuchen wird, um das durch die Landesliga-Akteure Kind, Bovensmann und Albrecht verstärkte Team zum Sieg über die aktuell formschwachen Arnsberger, die letzte Woche ihr Derby gegen Neheim verloren haben, zu führen. Auch Sebastian „Pico“ Marks wäre spielberechtigt, muss sich aufgrund seiner Zahn-OP (alle Weisheitszähne entfernt) allerdings noch schonen. Im Vergleich zum Match in Attendorn stehen Waschk und Tsolakis wieder zur Verfügung.

Kein Harz für die „Erste“

Mit Abstiegskampf wird auch die Landesliga-Truppe konfrontiert, wenn sie um 18.30 Uhr bei Aufsteiger TS Evingsen antritt. Die gut in die Saison gestartete Mannschaft von Sascha Schmoll hat seit dem beachtlichen 27:27-Hinspielremis nur noch drei Punkte eingefahren und liegt als Vorletzter zwei Zähler hinter Bösperde und Letmathe. „Wir haben die Verpflichtung, engagiert auf Sieg zu spielen. Dazu müssen wir uns aber gegenüber unserem letzten Auftritt gegen Hagen III steigern und beweisen, dass wir auch in der harzfreien Sauerlandhalle zielstrebig kombinieren können“, verlangt Brahimi schon als Werbemaßnahme für das Heimspiel gegen Spitzenreiter Schwelm eine überzeugende Vorstellung,

Besonders motiviert dürfte Torhüter-Routinier Marco Fritzsche sein, denn seine Paraden könnten ja mithelfen, seinem künftigen Verein Letmather TV Schützenhilfe zu gewähren. Auf Evingser Seite dürfte der im Hinspiel fehlende Ex-Hohenlimburger Benny Hell dem Wiedersehen mit Bauer und Co. entgegenfiebern. Da ja Bovensmann und Albrecht aussetzen müssen, werden aus der Reserve Waschk, Krisch und Thiel den Kader auffüllen.

Kellerduell in der Kreisliga

Während die erste Damenmannschaft in der zwölfköpfigen Verbandsliga spielfrei hat, buhlt die Reserve morgen (14 Uhr) gegen die punktgleiche SG Kierspe-Meinerzhagen um zwei wichtige Punkte für den Bezirksliga-Verbleib, will sich für das 18:24 der Hinserie revanchieren. Die Herren-Drittgarnitur bestreitet ihr Kreisliga-Kellerduell bei Schlusslicht SSV Meschede am Sonntag um 16.30 Uhr. Meschede hat die Rote Laterne inne, die HSG steht unmittelbar davor.

HSG-Reserven sammeln keine Punkte ein

Hohenlimburg. Handball-Kreisliga: HTV Hemer II – HSG Hohenlimburg III 42:35 (20:14). Äußerst ungewohnt für ein Auswärtsspiel, war die Bank der HSG vollständig besetzt. Und auch die Einstellung stimmte, denn die ersten Angriffe wurden allesamt genutzt. Nach der 6:3-Führung (6.) aber kam ein Bruch ins Spiel, drehte die von Jürgen Risse gecoachte junge Hemeraner Truppe den Spieß zum eigenen 10:6 (11.) um. 

Bis zum 14:17 (27.) blieb der Gast dank des Torhungers von Max und Tim Hell auf Schlagdistanz, doch im weiteren Verlauf fehlte den Hohenlimburgern die Spritzigkeit, um sich den dynamischen HTV-Angriffen oder Kontern entgegenzustemmen. Nach 44 Minuten hieß es 30:20 – da half dann auch eine hohe Ausbeute in der Schlussphase nicht mehr.

HSG III: Krause, Kind; M. Hell (8/1), T. Hell (8/1), F. Hinz (5), Arns (3), Brahimi (3), Vartmann (3), M. Hinz (2), L. Richter (1), A. Richter (1), Hartung (1), Jochheim, Gottmann.

Damen-Bezirksliga: TV Westfalia Halingen – HSG Hohenlimburg II 35:27 (15:10). Diesmal war es nicht die fehlende Durchschlagskraft, die einem Überraschungserfolg der Foote-Schützlinge entgegenstand. Insbesondere Michelle Metzner setzte der Halinger Abwehr mit ihren zehn Toren tüchtig zu. Allerdings fehlte auch dem Gast die Stabilität in der Abwehr, konnten sich Halingens Hauptschützinnen Gutzeit (12/5) und Theis (7) zu oft durchtanken und treffen. 

Bis zum 6:6 (16.) verlief das Kreisduell ausgeglichen, doch Halingen ließ sich durch die rote Karte für Harnischmacher nicht irritieren und zog über 12:8 und 23:13 (40.) bis auf zwölf Tore (27:15) davon. Dank guter Moral konnte die HSG-Reserve in der Endphase Ergebniskosmetik betreiben.

HSG II: Kriwett; Metzner (10), Betchen (6/5), Herbel (3), Krüger (2), L. Bornemann (2), Lenze (2), Rohloff (1), M. Bornemann (1). 

HSG-Frauen mit starker Defensive

Hohenlimburg. Die Handball-Damen der HSG Hohenlimburg sind auf dem besten Wege, sich ihre Verbandsliga-Zugehörigkeit zu bewahren. Beim Tabellennachbarn Borussia Dortmund III siegten sie zur besten Fußballzeit am Sonntag Nachmittag aufgrund einer wieder starken Defensivleistung mit 19:17 (10:10) und kletterten dadurch auf Rang sieben. Noch wichtiger: Ihr Vorsprung auf die letzte Woche bezwungenen Recklinghäuser PSV-Reserve ist vier Runden vor Schluss auf vier Zähler angewachsen, Nachbar Schwerte/Westhofen liegt drei Punkte zurück.

Viele technische Fehler

Die HSG machte da weiter, wo sie gegen Recklinghausen aufgehört hatte, stand kompakt in der Deckung und konnte sich auf die Reflexe von Torfrau Lisa Witte verlassen. Getrübt wurde das positive Bild durch viele technische Fehler, die Nervosität war bei den Gästen ebenso hoch wie bei den seit Wochen erfolglosen Dortmunderinnen, die erst nach zehn Minuten erstmals trafen. Da hatte Sarah Klonek immerhin zweimal zugeschlagen.

Nach 18 Minuten führte Hohenlimburg mit 6:3, wenig später durch Annika Witte, die im Angriff den besten Eindruck hinterließ, mit 9:6. Dieses mühsam herausgeworfene Polster verspielte die HSG aber durch überhastete Aktionen, die Interimstrainer Timo Handwerker („Das waren zum Teil Anfängerfehler, die die Unruhe in der Mannschaft verstärkt haben“) in Rage brachten. Plötzlich lag der BVB mit 10:9 vorne, konnte Vanessa Raabe wenigstens den Pausengleichstand herstellen.

Durchgang zwei bot bei weiterhin bescheidenem Niveau Spannung pur. Hohenlimburg legte ständig vor, aber die von Koopmann (6/2) angetriebene BVB-Dritte schaffte in schönster Regelmäßigkeit den Ausgleich. Kritisch wurde es für den Gast, als er (wieder einmal) eine gegnerische Zeitstrafe ungenutzt ließ, Dortmund aber eine Hinausstellung von Klonek nutzte, um aus dem 15:16 ein 17:16 zu machen. Im rechten Moment gelangen zwei konstruktive Angriffsaktionen, sorgten Carina Voß und Kreisläuferin Lena Becker für das 18:17. Nach erneut abgewehrtem BVB-Angriff startete Witte zum Gegenstoß durch, wurde rüde gefoult, was die Rote Karte für Rothe (mit Bericht) und einen Siebenmeter zur Folge hatte, den Becker zum Endstand nutzte.

Fehlende Selbstkritik

Für Handwerker war es der dritte Erfolg im fünften Spiel, aber die fehlende Selbstkritik seiner Spielerinnen dämpft seine Freude über diese gute Bilanz und den damit fast geschafften Klassenerhalt erheblich.

Trotz Erfolg kein Grund zum Jubeln

Hohenlimburg. So richtig zum Jubeln war den Landesliga-Handballern der HSG Hohenlimburg am späten Freitag nicht zumute, auch wenn sie gerade zum zweiten Mal in dieser Saison den Lokalrivalen VfL Eintracht Hagen III bezwungen hatten. Das 26:25 (16:14) war nämlich alles andere als ein Ruhmesblatt, vom Offensivschwung, der letzten Sonntag in Wellinghofen noch 43 Tore ermöglichte, blieb erschreckend wenig übrig. Letztlich war es Keeper Marco Fritzsche, der mit einigen Glanzparaeden die Patzer seiner Vorderleute ausbügelte und den Hagener Punktgewinn verhinderte.

Wie sehr Handball Kopfsache ist, ließ sich an Fritzsches Formkurve ablesen. Er kam wie seine offenbar die Aufwärmphase verlängernden Vorderleute in Durchgang eins nämlich überhaupt nicht in Fahrt, haderte mit sich und der ganzen Umwelt und räumte nach gerade mal einem abgewehrten Ball in Minute 20 das Feld. Seinem Vertreter Nico Schalenbach erging es allerdings nicht besser. Um so verblüffender, dass die HSG dennoch mit zwei Toren vorne lag. Das war nur möglich, weil sich die Abwehr nach dem 1:5-Fehlstart kämpferisch steigerte und gleichzeitig die Fehlerquote beim dünnen, aber individuell durchaus stark besetzten zunahm. Die Hohenlimburger Aufholjagd verlief zwar zäh, weil Felix Bauer freie Chancen ungenutzt ließ und die Passgenauigkeit von Lukas Wetzel zu wünschen übrig ließ. Aber bei Überzahlsituationen wurde geschickt über den treffsicheren Jonas Bovensmann, der gegen Hagen IV noch zum Chancentod avanciert war, abgeräumt.

Ausgleich vor Augen

Nach dem 18:18 setzte es Ballverluste durch riskante Kreisanspiele, konnte zudem VfL-Keeper Friedrich so manchen überhasteten Hohenlimburger Wurf abwehren. So wurde es richtig spannend, hatte der Gast mehrfach den Ausgleich vor Augen. „Spaß gemacht hat das heute nicht. Es war von Anfang an Unruhe im Team. Immerhin haben wir jetzt 21 Punkte auf dem Konto“, resümierte Trainer Faruk Brahimi.

Motivation bei HSG-Herren ist hoch

Hohenlimburg. Nur vier Ruhetage sind den Landesliga-Handballern der HSG Hohenlimburg seit ihrem strahlenden Auswärtssieg in Wellinghofen vergönnt, denn schon heute Abend (20.30 Uhr) steigt in der Rundturnhalle das Nachbarschaftsduell gegen die Drittgarnitur des VfL Eintracht Hagen. Auch wegen des 32:30-Hinspielerfolgs stehen die Hohenlimburger drei Punkte besser da als die Levent-Schützlinge, die es aber dennoch geschafft haben, sich in dieser Saison von der Abstiegszone fern zu halten.

Stracke und Tsolakis dabei

„Gegen uns packen die personell meist alles aus“, rechnet HSG-Trainer Faruk Brahimi mit einem individuell stark besetzten Gast. Deshalb ist er froh, nicht nur die ansonsten für die Reserve freigestellten Nick Albrecht und Jonas Bovensmann einsetzen, sondern auch auf Linkshänder Nikolas Tsolakis und Felix Stracke bauen zu können. Somit werden ihm nur Keeper René Kind und der wegen einer Zahn-OP pausierende Sebastian Marks fehlen. „Unsere Motivation ist hoch, am Engagement wird es nicht fehlen“, ist Brahimi überzeugt, dass sein Team mit dem Schwung des 43:22-Rekordsieges von Sonntag auch gegen die VfL-Dritte eine ordentliche Leistung zeigen und ihre Heimbilanz aufpolieren wird, auch wenn bei vier Punkten Rückstand auf Olpe der Sprung auf Rang sechs nur langfristig möglich sein wird.

Die Verbandsliga-Damen der HSG haben sich durch ihren 20:13-Erfolg über Recklinghausen II auf Platz acht vorgearbeitet, sind damit aber nur Spitzenreiter der fünfköpfigen Abstiegszone. „Es wäre schön, wenn wir uns ein langes Zittern ersparen könnten“, hofft Interimstrainer Timo Handwerker darauf, dass es nicht auf die vorletzte Partie bei Schlusslicht Bommern oder gar das Finale gegen Brambauer ankommt, sondern am Sonntag (14.30 Uhr) bei Borussia Dortmund III in der Sporthalle Kreuzstraße ein vorentscheidender Schritt zur Rettung gelingt.

Wird der Hinspielerfolg (28:25) wiederholt, würden die Hohenlimburgerinnen nämlich zum BVB aufschließen und dank des direkten Vergleiches vorbeiziehen. Die Borussia-Damen konnten nur eines ihre letzten sieben Spiele für sich entscheiden, stecken also in einem Formtief. „Das wollen wir nutzen und werden Vollgas geben“, verspricht Handwerker, dessen Zuversicht auch darin begründet ist, dass Linkshänderin Nadine Geitebrügge und Rückraumspielerin Christina Markmeyer wieder zur Verfügung stehen, also kein Kraftakt wie letzten Samstag, wo in Halbzeit zwei kein einziger Personalwechsel erfolgte, nötig sein wird.

Schwere Aufgabe

Die zweite Herrenmannschaft steht vor einer ungleich schwereren Aufgabe, ist morgen (17.30 Uhr) Gast vom bärenstarken Aufsteiger Attendorn/Ennest, der in eigener Halle noch keinen Punkt abgegeben hat, allerdings schon heute im Nachholspiel gegen den Rangdritten Lössel voll gefordert wird. „Wir müssen mindestens vier der letzten acht Spiele gewinnen“, meint Trainer Ivo Maly. Weil aber die direkten Vergleiche gegen fast alle Tabellennachbarn verloren wurden, wären 22 Punkte vermutlich zu wenig, geht die Konkurrenz eher von 24 Zählern zur Rettung aus. Mit anderen Worten: Für die HSG-Reserve ist es fünf vor Zwölf, zumal sie ja noch gegen andere Topteams wie Spitzenreiter Herdecke/Ende und die SG Ruhrtal antreten muss. In Attendorn wird neben Bovensmann und Albrecht auch Torhüter Kind aus der „Ersten“ aushelfen.

Frauen-Reserve reist zum Kellerduell nach Halingen

Die Kreisliga-Herren der HSG Hohenlimburg III sind am kommenden Sonntag (17 Uhr) in der Sporthalle der Hemeraner Parkstraße beim HTV Hemer II zu Gast.

Die Herren III sind ebenso Außenseiter wie die zweite Damenmannschaft. Diese spielt am morgigen Samstag (17.15 Uhr) im Bezirksliga-Kreisduell bei Westfalia Halingen.

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