Brahimi-Sieben stoppt Abwärtstrend

Hohenlimburg. Abwärtstrend gestoppt: Durch einen ungefährdeten 25:19 (14:7)-Erfolg über den abstiegsbedrohten Lokalrivalen Letmather TV verschafften sich die Landesliga-Handballer der HSG Hohenlimburg wieder ein positives Punktekonto.

Gut 250 Besucher hatten die Rundturnhalle gefüllt, doch von den Anhängern der Gäste war lange Zeit nichts zu hören. Sie hatten ja auch 14 Minuten lang keinerlei Grund, Beifall zu spenden, denn bis dahin liefen sämtliche Wurfversuche ins Leere, landeten neben dem Kasten oder wurde eine sichere Beute von Keeper Marco Fritzsche. Der erntete für seine abgewehrten Siebenmeter und eine Doppelparade Szenenapplaus und stärkte damit seinen engagiert verteidigenden Vorderleuten den Rücken.

Mit zwei Kreisläufern agiert

Nach drei Niederlagen in Serie standen die Hohenlimburger schon ziemlich unter Druck, von daher kam ihnen der 5:0-Start (11.) mehr als gelegen. Die nachfolgenden zehn Minuten verliefen allerdings, was die Offensive anbelangt, sehr zäh. Der Versuch, mit zwei Kreisläufern zu agieren, brachte wenig Erfolg. Trainer Faruk Brahimi setzte diesmal auf große Rotation, nahm dabei bewusst keine Rücksicht auf die Reserve: „Die erste Mannschaft ist schließlich das Zugpferd. Ich wollte ein Zeichen setzen und alle Spieler einbinden.“ Nach dem 8:3 (23.) gelang den Hausherren ein Dreierpack, konnten sie trotz Fritzsches Patzer beim zum 12:6 führenden Weitwurf seines Letmather Kollegen Schulte mit einem Sieben-Tore-Polster in die Kabine gehen.

Der Versuch, mit gutem Einstieg in Durchgang zwei endgültig für klare Verhältnisse zu sorgen, gingen allerdings schief. So scheiterte „Pico“ Marks beim Gegenstoß, landete der Aufsetzer vom ansonsten stark aufspielenden Timo Schachulski am Querbalken, traf Lukas Wetzel nur den Pfosten. Der LTV hingegen kam besser zum Zuge, weil die Youngster Brehl und Frank mehr Dampf machten als die indisponierten Stammkräfte Budde, Münzner oder Wunderlich, zudem Kreisläufer Ilsen konsequent seine Chancen nutzte. Die Müller-Schützlinge verkürzten auf 15:18 (43.), doch weil Schuff auch den vierten LTV-Strafwurf mit Pfostenknaller vergab, auf der Gegenseite Truss per Konter, Schachulski im Nachwurf und der als Hauptschütze herausragende Bauer aus dem Rückraum trafen, war Letmathes Aufholjagd beendet.

Gesänge auf der Tribüne

Als Truss das 24:18 erzielte, schwappten „Derbysieger“-Gesänge von der Tribüne aufs Parkett, die sich nach einem weiteren Distanztreffer von Albrecht, der nach der Pause zudem wertvolle Abwehrarbeit für den erschöpften Hollatz leistete, noch verstärkten. Und Brahimi durfte zufrieden registrieren: „Es hat zwar spielerisch nicht alles geklappt, aber die Jungs haben kämpferisch überzeugt und Selbstvertrauen für das Kreisderby in Bösperde getankt.“

HSG: Fritzsche (56. Botte); Bauer (7), Albrecht (4), Schachulski (4), Truss (3/2), Wetzel (3/3), Maschin (2), Bovensmann (1), Hollatz (1), Doescher, Waschk, Marks, Stracke.

LTV-Tore: Ilsen (4), Brehl (3), Schuff (2), C. Temp (2), Richter (2), Schulte (1), Braun (1), Frank (1), S. Temp (1), vom Hofe (1), Münzner (1).

Trainer Brahimi fordert eine Reaktion

Hohenlimburg. Ein pralles Heimspiel-Wochenende mit fünf ebenso reizvollen wie wichtigen Partien wartet auf die Handballer der HSG Hohenlimburg. Um das Programm zu bewältigen, ohne auf den Sonntag ausweichen zu müssen, wird das Landesliga-Derby der Herren gegen den Letmather TV bereits heute um 20.30 Uhr ausgetragen und dürfte für eine rappelvolle Rundturnhalle sorgen.

Hoffnung bei Müller-Team

Dabei sind es vor allem die Letmather, die mit ihren jüngsten Erfolgen über Bösperde und Volmetal II die Werbetrommel für dieses Nachbarschaftsduell gerührt haben. Zum Jahreswechsel hatte man den zuvor erst einmal siegreichen LTV eigentlich schon abgeschrieben, aber jetzt herrscht wieder Hoffnung bei Trainer Jochen Müller und seinen Schützlingen, die den Rückstand zum Viertletzten aus Evingsen auf drei Zähler reduziert haben.

Die HSG hingegen blieb dreimal nacheinander punktlos, rutschte ins breite Mittelfeld ab. „Es wird Zeit, dass wir eine Reaktion zeigen. Da kommt uns der LTV eigentlich gerade recht“, meint Trainer Faruk Brahimi, der fest davon ausgeht, dass seine Mannschaft sich von der tollen Stimmung in der Halle motivieren lässt und einen ähnlich leidenschaftlichen Auftritt wie beim 22:17-Hinspielerfolg hinlegen wird.

Da Felix Bauer voll mittrainieren konnte, geht Brahimi davon aus, seine absolute Bestbesetzung aufbieten zu können. Er wird auch Felix Stracke nominieren, dafür den einen oder anderen Akteur nicht eintragen, um Einsatzoptionen für die Reserve zu wahren. Die steht nämlich am Samstag (19.15 Uhr) vor einer weiteren wegweisenden Partie und könnte mit einem Sieg über den Tabellennachbarn TV Neheim, dem man im Hinspiel mit 26:38 unterlegen war, erstmals die Abstiegsrängen verlassen.

Bogdan Wittke im Kader

„Wir haben mit den fünf Punkten aus den letzten drei Spielen ein Zeichen gesetzt, müssen jetzt aber nachlegen, denn andere Mannschaften wie Ferndorf III werden bestimmt noch zulegen“, richtet sich Trainer Ivo Maly darauf ein, dass mindestens 24 Punkte für den rettenden fünfletzten Platz notwendig sein werden. Als Verstärkung für das Sorgenkind Abwehr stellt sich Bogdan Wittke zur Verfügung. Und sollte im Angriff Bedarf bestehen, steht auch Brahimi Gewehr bei Fuß.

Letztes Heimspiel

Ab 17.30 Uhr sind dann die Hohenlimburger Verbandsliga-Damen der HSG am Zuge, will Interimstrainerin Julia Pfeil, die eine Woche später in Halden-Herbeck ihren Ausstand gibt, bei ihrem somit letzten Heimspiel gegen Lüner SV unbedingt als Siegerin vom Feld gehen und ihrem namentlich noch nicht bekannten Nachfolger eine optimale Grundlage für eine weitere Verbandsliga-Spielzeit verschaffen. „Ich war beim Hinspiel auf der Tribüne und ziemlich entsetzt darüber, wie leicht Lünen gewinnen konnte. Ich glaube, dass wir mit unserer inzwischen recht gut eingespielten 3-2-1-Abwehr und mit dem Auftrieb durch den Erfolg in Riemke eine reelle Chance haben, uns für das 22:34 zu revanchieren“, meint Pfeil.

Ihr Wunsch, endlich mal in Bestbesetzung agieren zu können, wird sich allerdings nicht erfüllen, auch wenn Jennifer Tille und Carina Voß wieder an Bord sind. Krankheitsbedingt muss nämlich Norma Kramer, die ja gerade erst ihr Comeback gegeben hat, passen.

Weibl. E Jugend startet mit zwei Siegen in Jahr 2019

Am 13.01.2019 starteten unsere Mädchen mit einem 8:5-Sieg gegen die Mannschaft des TV Neheim 1884. Nach einer hektischen Anfangsphase (1:1) und leichten Orientierungsproblemen erspielten sich die Spielerinnen der HSG Hohenlimburg in der 17 Minute eine 4:1-Zwischenstand. Mit dieser Führung im Rücken begannen die Trainer die Spielerinnen auszuwechseln und auch auf ungewohnten Positionen einzusetzen (Vielfältigkeit entwickeln). Zum Halbzeitpfiff konnten die Zuschauer und Eltern ein 5:1 notieren. Nach dem Seitenwechsel durften sich alle Mädchen auf den unterschiedlichen Spielpositionen ausprobieren, was einige Spielerinnen anfangs etwas überforderte, aber im Laufe des Spiels immer besser wurde. Zusammenfassend können wir nur sagen, eine Klasse Leistung der Mädchen.

Im Freundschaftsspiel am 20.01.2019 gegen die weibl. E Jugend des TV Arnsberg überzeugten unsere Mädchen durch ein bewegliches Angriffsspiel und konnten gegen den Gastgeber einen 12:16-Sieg erspielen. Besonders erwähnenswert ist, dass sich die 16 Toren auf 7 Spielerinnen verteilt haben und damit die geschlossene Mannschaftsleistung darstellt. Wir danken dem TV Arnsberg für das Freundschaftsspiel, es hat uns viel Freude bereitet.

Fazit: Die Mädels sind mit Spass und Freude dabei. Weiter so

Text: Stefan Hartmann

HSG-Damen siegen mit Hilfe 33:25

Freier Grund/Oeventrop. Dank intensiver Unterstützung durch Stammkräfte der Verbandsliga-Mannschaft hat die Damen-Reserve der HSG Hohenlimburg zum Hinrunden-Ausklang zwei Bonuspunkte um den Bezirksliga-Verbleib eingefahren. Die Herren-Drittgarnitur hingegen verlor ihr Kreisliga-Kellerduell und schaut noch deutlicher nach unten.

Damen-Bezirksliga: VTV Freier Grund – HSGH II 25:33 (9:17). Beim Tabellensechsten hätten die Hohenlimburgerinnen trotz aufsteigender Form in „Normalbesetzung“ wohl wenig ausrichten können. Aber dank des Verbandsliga-Trios Sarah Klonek, Annika Witte und Vanessa Raabe, das 20 Tore beisteuerte, wurde der Siegerland-Trip mit zwei Punkten versüßt. 

Die von Melanie Weinand gecoachten Gäste starteten furios (6:1, 7.), ließen dann die Zügel ein wenig schleifen, machten aber bis zur Pause aus dem 11:6 ein 17:9. Im Gefühl des sicheren Sieges und aufgrund der zahlreichen Auswechslungen geriet der Erfolg kurzfristig in Gefahr, weil die jetzt treffsicheren VTV-Damen um Pfeifer (11/4) auf 15:19 (40.) und sogar 19:22 (47.) verkürzten. Doch Hohenlimburg nutzte eine Überzahl, um sich wieder abzusetzen, traf binnen gut drei Minuten fünfmal zum 27:19 – die Entscheidung. Mit jetzt acht Pluspunkten und sechs Zählern Vorsprung auf den Vorletzten kann die HSG-Reserve der Rückserie gelassen entgegensehen.

HSG II: Gau, Krippels; Klonek (9/2), A. Witte (8), Krüger (5), Betchen (4/3), Raabe (3), M. Bornemann (2), L. Bornemann (1), Thoss (1), Lenze.

Herren-Kreisliga: SG Ruhrtal II – HSGH III 39:31 (15:15). Mit relativ gut besetzter Mannschaft trat die HSG-Dritte beim Tabellennachbarn in Oeventrop an, bot auch offensiv eine ansprechende Leistung, doch diese kam trotz der 31 erzielten Tore nicht für einen Punktgewinn infrage. 

Gefahrenzone nicht weit entfernt

In Halbzeit eins konnten knappe Rückstände stets ausgeglichen werden, aber auf den guten Ruhrtaler Start in Durchgang zwei (20:16, 37.) fanden die HSG-Routiniers um Jan Heider keine passende Antwort mehr. Beim Stand von 25:28 (49.) kassierte Max Hell aus Hohenlimburger Sicht die Rote Karte. Und als nach dem 25:30 ein Strafwurf vergeben wurde, war die Messe für die HSG gelesen. Somit gehen die Hohenlimburger mit einem nur dünnen Polster von mageren zwei Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Meschede in die Rückrunde.

HSG III: Krause; Rinke (6/4), Arns (5), F. Richter (5), M. Hell (4), Hagenkord (4), Heider (3), Hartung (2), M. Hinz, L. Richter.

Brahimi-Sieben geht in Schwerte leer aus

Schwerte. Nach der dritten Niederlage in Serie, dem 24:29 (10:11) beim Lokalrivalen HSG Schwerte/Westhofen, haben die Landesliga-Handballer der HSG Hohenlimburg die Hinserie nur mit ausgeglichenem Punktekonto abgeschlossen, bilden nun zusammen mit Lüdenscheid und Menden II das „graue“ Mittelfeld.

„Nach dem guten Saisonstart hatte ich mir schon etwas mehr erhofft, wollte um Platz vier mitspielen“, macht Chefcoach Faruk Brahimi aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Nach Schwerte war sein Team von vorneherein als Außenseiter angereist, denn die Ruhrstädter sind derzeit in glänzender Verfassung und gehen punktgleich mit Olpe als dritter in die Rückrunde. Da Niko Tsolakis fest zur Reserve abgegeben wurde, zudem in Tom Maschin, Nick Albrecht und Jonas Bovensmann drei weitere Stammkräfte zunächst in der „Zweiten“ aushalfen, starteten die Hohenlimburger in ganz dünner Besetzung, erwischten aber einen guten Start und lagen nach einem 3:0-Lauf mit 5:2 in Führung. Auch Mitte der ersten Hälfte sah es noch gut aus, konnte Tjark Doescher in Unterzahl das 7:5 erzielen.

Pausenführung blieb aus

Obwohl die HSG allzu oft am spektakulär haltenden Keeper Evangelou scheiterte und der unter Kniebeschwerden leidenden Felix Bauer völlig leer ausging, gelang dem gut aufgelegten Lukas Wetzel im Nachwurf das 10:9. Doch zur psychologisch wichtigen Pausenführung langte es nicht. Und auch die personelle Verstärkung aus der „Zweiten“ zur Halbzeit führte zu keinem Aufschwung. Im Gegenteil: Aufgrund einer extremen Schwächephase gerieten die Lennestädter binnen weniger Minuten mit 10:16 ins Hintertreffen. „Wie haben die geradezu eingeladen“, haderte Brahimi.

Alle Versuche einer Aufholjagd blieben wirkungslos, näher als auf drei Tore (20:17, 47.) kam der Gast nicht mehr heran, weil die Chancenverwertung weiterhin arg zu wünschen übrig ließ. Dass der Schwerter Routinier Thäsler (5), der wie Denissov (6), Mrcela (5/1), Paukstadt (5/3) und Gurol (4) nie auszuschalten war, kurz vor Schluss nach einem Rückhandtreffer ins Gesicht von „Pico“ Marks die Rote Karte sah, hatte keine Bedeutung mehr.

Bauchweh vor Partie gegen Voerde

„Wir müssen sehen, dass wir nicht in eine Negativspirale hineinrutschen. Ich hoffe sehr, dass wir beim nächsten Auswärtsspiel eine geschlossenere Leistung zeigen“, denkt Brahimi schon mit einigem Unbehagen auf die am 27. Januar steigende Partie beim überraschend starken Neuling TG Voerde.

HSG: Kind, Fritzsche; Wetzel (10/3), Doescher (3), Albrecht (2), Bovensmann (2), Maschin (2), Truss (2/1), Schachulski (1), Marks (1), Hollatz (1), Bauer.

Jugend: Spiel mit uns

Brahimi-Sieben erst im Endspiel gestoppt

Hohenlimburg. Die Handball-Herren der HSG Hohenlimburg wurden bei ihrem eigenen Turnier um den Kempa-Löwen-Cup erst im Finale gestoppt. Nach überzeugenden Leistungen in Vorrunde und Halbfinale verkaufte sich der heimische Landesligist auch im Endspiel gegen die favorisierten Kempa All Stars teuer, wurde beim 12:16 am Ende aber ein wenig unter Wert besiegt. Der Beifall der zahlreichen Zuschauer in der Rundturnhalle war den Schützlingen von Faruk Brahimi ebenso gewiss wie Schulterklopfer bei den anschließendem Playersnight im Werkhof, „die die rundum gelungene Veranstaltung abrundete“, so Brahimi.

Hohes Engagement

Als der Ball am Samstag um 13 Uhr zum Match zwischen Hohenlimburg und Borussia Höchsten erstmals freigegeben wurde, befand sich nur eine Handvoll Fans auf der Tribüne. Das schlug sich aber keineswegs auf das Engagement der Mannschaft aus. Sie merkte rasch, dass der klassengleiche Gast zwar viel Laufarbeit im Angriff leistete, aber wenig Druck aus dem Rückraum ausüben konnte. Und die Würfe von Außen gingen entweder vorbei und wurden vom glänzend aufgelegten Keeper René Kind, der nach dem 0:1 bis zu seiner Auswechselung in der 18. Minute unbezwungen blieb, entschärft. Im Angriff waren es vor allem der Halbrechte Timo Schachulski (6), Felix Bauer (4) und Nick Albrecht (3), die sich gegen die recht zögerlich verteidigenden Dortmunder durchsetzten und auf 9:1 davonzogen. Mit dem 19:7-Endergebnis war Brahimis Wunsch, die Vorrunde zu überstehen, quasi schon erfüllt.

Im zweiten Match gegen Verbandsligist SGSH Dragons II ging darum, den Gruppensieg zu sichern und so einem vorzeitigen Duell mit dem Turnierfavoriten Kempa All Stars zu entgehen. Obwohl weiterhin Maschin, Doescher und Truss fehlten, also nur wenig Auswechselmöglichkeiten bestanden, legten die Hohenlimburger wieder dynamisch los, setzten sich über 4:1 auf 6:2 ab. Wieder war Kind der größte Faktor der engagiert verschiebenden Abwehr, bekam zudem eine Bonus-Parade, denn der missglückte Siebenmeter-Heber von Lutz, mit 20/9 Treffern Torschützenkönig des Turniers, landete als Rückgabe in seinen Händen – eine Szene, die hörbares Raunen im mittlerweile stattlicheren Publikum hervorrief. Nach dem 10:6 durch Jannik Hollatz ließ die HSG offensiv nach, musste den 10:10-Ausgleich hinnehmen. Doch als es darauf ankam, sorgten Albrecht, Jonas Bovensmann mit unwiderstehlichem Gegenstoß-Solo und „Pico“ Marks für den entscheidenden 3:0-Lauf zum 14:11. Am Ende hieß es 15:13, war Platz eins gesichert.

Kind mit Glanzparaden

Bis zum Halbfinale, das neben Höchsten auch HSG-Ligenrivale TuS Volmetal II nach matten Auftritten gegen Brambauer (13:13) und die All Stars (5:15) verpasste, war die Pause für die HSG extrem lang, machte sich Brahimi ernsthaft Sorgen, ob seine Truppe trotz der jetzt verfügbaren Doescher und Truss in Schwung kommen würde.

Der VfL Brambauer versuchte zunächst, mit einer offenen Manndeckung die müden Hohenlimburger Beine zu nutzen, machte aber selbst so viele technische Fehler nach Ballgewinnen, dass diese Taktik mit dem 5:1 für die Gastgeber aufgegeben wurde. Erneut zeichnete sich Kind, neben dem Kempa-Keeper Björn Otterbach bester Torhüter, durch einige Glanzparaden aus. Doch im weiteren Verlauf dieser halben Stunde tat sich die HSG recht schwer, drohte nach Doppel-Zeitstrafe für Albrecht und den reklamierenden Bauer eine spannende Endphase. Nach dem 11:9 aber trafen Bovensmann und Hollatz in zweifacher Unterzahl. Und der blendend aufgelegte Marks rundete den 14:10-Erfolg mit seinem vierten Treffer ab.

Deutlich spannender verlief das zweite Vorschlussrunden-Match, denn die gegen die SGSH Dragons bis zum 12:9 dominanten All Stars mussten eine Vier-Minuten-Zeitstrafe des Schwerters Thäsler verdauen. Tatsächlich gelang dem Verbandsligisten die Wende zum 13:14, aber der gegen seine künftigen Vereinskollegen besonders motivierte Noch-Hemeraner Moritz Frenzel sorgte mit seinen acht Treffern dafür, dass die All Stars mit 16:15 die Oberhand behalten konnten.

Im Finale musste die Star-Truppe neben der Abwehr-Aushilfe von Hohenlimburgs Co-Trainer Bogdan Wittke auch auf Keeper Otterbach verzichten, aber der leicht angeschlagene Wellinghofer Matthias Zankl erwies sich als gleichwertiger Ersatz. Die HSG startete verheißungsvoll, auch wenn sie zunächst kein Mittel gegen Thäslers Unterhandwürfe fand. Sichere Siebenmeter-Tore von Lukas Wetzel führten zum 4:2 und 5:3, doch nach dem Unterzahltreffer von Timo Schachulski zum 7:6 wurde der Substanzverlust deutlich sichtbar. Den Angriffszügen fehlten Tempo und Ideen, den Würfen von Bauer und Co. die Wucht und Präzision. Mit einem Viererpack drehten Volmetals Kersebaum und der Hagener Linksaußen Wilhelm den Spieß zum 10:7 um und ließen die Hausherren nicht mehr näher als auf zwei Tore herankommen. Frenzel und der Wellinghofer Dadayli sorgten für den 16:12-Endstand.

HSG: Kind, Botte; Bauer (12), Wetzel (12/9), Albrecht (9), Marks (9), Schachulski (7), Bovensmann (6), Hollatz (4), Tsolakis (1), Truss, Doescher.

Reichlich überraschende Ergebnisse bei den Damen

Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen beschlossen die Handball-Damen der HSG Hohenlimburg ihr Vorbereitungsturnier in der Turnhalle Wiesenstraße, in dem es reichlich überraschende Ergebnisse, am Ende aber den durchaus erwartbaren Einlauf (die Oberligisten TV Arnsberg und HC TuRa Bergkamen belegten die ersten Plätze vor Verbandsligist TuRa Halden-Herbeck) gab.

Gleich zum Auftakt stand für die Hohenlimburgerinnen, die auf Norma Kramer und Trainerin Julia Pfeil verzichten mussten, das Prestigeduell gegen Halden-Herbeck an. Das 1:0 durch Nadine Geitebrügge sollte die einzige Führung der HSG bleiben, denn der Lokalrivale konterte zum 1:3. Es blieb aber lange spannend, denn Lena Becker glich zum 6:6 aus. Mit dem 8:8 aber hatten die Gastgeberinnen ihr Offensivpulver völlig verschossen, blieben in den letzten zehn Minuten torlos, während die SG achtmal zum 16:8-Endstand traf.

Von diesem Nackenschlag erholte sich die HSG aber schnell, bot im zweiten Match gegen den nur bis zum 4:2 dominanten TV Arnsberg eine prächtige, vor allem mannschaftlich geschlossene Vorstellung.

Nadine Krüger aus der Reserve war mit drei Treffern wesentliche am Umschwung zum 9:6 beteiligt. Und als Annika Witte ein lupenreiner Hattrick zum 13:8 gelang, schien die dicke Überraschung schon perfekt. Doch der TVA bäumte sich auf, verkürzte zum 12:13 und besaß per Strafwurf in letzter Sekunde die Chance zum Ausgleich, den Lisa Witte aber mit ihrer Parade verhindern konnte. Dicker Wermutstropfen: Lena Becker verletzte sich, fiel für den weiteren Turnierverlauf aus, was quasi auch für die angeschlagene sonstige Topschützin Sarah Klonek galt.

Das konnte gegen Landesligist DJK Oespel-Kley dank einer starken Abwehrleistung kompensiert werden. Zum 4:0-Start steuerte in Saskia Betchen ein Eigengewächs drei Tore bei, half auch Carina Voß (3) eifrig mit, den 10:6-Sieg zu sichern. Somit war sogar noch Platz eins im Turnier möglich, aber der Akku gegen TuRa Bergkamen vollkommen leer. Der bis dahin sieglose Oberligist fertigte die HSG nach 9:0-Blitzstart mit sage und schreibe 23:3 ab und sicherte sich mit abschließendem 17:9 über Halden-Herbeck noch Rang zwei. 

Brahimi mit Hinrunde nicht ganz zufrieden

HWS 

Felix Bauer hält der HSG Hohenlimburg weiterhin die Treue

Hohenlimburg. Mit 13:11-Punkten vor dem Hinrundenfinale am 13. Januar in Schwerte auf Platz sechs – so lautet die Halbjahresbilanz der Handball-Landesliga-Herren der HSG Hohenlimburg, nachdem sie im letzten Heimspiel gegen Lüdenscheid die erste Niederlage vor eigenem Publikum kassiert hatten.

„Ich war selbst nicht da, kann dazu also wenig sagen. Aber die Punkte, die wir gegen Evingsen und in Olpe liegen gelassen haben, tun schon weh und schmälern meine Zufriedenheit“, resümierte Trainer Faruk Brahimi. der einräumt: „Ich hatte schon vor, den dritten Platz hinter den herausragenden Mannschaften aus Schwelm und Villigst-Ergste anzupeilen. Das können wir jetzt abhaken, denn unser nächster Gegner Schwerte ist derzeit gut drauf.“

Wichtig ist Brahimi der Abstand von sechs Zählern zum dritten Abstiegsplatz: „Wir wollen schließlich die Integration unserer jungen Kräfte intensivieren und Raum für Experimente und sowie Zeit für Umsetzung neuer Spielzüge haben. Da ist es wichtig, sich nicht mit möglicher Abstiegsgefahr beschäftigen zu müssen.“ Brahimi hat zudem die zweite Mannschaft im Blick: „Die müssen sich ja weiterhin echte Sorgen um den Bezirksliga-Verbleib machen und werden zumindest sporadische Hilfe, wie gegen Lüdenscheid II geschehen, benötigen.“ Ihm ist ein qualitativ starker Unterbau sehr wichtig, denn er geht davon aus, dass die für die Saison 19/20 angedachten Verstärkungen für sein Landesligateam die aktuellen Leistungsträger der Reserve sein werden. Dabei hat er insbesondere Felix Stracke, Louis Thiel und Keeper Felix Botte, der nach langer Verletzungspause wieder einsatzbereit ist, im Blick. Der für den Herrenbereich zuständige Alex Filippelli sieht dies ähnlich: „Wir haben ja zwei volle Kader, schauen uns auf dem Markt nur ganz gezielt um.“ Durch den Weggange von Kreisläufer Mike Stülper zum ECD Hagen wird ein Platz frei, den allerdings auch der zurückkehrende Mirko Brammen einnehmen könnte.

Viele Zusagen für nächste Saison

Filippelli hat sich zunächst intern umgehört und eine beachtliche Zahl an Zusagen für die nächste Spielzeit erhalten. Bei der HSG bleiben die Torhüter René Kind, Felix Botte, Nico Schalenbach und Benjamin Krause sowie die Feldspieler Tom Maschin, Felix Bauer, Timo Schachulski, Nick Albrecht, Cederik Truss, Lukas Wetzel, Jonas Bovensmann, Tjark Doescher, Nikolas Tsolakis, Jannik Hollatz, Kevin Rinke, Marcel Krisch und Jan Stegemann. Abschließende Gespräche mit „Pico“ Marks und Torhüter-Routinier Mirco Fritzsche stehen noch aus.

Maly-Team fährt wichtige Punkte ein

Lüdenscheid. Tiefes Durchatmen bei der zweiten Handball-Herren-Mannschaft der HSG Hohenlimburg: Gegen die Lüdenscheider Reserve sprang endlich der zweite Saisonsieg heraus, der mit 26:19 (12:10) zudem recht überzeugend ausfiel. Trotzdem überwintern die Schützlinge von Ivo Maly mit 7:19 Punkten auf dem vorletzten Platz der Bezirksliga Sauerland, sind gewaltige Anstrengungen vonnöten, um das erklärte Ziel, noch drei Konkurrenten zu überholen und damit den Klassenverbleib zu sichern, zu verwirklichen.

Die Startphase ließ Schlimmes befürchten, denn nach dem 2:3 durch Goalgetter Felix Stracke (6.) fiel den Hohenlimburgern im Angriff nichts mehr ein. Maly sah sich schon nach neun Minuten und 2:7-Rückstand gezwungen, eine Auszeit zu nehmen und seine erheblich veränderte und entsprechend wenig aufeinander abgestimmte Mannschaft auf Kurs zu bringen.

Starker Schalenbach

Der Stabilisierung der Abwehr durch Aushilfe von „Pico“ Marks sowie Tjark Doescher aus der „Ersten“ und Routinier Bogdan Wittke trug Früchte, denn nach dem 4:9 waren es die Bergstädter, die offensiv nichts mehr zustande brachten, zudem auf einen glänzend disponierten Keeper Nico Schalenbach trafen, der unter anderem vier Siebenmeter abwehrte und sich neben Stracke das Prädikat „Matchwinner“ verdiente. Volle 15 Minuten lang blieb Schalenbach unbezwungen, während seine Vorderleute Fahrt aufnahmen und achtmal zum 12:9 trafen.

Auch im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Hohenlimburger kampfstark, gestatteten dem Gast keine leichten Tore und setzten sich zum 18:11 (39.) schon vorentscheidend ab. Jetzt waren sie nicht mehr gezwungen, hochprozentig abzuschließen, konnten sich mehr darauf konzentrieren, das nicht sonderlich ideenreiche Aufbauspiel der Lüdenscheider zu stören.

Maly lobt sein Team

„Die Jungs haben sich heute wirklich am Riemen gerissen und genau die Tugenden gezeigt, die man im Abstiegskampf benötigt“, kommentierte der erleichterte Coach Maly, der nach überstandener kritischer Phase (drei Gegentore am Stück zum 18:14) bereits nach 54 Minuten, als Stracke zum 24:16 einwarf, die Punkte sechs und sieben auf der Habenseite auf dem Zählerkonto verbuchen durfte.

HSGH II: Schalenbach; Stracke (9/2), Thiel (4/1), Doescher (3), T. Hell (3), Krisch (3), Marks (2), Stegemann (1), Waschk (1), Raeder, Hagenkord, B. Wittke, Arns.

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